Kohlrabi Rezept

Cremiger Rahmkohlrabi mit einer feinen Béchamelsoße — das Lieblingsgemüse der Deutschen, fertig in 25 Minuten. Die zarten Kohlrabistücke in der samtigen Sahnesoße sind die perfekte Beilage zu Schnitzel, Frikadellen oder Kartoffeln.

Zutaten für Rahmkohlrabi

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Kohlrabi3 Stückca. 600 g
Butter20 g
Mehl1 EL
Sahne200 ml
Kohlrabi-Kochwasser150 mlaufgefangen
Salz und Pfeffernach Geschmack
Muskatnuss1 Prisefrisch gerieben
Petersilie2 ELfrisch gehackt

Zubereitung

  1. Kohlrabi vorbereiten: Die Kohlrabi schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Zarte, kleine Blätter vom Kohlrabi aufheben — sie werden am Ende als Garnitur verwendet. Einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Kohlrabiwürfel darin 8–10 Minuten bissfest garen.
  2. Kochwasser auffangen: Die Kohlrabiwürfel abgießen und dabei 150 ml des Kochwassers in einem Messbecher auffangen. Dieses aromatische Wasser bildet zusammen mit der Sahne die Basis der Soße.
  3. Rahmsauce zubereiten: Die Butter im selben Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl einrühren und unter ständigem Rühren 1–2 Minuten anschwitzen, ohne dass es bräunt. Das aufgefangene Kochwasser und die Sahne nach und nach unter ständigem Rühren angießen. 2–3 Minuten köcheln lassen, bis die Soße sämig eindickt.
  4. Kohlrabi in der Soße erwärmen: Die gegarten Kohlrabiwürfel in die Rahmsauce geben und vorsichtig unterheben. Mit Salz, Pfeffer und einer großzügigen Prise Muskatnuss abschmecken. Kurz durchziehen lassen und mit frischer Petersilie bestreut servieren.

Variationen

Kohlrabischnitzel: Den Kohlrabi in 1 cm dicke Scheiben schneiden, 5 Minuten vorkochen, dann wie ein Wiener Schnitzel panieren und in Butterschmalz goldbraun braten. Besonders bei Kindern beliebt.

Kohlrabi roh als Salat: Frischen Kohlrabi in feine Stifte hobeln und mit einem Dressing aus Joghurt, Zitronensaft, Dill und etwas Honig anmachen. Knackig, frisch und voller Vitamine.

Kohlrabi aus dem Ofen: Die Würfel mit Olivenöl, Salz und Thymian mischen und bei 200 °C etwa 25 Minuten rösten, bis die Kanten goldbraun sind. Das Rösten bringt eine leichte Süße hervor.

Kohlrabi-Pommes: Den Kohlrabi in Stifte schneiden, mit etwas Öl und Gewürzen mischen und bei 220 °C im Ofen knusprig backen. Eine kalorienarme Alternative zu Kartoffel-Pommes.

Wissenswertes über Kohlrabi

Kohlrabi ist ein typisch deutsches Gemüse — so typisch, dass das Wort Kohlrabi in vielen Sprachen als Fremdwort übernommen wurde. In England, Frankreich und sogar Japan heißt er schlicht Kohlrabi.

Deutschland ist mit Abstand der größte Kohlrabi-Produzent weltweit. Rund ein Drittel der gesamten Welternte stammt aus deutschen Anbaugebieten. Dabei gibt es zwei Sorten: den verbreiteten weißen Kohlrabi mit hellgrüner Schale und den blauen Kohlrabi mit violetter Schale, der etwas kräftiger schmeckt.

Botanisch gesehen isst man beim Kohlrabi keine Wurzel, sondern eine verdickte Sprossachse — die Knolle wächst oberirdisch und ist eine Verdickung des Stängels. Die Blätter sind übrigens essbar und enthalten sogar mehr Nährstoffe als die Knolle selbst.


Welches Gewürz passt am besten zu Kohlrabi?

Muskatnuss ist das wichtigste Gewürz für Kohlrabi in Rahmsauce — frisch gerieben schmeckt sie deutlich aromatischer als fertig gemahlenes Pulver. Weitere gute Begleiter sind Petersilie, Dill, Schnittlauch und weißer Pfeffer. Für gerösteten Kohlrabi passen Thymian und Rosmarin. Kümmel verbessert zusätzlich die Bekömmlichkeit.


Ist Kohlrabi für Diabetiker geeignet?

Ja, Kohlrabi ist für Diabetiker sehr gut geeignet. Mit nur etwa 24 Kalorien und rund 4 g Kohlenhydraten pro 100 g hat er einen niedrigen glykämischen Index. Er enthält reichlich Vitamin C und Kalium. Als Beilage ohne schwere Soße ist Kohlrabi ein ideales Gemüse für eine bewusste Ernährung.


Kann man Kohlrabi roh essen?

Ja, Kohlrabi schmeckt roh ausgezeichnet. In dünne Stifte oder Scheiben geschnitten ist er ein beliebter Snack — mild, leicht süß und knackig. Roher Kohlrabi enthält mehr Vitamin C als gekochter, da das hitzeempfindliche Vitamin beim Kochen teilweise verloren geht. Kinder mögen rohe Kohlrabistifte oft besonders gern.


Wie erkennt man frischen Kohlrabi?

Frischer Kohlrabi hat eine feste, pralle Knolle ohne Risse oder holzige Stellen. Die Blätter sollten grün und knackig sein, nicht welk oder gelb. Die Größe sagt wenig über die Qualität — auch kleinere Knollen können sehr zart sein. Beim Anschneiden sollte das Fleisch saftig und weiß sein, nicht faserig oder trocken.


Muss man Kohlrabi schälen?

Ja, Kohlrabi muss geschält werden. Die äußere Schale ist faserig und zäh, besonders bei größeren Exemplaren. Mit einem Sparschäler oder Messer die Schale großzügig entfernen — lieber etwas mehr abschneiden, da die faserige Schicht direkt unter der Haut liegt. Nur bei sehr jungem, kleinem Kohlrabi vom Markt kann man die Schale mitessen.