Diese cremige Lauchsuppe ist in gut 35 Minuten auf dem Tisch und begeistert mit ihrem milden, butterweichen Aroma. Lauch, Kartoffeln und Sahne werden zu einer sämigen Lauchcremesuppe püriert, die wärmt, satt macht und dabei überraschend leicht ist. Das Rezept braucht nur wenige Zutaten – und gelingt auch Küchenanfängern auf Anhieb.

Zutaten für cremige Lauchsuppe

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Lauch (Porree)600 gnur das Weiße und Hellgrüne, ca. 3 Stangen
Kartoffeln300 gmehligkochend, für Bindung
Zwiebel1 Stückmittelgroß
Knoblauchzehen2 Stück
Butter2 ELoder Olivenöl für vegane Variante
Gemüsebrühe800 mlselbst gemacht oder aus dem Glas
Sahne150 mloder Hafercreme für vegan
Muskatnuss1 Prisefrisch gerieben
Salz und schwarzer Pfeffernach Geschmack
Schnittlauchzum Garnieren, optional

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten: Lauch längs halbieren, gründlich unter kaltem Wasser waschen und in feine Ringe schneiden. Kartoffeln schälen und in kleine Würfel (ca. 1 cm) schneiden – so garen sie schneller. Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
  2. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen: Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze zerlassen. Zwiebel darin 3–4 Minuten glasig dünsten, dann Knoblauch zugeben und weitere 1 Minute mitdünsten, bis ein aromatischer Duft aufsteigt.
  3. Lauch anbraten: Lauchring zugeben und unter gelegentlichem Rühren ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen. Der Lauch soll weich werden, aber nicht bräunen – das erhält die milde, süßliche Note.
  4. Kartoffeln und Brühe zugeben: Kartoffelwürfel in den Topf geben und kurz mitdünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen, alles einmal aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren.
  5. Suppe köcheln lassen: Suppe bei mittlerer Hitze ohne Deckel 18–20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln vollständig weich sind. Mit einer Gabel testen: Sie müssen sich mühelos zerdrücken lassen.
  6. Pürieren: Topf vom Herd nehmen und die Suppe mit einem Stabmixer direkt im Topf fein pürieren. Wer eine besonders glatte Lauchcremesuppe möchte, kann sie anschließend durch ein feines Sieb streichen.
  7. Verfeinern und abschmecken: Sahne einrühren und die Suppe bei niedriger Hitze nochmals kurz erwärmen – nicht mehr kochen. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss kräftig abschmecken. Wer mag, gibt einen Spritzer Zitronensaft dazu.
  8. Anrichten: Heiße Lauchsuppe in vorgewärmte Suppenschüsseln füllen. Mit frisch geschnittenem Schnittlauch bestreuen. Ein Klecks Sahne oder ein Schuss gutes Olivenöl obenauf macht die Suppe besonders ansehnlich.

Tipps für die perfekte Lauchsuppe

Lauch gründlich waschen: Zwischen den Schichten setzt sich oft Erde ab. Lauch deshalb längs halbieren und unter fließendem Wasser gründlich spülen – sonst knirscht die Suppe unangenehm zwischen den Zähnen.

Kartoffeln sorgen für Bindung: Mehligkochende Kartoffeln machen die Lauchsuppe sämig, ohne dass Mehl oder Speisestärke nötig wäre. Festkochende Sorten pürieren sich weniger gut und können leicht eine klebrige Konsistenz geben.

Nicht zu heiß anbraten: Lauch ist empfindlich. Wird er bei zu hoher Hitze gebraten, entwickelt er einen leicht bitteren Geschmack. Mittlere Temperatur und Geduld sind hier der Schlüssel.

Sahne erst zum Schluss: Wer die Sahne zu früh einrührt und sie lange kocht, riskiert, dass sie ausflockt oder die Suppe eine fettige Schicht bekommt. Deshalb: Sahne erst nach dem Pürieren einrühren und nur noch sanft erwärmen.

Brühe selbst gemacht lohnt sich: Eine selbst gemachte Gemüsebrühe gibt der Lauchsuppe deutlich mehr Tiefe als ein Würfel. Wer Zeit hat, bereitet sie vorab zu – sie hält sich im Kühlschrank eine Woche.

Konsistenz anpassen: Zu dickflüssig? Einfach mehr heiße Brühe einrühren. Zu dünn? Einige Kartoffelwürfel beiseitestellen, nach dem Pürieren zugeben und nochmals kurz pürieren.

