Chinakohl Rezept

Gebratener Chinakohl mit Knoblauch, Ingwer und Sojasauce — eine schnelle asiatische Beilage, die in 10 Minuten auf dem Tisch steht. Die Blätter bleiben knackig, die Aromen sind intensiv und der Aufwand minimal.

Zutaten für gebratenen Chinakohl

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Chinakohl1 Stückca. 800 g
neutrales Pflanzenöl2 ELz. B. Erdnuss- oder Rapsöl
Knoblauchzehen3 Stückfein gehackt
Ingwer1 Stückca. 2 cm, fein gerieben
Sojasauce2 ELhell
Sesamöl1 TLdunkel, geröstet
Reisessig1 TL
Chiliflocken1 Priseoptional
Sesam1 ELgeröstet, zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Chinakohl vorbereiten: Den Chinakohl der Länge nach halbieren und den Strunk am unteren Ende keilförmig herausschneiden. Die Hälften quer in etwa 3 cm breite Streifen schneiden. Die weißen Rippenteile und die grünen Blattteile getrennt bereithalten — die dicken Rippen brauchen etwas länger.
  2. Knoblauch und Ingwer anbraten: Das Pflanzenöl in einem Wok oder einer großen Pfanne bei hoher Hitze erhitzen, bis es leicht raucht. Knoblauch und Ingwer hineingeben und 20–30 Sekunden unter ständigem Rühren anbraten, bis es duftet. Bei Bedarf die Chiliflocken dazugeben.
  3. Chinakohl braten: Zuerst die weißen Rippenteile in den Wok geben und 2 Minuten unter Rühren scharf anbraten. Dann die grünen Blattteile dazugeben und weitere 1–2 Minuten mitbraten, bis die Blätter leicht zusammenfallen, aber noch knackig sind.
  4. Würzen und servieren: Sojasauce und Reisessig über den Chinakohl gießen und kurz durchschwenken. Den Wok vom Herd nehmen, das Sesamöl unterrühren und den Chinakohl mit geröstetem Sesam bestreut sofort servieren.

Variationen

Geschmorter Chinakohl: Den Chinakohl in größere Stücke schneiden, in einem Topf mit etwas Brühe zugedeckt 15–20 Minuten sanft schmoren. Er wird dabei butterweich und entwickelt eine feine Süße. Mit Austernsauce und Frühlingszwiebeln abschmecken.

Chinakohlsalat: Frischer Chinakohl lässt sich hervorragend roh als Salat zubereiten. In feine Streifen geschnitten, mit einem Dressing aus Sesamöl, Reisessig, Sojasauce und einem Hauch Honig anmachen. Geröstete Erdnüsse und Frühlingszwiebeln dazu — fertig.

Kimchi-Style: Den Chinakohl salzen, 2 Stunden ziehen lassen und mit einer Paste aus Gochugaru (koreanische Chiliflocken), Knoblauch, Ingwer, Fischsauce und etwas Zucker einreiben. Im Kühlschrank fermentieren lassen — nach 3–5 Tagen hat man ein einfaches Kimchi.

Gratiniert: Geschmorten Chinakohl in eine Auflaufform geben, mit Sahne und Gruyère überbacken. Die milde Süße des Kohls harmoniert überraschend gut mit würzigem Käse.

Dazu passt perfekt Reis als Sättigungsbeilage.

Chinakohl — mehr als nur Salat

Chinakohl stammt, wie der Name verrät, aus China, wo er seit über 1.500 Jahren angebaut wird. Nach Europa kam er erst im 19. Jahrhundert, in Deutschland wird er seit den 1970er-Jahren in nennenswertem Umfang kultiviert.

Botanisch gehört Chinakohl (Brassica rapa subsp. pekinensis) nicht zur selben Art wie die europäischen Kohlsorten — er ist enger mit der Speiserübe verwandt als mit Weißkohl oder Rotkohl. Das erklärt seinen deutlich milderen Geschmack und die zartere Textur.

In Korea ist Chinakohl die wichtigste Zutat für Kimchi, das Nationalgericht, das bei fast jeder Mahlzeit auf den Tisch kommt. Ein durchschnittlicher Koreaner isst rund 18 kg Kimchi pro Jahr.

Chinakohl hat mit nur 13 Kalorien pro 100 g den niedrigsten Energiegehalt aller Kohlsorten und liefert dabei reichlich Vitamin C, Folsäure und Kalium.


Kann man das Weiße vom Chinakohl mitessen?

Ja, der weiße Teil ist sogar der knackigste und saftigste Teil des Chinakohls. Die dicken weißen Rippen haben eine angenehm knusprige Textur und einen mild-süßlichen Geschmack. Sie brauchen beim Braten nur etwas länger als die dünnen grünen Blattteile — deshalb kommen sie immer zuerst in die Pfanne.


Was muss man bei Chinakohl wegschneiden?

Beim Chinakohl muss nur wenig entfernt werden. Den Strunk am unteren Ende keilförmig herausschneiden und eventuell welke oder beschädigte äußere Blätter entfernen. Alles andere ist essbar — sowohl die weißen Rippen als auch die grünen Blattspitzen. Das macht Chinakohl besonders sparsam in der Verarbeitung.


Wie bereitet man Chinakohl am besten zu?

Die schnellste Methode: in der Pfanne oder im Wok mit Knoblauch, Ingwer und Sojasauce scharf anbraten. In 5 Minuten fertig. Alternativ lässt er sich schmoren, als Salat roh essen oder in Suppen geben. Chinakohl verträgt hohe Hitze gut, sollte aber nicht zu lange gegart werden, damit er seine knackige Textur behält.


Wie lange ist Chinakohl haltbar?

Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich ein ganzer Chinakohl bis zu 2 Wochen — deutlich länger als die meisten anderen Kohlsorten. Angeschnittene Köpfe in Frischhaltefolie wickeln und innerhalb von 4–5 Tagen verbrauchen. Chinakohl lässt sich auch einfrieren: dafür blanchieren, abschrecken und portionsweise einfrieren.


Ist Chinakohl gesund?

Chinakohl ist sehr kalorienarm mit nur 13 kcal pro 100 g und enthält reichlich Vitamin C, Folsäure und Kalium. Außerdem liefert er sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate, die in Studien mit entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht werden. Durch seinen hohen Wassergehalt ist er besonders bekömmlich und leicht verdaulich.