Amerikaner sind ein beliebtes deutsches Gebäck aus weichem, leicht süßem Teig mit glänzender Zuckerglasur. Die flachen, runden Stücke werden klassisch mit weißem Fondant bestrichen – oft zur Hälfte auch mit Schokoladenglasur. Dieses Rezept ergibt zwölf saftige Amerikaner, die innen fluffig bleiben und außen eine zarte Kruste haben.
Zutaten für Amerikaner
Für den Teig
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Mehl | 300 g | Type 405 |
| Zucker | 100 g | |
| Butter | 75 g | weich, zimmerwarm |
| Eier | 2 Stück | Größe M |
| Milch | 100 ml | zimmerwarm |
| Backpulver | 1 TL | |
| Hirschhornsalz | 0,5 TL | optional, für den typischen Geschmack |
| Vanilleextrakt | 1 TL | |
| Salz | 1 Prise |
Für den Zuckerguss
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Puderzucker | 250 g | gesiebt |
| heißes Wasser | 3 EL | |
| Kakaopulver | 2 EL | optional, für Schokoladenglasur |
Zubereitung
- Ofen vorheizen: Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Teig anrühren: Butter und Zucker mit dem Handrührgerät in einer großen Schüssel cremig rühren, bis die Masse hell und luftig ist. Die Eier einzeln einrühren, dann Vanilleextrakt dazugeben. Mehl, Backpulver, Hirschhornsalz und Salz in einer zweiten Schüssel vermengen. Die trockenen Zutaten abwechselnd mit der Milch unter die Buttermasse rühren, bis ein glatter, leicht zäher Teig entsteht. Der Teig sollte fest genug sein, um seine Form zu halten, aber nicht krümelig.
- Portionieren: Den Teig in einen Spritzbeutel mit großer runder Tülle (ca. 1,5 cm Durchmesser) füllen. Auf dem vorbereiteten Backblech runde Teigpunkte von etwa 6 cm Durchmesser aufspritzen – mit etwas Abstand dazwischen, da die Amerikaner beim Backen etwas breiter werden. Wer keinen Spritzbeutel hat, kann den Teig mit zwei Löffeln zu gleichmäßigen Häufchen formen.
- Backen: Die Amerikaner im vorgeheizten Ofen 13–15 Minuten backen, bis die Ränder leicht golden sind und die Oberfläche trocken wirkt. Die Mitte darf noch minimal weich sein – sie festigt sich beim Abkühlen. Auf dem Blech kurz abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
- Zuckerguss vorbereiten: Den gesiebten Puderzucker in eine Schüssel geben. Löffelweise heißes Wasser einrühren, bis ein dickflüssiger, streichfähiger Guss entsteht. Er sollte von einem Löffel langsam tropfen – zu flüssiger Guss verläuft, zu dicker haftet nicht gut. Wer eine zweifarbige Glasur möchte, teilt den fertigen Guss auf: eine Hälfte bleibt weiß, in die andere Hälfte Kakaopulver einrühren.
- Glasieren: Die flache Unterseite der ausgekühlten Amerikaner mit dem Zuckerguss bestreichen – das ist die traditionelle Art. Mit einem Messer oder einer kleinen Palette gleichmäßig auftragen. Bei zweifarbiger Glasur eine Seite weiß, die andere mit Schokoladenguss bestreichen. Den Guss 30–60 Minuten trocknen lassen, bis er fest ist.
Variationen
Das Grundrezept lässt sich auf viele Arten abwandeln. Zitronenamerikaner bekommen frisch geriebene Zitronenschale in den Teig und Zitronensaft statt Wasser in den Guss – das gibt eine frische, leicht säuerliche Note. Für Schokoladenamerikaner ersetzt man 30 g des Mehls durch Kakaopulver und bestreicht die Oberseite komplett mit Schokoladenglasur.
Eine einfache Variante für Kinder: Den Zuckerguss bunt einfärben und mit bunten Zuckerstreuseln bestreuen. Wer es weniger süß möchte, lässt den Guss weg und bestreicht die Amerikaner stattdessen mit Aprikosenmarmelade.