Variationen der Lauchsuppe

Die cremige Lauchsuppe lässt sich auf viele Arten abwandeln – hier die beliebtesten Varianten:

Lauchsuppe mit Hackfleisch: Vor dem Anschwitzen von Zwiebel und Lauch 300 g gemischtes Hackfleisch im Topf krümelig anbraten, salzen und pfeffern, dann beiseitestellen. Am Ende zur fertigen Suppe geben – das macht sie herzhafter und sättigt stärker.

Vegane Lauchsuppe: Butter durch Olivenöl oder vegane Margarine ersetzen, Sahne durch Hafercreme oder Cashewcreme tauschen. Der Geschmack bleibt mild und cremig, die Suppe ist dann komplett pflanzlich.

Käse-Lauch-Suppe: Wer es käsiger mag, versucht unsere Käse-Lauch-Suppe – dort wird Schmelzkäse eingerührt, was für ein besonders reichhaltiges Geschmacksprofil sorgt.

Lauchsuppe mit Speck: Einige Scheiben Speck in Streifen schneiden und knusprig ausbraten. Als Topping auf der fertigen Suppe servieren – der Kontrast aus cremiger Suppe und knusprigem Speck ist unschlagbar.

Vichyssoise – die kalte Variante: Die Suppe nach dem Pürieren vollständig abkühlen lassen, dann mit kalter Sahne verfeinern und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kühlen. Kalt serviert ist sie die klassische französische Vichyssoise.

Lauchsuppe mit Ingwer: Eine 2 cm große Ingwerknolle fein reiben und zusammen mit dem Knoblauch anschwitzen. Das gibt der Suppe eine leichte Schärfe und wärmende Note – ideal im Herbst und Winter.

Lauchsuppe als Einlage: Statt vollständig zu pürieren, kann ein Drittel der Suppe vor dem Pürieren entnommen werden. Nach dem Pürieren wieder einrühren – so hat die Suppe sowohl Cremigkeit als auch Biss.

Die Geschichte der Lauchsuppe

Lauch ist eines der ältesten angebauten Gemüse der Welt. Im antiken Ägypten galt er als Nahrungsmittel der einfachen Bevölkerung und der Arbeiter, die die Pyramiden errichteten. Im Mittelalter war Lauch in ganz Europa verbreitet und Grundbestandteil der bäuerlichen Küche – eine simple Suppe aus Lauch, Wasser und Schmalz war erschwinglich und sättigend.

Die wohl berühmteste Weiterentwicklung der Lauchsuppe ist die Vichyssoise – eine kalt servierte Lauchcremesuppe, die der französische Küchenchef Louis Diat (1885–1957) in New York erfand. Diat arbeitete im Ritz-Carlton Hotel und ließ sich von seiner Kindheitserinnerung an die warme Lauchsuppe seiner Mutter im französischen Vichy inspirieren. Im Sommer 1917 servierte er erstmals eine gekühlte Version mit Sahne – und erschuf damit ein Gericht, das bis heute zu den Höhepunkten der französischen Küche gezählt wird.

In Deutschland ist die Lauchsuppe vor allem in ihrer herzhaften, winterlichen Form bekannt. Die Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch hat sich seit den 1980er Jahren als beliebte Hausmannskost etabliert. Die cremige, klare Variante ohne Käse ist dagegen feiner und leichter – und erlebt gerade ein Revival in der zeitgemäßen, pflanzenbetonten Küche.

In Wales gilt Lauch sogar als nationales Symbol: Das Lauchsymbol taucht auf walisischen Münzen auf und wird am St.-David’s-Tag, dem 1. März, als Abzeichen getragen. Ob diese Tradition direkt mit der Lauchsuppe zusammenhängt, ist historisch nicht belegt – der Stolz auf das Gemüse ist jedoch unübersehbar.

Lauchsuppe lagern und aufwärmen

Kühlschrank: Abgekühlte Lauchsuppe hält sich in einem verschlossenen Behälter 3–4 Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren langsam bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen und bei Bedarf mit etwas Brühe verdünnen, da die Suppe im Kühlschrank eindickt.

Einfrieren: Lauchsuppe ohne Sahne lässt sich hervorragend einfrieren – bis zu 3 Monate. Sahne wird beim Einfrieren und Wiederauftauen grieselig, deshalb erst nach dem Auftauen frisch einrühren. In Portionsbehältern einfrieren, damit immer nur so viel aufgetaut wird wie nötig.

