Der Aperol Sour ist ein erfrischender Cocktail aus Aperol, frisch gepresstem Zitronensaft, Orangensaft und Zuckersirup. Er vereint die fruchtige Bitternote des Aperols mit der lebhaften Säure von Zitrusfrüchten – das Ergebnis ist leichter, lebhafter und weniger süß als ein Aperol Spritz. Wer eine samtige Schaumkrone möchte, gibt außerdem ein Eiweiß dazu.
Zutaten für Aperol Sour
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Aperol | 6 cl | |
| Zitronensaft | 3 cl | frisch gepresst |
| Orangensaft | 2 cl | frisch gepresst |
| Zuckersirup | 2 cl | |
| Eiweiß | 1 Stück | Größe M, optional |
| Eiswürfel | zum Shaken | |
| Orange | 1 Scheibe | zur Garnierung |
Zubereitung
- Shaker vorbereiten: Aperol, Zitronensaft, Orangensaft und Zuckersirup in den Cocktailshaker geben. Wer eine Schaumkrone möchte, fügt jetzt das Eiweiß hinzu.
- Dry Shake: Wird Eiweiß verwendet, den Shaker ohne Eis zunächst etwa 10 Sekunden kräftig schütteln. Dieser sogenannte Dry Shake bindet das Eiweiß auf und sorgt später für eine dichtere, standfestere Schaumkrone.
- Mit Eis shaken: Eine großzügige Portion Eiswürfel in den Shaker geben und nochmals 15–20 Sekunden kräftig schütteln, bis der Shaker außen deutlich beschlägt und eiskalt ist.
- Abseihen: Den fertigen Cocktail durch ein feines Doppelsieb in ein gekühltes Coupé- oder Tumblerglas abseihen. Das Doppelsieb hält kleine Eissplitter zurück und sorgt für einen seidig-glatten Drink.
- Garnieren: Eine dünne Orangenscheibe auf den Glasrand setzen. Optional zwei bis drei Tropfen Angostura Bitter auf die Schaumkrone geben und mit einem Zahnstocher ein Muster einziehen – ein schöner Kontrast zur weißen Haube.
Mit oder ohne Eiweiß?
Das Eiweiß ist beim Aperol Sour optional – aber es verändert den Charakter des Drinks erheblich. Ohne Eiweiß ist der Cocktail klar, frisch und unmittelbar fruchtig. Die Säure von Zitrone und Orange steht im Vordergrund. Mit Eiweiß entsteht eine cremig-samtige Textur und eine dichte weiße Schaumkrone, die den Drink elegant aufwertet. Die Säure wird leicht abgerundet, ohne dass der Cocktail süßer wird.
Wer Bedenken wegen rohem Eiweiß hat, kann auf pasteurisiertes Flüssigeiweiß aus dem Supermarkt zurückgreifen – das verhält sich beim Shaken genauso gut. Alternativ sorgt Aquafaba (das Kochwasser aus der Kichererbsendose, abgetropft) für eine vegane Schaumkrone mit sehr ähnlichem Ergebnis.
Der Dry Shake – also das erste Schütteln ohne Eis – ist der entscheidende Schritt für eine stabile Schaumkrone. Wer ihn weglässt, bekommt zwar Schaum, aber er fällt deutlich schneller zusammen. Mindestens 10 Sekunden einplanen, ruhig auch 15.
Variationen
Aperol Sour mit Grapefruit: Den Orangensaft durch frisch gepressten Grapefruitsaft ersetzen. Das gibt dem Cocktail eine herbere, leicht bittere Zitrusnote, die besonders gut zu Aperols Kräuterprofil passt.
Aperol Sour mit Blutorange: Blutorangensaft verleiht dem Drink eine tiefere Farbe und eine süßlich-fruchtige Note. Besonders lohnenswert im Winter, wenn Blutorangen Saison haben – der Cocktail bekommt dann ein sattes Rot.
Aperol Sour mit Campari: Wer es bitterer mag, ersetzt einen Teil des Aperols durch Campari. Das Verhältnis 4 cl Aperol und 2 cl Campari ergibt einen intensiveren, komplexeren Sour mit deutlicherer Bitternote.
Alkoholfreier Aperol Sour: Für eine alkoholfreie Version den Aperol durch einen alkoholfreien Aperitif wie Lyre’s Italian Orange ersetzen und wie gewohnt mit Zitronensaft, Orangensaft und Zuckersirup shaken.
Wer andere Sours entdecken möchte: unser Gin Sour Rezept und der Whiskey Sour folgen dem gleichen Grundprinzip – nur mit anderen Spirituosen als Basis.
Aperol Sour vs. Aperol Spritz
Beide Cocktails teilen die gleiche Hauptzutat, schmecken aber ganz unterschiedlich. Der Aperol Spritz lebt von Prosecco und Soda: Er ist spritzig, leicht, perlend und verhältnismäßig süß. Sein fruchtiger Aperol-Charakter wird durch die Kohlensäure aufgefrischt.
Der Aperol Sour dagegen ist ein geshakter Cocktail ohne Kohlensäure. Frischer Zitronensaft bringt echte Säure ins Spiel, die dem Aperol eine ganz andere Dimension gibt. Das Ergebnis ist intensiver, fruchtiger und weniger süßlich als der Spritz. Mit rund 145–165 kcal pro Glas liegt er deutlich unter dem Aperol Spritz mit etwa 230 kcal.
Für alle, die den Aperol Spritz zwar mögen, aber manchmal etwas Frischeres ohne Prickeln suchen, ist der Aperol Sour eine ausgezeichnete Wahl.