Für eine kräftigere Backtriebwirkung und das typische Bäcker-Aroma empfiehlt sich Hirschhornsalz statt Backpulver – es sorgt dafür, dass die Amerikaner besonders gleichmäßig aufgehen und eine leicht knusprige Unterseite bekommen. Erhältlich in Apotheken oder gut sortierten Supermärkten.
Wer gern ähnliches Gebäck ausprobiert, findet auf rezept.biz auch ein Rezept für Krapfen – ebenfalls mit Zuckerglasur und ein weiteres deutsches Backofengebäck mit langer Tradition.
Woher kommt der Name Amerikaner?
Der Ursprung des Namens ist bis heute nicht eindeutig geklärt – es gibt gleich drei Theorien. Die erste und wohl bekannteste leitet den Namen vom Backtriebmittel Ammoniumhydrogencarbonat ab, das früher auch „Ammoniak-Triebmittel“ genannt wurde. Aus „Ammoniakaner“ soll im Volksmund „Amerikaner“ geworden sein.
Die zweite Theorie bezieht sich auf den Ersten Weltkrieg: Die runde Form des Gebäcks soll an den Stahlhelm der US-amerikanischen Soldaten erinnern, den sogenannten Brodie-Helm. Die dritte Erklärung verbindet das Gebäck mit dem Black and White Cookie, einem zweifarbigen Keks aus New York, der Anfang des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland bekannt wurde.
In der DDR hieß das Gebäck offiziell „Ammonplätzchen“ – der Name Amerikaner galt wohl als zu westlich. Heute ist er jedoch wieder überall gebräuchlich, und die Plätzchen gehören in jeder deutschen Bäckerei zum Standardangebot.
Welche Zutaten braucht man für Amerikaner?
Für den Teig braucht man Mehl, Zucker, Butter, Eier, Milch, Backpulver, Vanilleextrakt und eine Prise Salz. Wer das typische Bäckeraroma möchte, ergänzt noch Hirschhornsalz. Für den Zuckerguss genügen Puderzucker und heißes Wasser – optional Kakao für die Schokoladenhälfte.
Was für ein Teig ist Amerikaner?
Amerikaner werden aus einem weichen Rührkuchenteig gebacken, der ähnlich wie ein Muffinteig ist, aber etwas fester. Der Teig enthält mehr Mehl als flüssige Zutaten und wird durch Backpulver oder Hirschhornsalz locker. Durch die weiche Konsistenz lässt er sich am besten mit einem Spritzbeutel portionieren.
Wie bekomme ich einen Amerikaner rund?
Am einfachsten gelingt eine gleichmäßige runde Form mit einem Spritzbeutel und einer großen runden Tülle. Den Teig von der Mitte aus in kreisenden Bewegungen auf das Blech spritzen. Wer keinen Spritzbeutel hat, kann auch einen Gefrierbeutel nehmen und eine Ecke abschneiden. Zwei Esslöffel funktionieren ebenfalls – dann den Teighaufen mit feuchten Fingern kurz nachformen.
Warum heißt das Gebäck Amerikaner?
Der Ursprung ist nicht eindeutig belegt. Die häufigste Erklärung leitet den Namen vom Backtriebmittel Ammoniumhydrogencarbonat ab – aus dem Volksmund-Begriff Ammoniakaner wurde Amerikaner. Eine andere Theorie sieht eine Ähnlichkeit mit dem Stahlhelm amerikanischer Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. In der DDR hieß das Gebäck offiziell Ammonplätzchen.
Kann ich Amerikaner vorbereiten?
Ja. Die gebackenen, noch unglassierten Amerikaner lassen sich gut einfrieren und nach dem Auftauen frisch glasieren. Glasierte Amerikaner halten sich bei Raumtemperatur in einer luftdichten Dose 3–4 Tage. Den Teig kann man auch einen Tag im Voraus anrühren und im Kühlschrank aufbewahren – vor dem Backen kurz auf Zimmertemperatur bringen.
Was kann ich tun, wenn mein Zuckerguss nicht fest wird?
Zu flüssiger Guss enthält zu viel Wasser. Einfach mehr gesiebten Puderzucker einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Der Guss sollte vom Löffel langsam in dicken Tropfen fallen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann es länger dauern, bis er trocknet – ein leicht warmer Ofen (50 °C, Tür einen Spalt offen) beschleunigt das Trocknen.