Aufwärmen: Einmal aufgetaut und erwärmt, sollte die Suppe nicht erneut eingefroren werden. Am besten im Topf bei niedriger Hitze und unter regelmäßigem Rühren erwärmen – in der Mikrowelle klumpt die Suppe leicht.


Was brauche ich alles für eine Lauchsuppe?

Für eine cremige Lauchsuppe braucht es nur wenige Grundzutaten: Lauch (Porree), Kartoffeln (für die Bindung), eine Zwiebel, Knoblauch, Butter, Gemüsebrühe und Sahne. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Schnittlauch als Garnitur ist optional, macht die Suppe aber optisch und geschmacklich frischer. Besondere Küchengeräte braucht es nicht – ein Topf und ein Stabmixer reichen aus.

Wie gesund ist Lauchsuppe?

Lauchsuppe ist überraschend nährstoffreich. Lauch (Porree) enthält viel Folsäure, Vitamin K, Vitamin C sowie Kalium, Kalzium und Eisen. Die enthaltenen Flavonoide wirken antioxidativ. Lauch hat zudem präbiotische Eigenschaften, unterstützt also die Darmflora. Die Suppe selbst ist kalorienarm – ohne Sahne kommt eine Portion auf unter 150 kcal. Mit Sahne und Kartoffeln liegt sie bei etwa 220–250 kcal pro Teller, macht aber gut satt.

Wie dickt man eine Lauchsuppe an, wenn sie zu dünn ist?

Wer keine Kartoffeln verwendet hat, kann die Lauchsuppe auf zwei Arten andicken: Entweder 1–2 EL Mehl nach dem Anschwitzen einrühren und kurz mitrösten, bevor die Brühe zugegossen wird. Oder eine Mehlschwitze separat zubereiten und unterrühren. Wer es lieber ohne Mehl mag, gibt einfach mehr Kartoffeln zur Suppe und püriert alles gründlich – das Stärkemehl der Kartoffeln bindet natürlich und gibt gleichzeitig Cremigkeit.

Was kann man zur Lauchsuppe dazu essen?

Zur cremigen Lauchsuppe passen viele Beilagen hervorragend. Frisches Baguette oder Sauerteigbrot zum Tunken ist der Dauerbrenner. Wer die Suppe als Vorspeise serviert, reicht dazu geröstete Brotscheiben oder Croutons. Als Topping auf der Suppe machen sich knuspriger Speck, Crème fraîche, geröstete Kürbiskerne oder ein Schuss Trüffelöl. Als Hauptgericht ergänzen ein einfacher grüner Salat oder Käsebrot die Mahlzeit perfekt.

Kann ich Lauchsuppe auch ohne Kartoffeln zubereiten?

Ja, eine Lauchsuppe ohne Kartoffeln geht gut. In diesem Fall sorgt entweder Mehl oder Crème fraîche für Bindung, alternativ lässt man die Suppe nach dem Pürieren einfach etwas länger einkochen. Die Suppe wird dann etwas weniger sämig, aber aromatischer im Lauch-Geschmack. Eine weitere Option ist, einen Teil des Lauchs als Einlage in feine Ringe geschnitten zurückzuhalten und erst nach dem Pürieren einzurühren.

Wie lange ist Lauchsuppe haltbar?

Im Kühlschrank hält sich Lauchsuppe in einem gut verschlossenen Behälter 3–4 Tage. Eingefroren (ohne Sahne) ist sie bis zu 3 Monate haltbar. Nach dem Auftauen die Sahne frisch einrühren, da sie beim Einfrieren ihre Konsistenz verliert. Beim Wiedererwärmen etwas Brühe zugeben, da die Suppe im Kühlschrank eindickt.

Was ist der Unterschied zwischen Lauchsuppe und Vichyssoise?

Beide basieren auf Lauch und Kartoffeln, unterscheiden sich aber in Temperatur und Stil: Lauchsuppe wird warm serviert und ist ein deftiges, schnelles Alltagsgericht. Vichyssoise dagegen ist die elegante, klassisch-französische Variante – sie wird kalt oder lauwarm serviert, ist besonders glatt püriert und mit reichlich Sahne verfeinert. Der Name kommt von der Stadt Vichy in Frankreich; erfunden wurde sie allerdings 1917 vom Franzosen Louis Diat in einem New Yorker Hotel.