Die Geschichte des Aperol
Der Aperol Sour ist jung – aber seine Hauptzutat hat eine lange Geschichte. Aperol wurde im Jahr 1919 von den Brüdern Silvio und Luigi Barbieri in Padua, Norditalien, entwickelt. Sieben Jahre hatten sie an der Rezeptur gearbeitet, bevor sie ihr neues Getränk auf der Internationalen Handelsmesse in Padua vorstellten.
Das Besondere an Aperol war sein niedriger Alkoholgehalt von nur 11 % vol – für die damalige Zeit ungewöhnlich, da Aperitife deutlich stärker waren. Die Rezeptur vereint Rhabarber, Chinarinde, Gelben Enzian und Bitterorange mit aromatischen Kräutern zu einem fruchtig-bitteren Profil. Genau dieses Profil macht Aperol ideal für Sour-Cocktails: Die natürliche Bitterkeit harmoniert perfekt mit der Säure frischer Zitrusfrüchte.
Dass der Aperol Sour heute noch ein Geheimtipp geblieben ist, hat einen Grund: Nach der Übernahme durch die Campari Group konzentrierte sich das Marketing fast ausschließlich auf den Aperol Spritz. Der Sour geriet dadurch in Vergessenheit – bis er in den letzten Jahren von Cocktailbars und Heimbartendern wiederentdeckt wurde.
Was ist ein Sour-Cocktail?
Sours sind eine der ältesten Cocktailfamilien überhaupt. Der Barkeeper und Cocktailpionier Jerry Thomas beschrieb sie bereits 1862 in seinem Werk How to Mix Drinks. Das Prinzip ist denkbar einfach: Ein Sour besteht immer aus drei Elementen – einer Spirituose oder einem Likör, einer Zitrusfrucht (meist Zitronensaft) und einem Süßungsmittel (meist Zuckersirup).
Bekannte Sour-Cocktails sind der Whiskey Sour, der Gin Sour und der peruanische Pisco Sour. Der Aperol Sour reiht sich perfekt in diese Familie ein: Aperol übernimmt die Rolle der Spirituose, Zitronensaft bringt die Säure, und Zuckersirup balanciert das Ganze aus. Das Eiweiß ist dabei kein Pflichtbestandteil – aber es ist typisch für viele moderne Sour-Variationen und macht den Aperol Sour optisch und texturell besonders eindrucksvoll.
Was ist in einem Aperol Sour?
Ein Aperol Sour besteht aus Aperol, frisch gepresstem Zitronensaft, Orangensaft und Zuckersirup. Optional kommt Eiweiß dazu, das eine cremige Schaumkrone erzeugt. Das typische Verhältnis ist 6 cl Aperol, 3 cl Zitronensaft, 2 cl Orangensaft und 2 cl Zuckersirup.
Was ist der Unterschied zwischen Aperol Spritz und Aperol Sour?
Der Aperol Spritz wird mit Prosecco und Soda aufgefüllt – er ist spritzig, perlend und eher süß. Der Aperol Sour hingegen wird mit Zitronensaft und Zuckersirup geshakt. Er ist frischer, fruchtiger, weniger süß und hat keine Kohlensäure. Außerdem ist er mit ca. 145–165 kcal pro Glas deutlich kalorienärmer als der Spritz (ca. 230 kcal).
Wie macht man einen Sour-Cocktail?
Ein Sour-Cocktail wird nach einem einfachen Prinzip zubereitet: Likör oder Spirituose, frischer Zitronensaft und Zuckersirup werden mit Eis in einem Shaker kräftig geschüttelt und dann in ein Glas abgeseiht. Wer eine Schaumkrone möchte, gibt Eiweiß dazu und schüttelt zuerst kurz ohne Eis (Dry Shake).
Kann man Aperol Sour ohne Alkohol machen?
Ja. Den Aperol durch einen alkoholfreien Aperitif wie Lyre’s Italian Orange oder Bitter Lemon ersetzen. Mit frischem Zitronensaft, Orangensaft und Zuckersirup geshakt entsteht ein erfrischender alkoholfreier Sour-Drink mit ähnlichem Aroma.
Wie schmeckt ein Aperol Sour Cocktail?
Ein Aperol Sour schmeckt fruchtig-frisch mit einer angenehmen Bitternote. Der Zitronensaft bringt lebhafte Säure, der Orangensaft rundet mit natürlicher Süße ab, und Aperols Kräutercharakter gibt dem Cocktail Tiefe. Mit Eiweiß ist die Textur cremig-samtig; ohne Eiweiß ist er klar und sehr direkt-fruchtig.
In was für einem Glas wird ein Aperol Sour Cocktail serviert?
Ein Aperol Sour wird traditionell in einem Coupé-Glas serviert – das flache, breite Glasformat ist die klassische Wahl für geshakte Sours. Alternativ eignet sich ein Tumbler mit frischen Eiswürfeln. Im Coupé-Glas kommt die weiße Schaumkrone besonders gut zur Geltung.
Wo stammt der Aperol Sour her?
Der Aperol Sour ist eine Variation innerhalb der klassischen Sour-Cocktailfamilie, die seit mindestens 1862 dokumentiert ist. Aperol selbst wurde 1919 in Padua, Italien, von den Brüdern Silvio und Luigi Barbieri erfunden. Der Aperol Sour kombiniert also die jahrhundertealte Sour-Tradition mit dem italienischen Aperitif.
Kann man Aperol Sour vorbereiten?
Den Mix aus Aperol, Zitronensaft, Orangensaft und Zuckersirup kann man vorab anmischen und gekühlt aufbewahren. Direkt vor dem Servieren dann portionsweise mit Eis shaken und abseihen. So ist der Drink auch für Gruppen schnell zubereitet, ohne an Frische einzubüßen.