Butterkekse sind zarte, mürbe Kekse mit einem intensiven Buttergeschmack – schnell gemacht und unwiderstehlich gut. Der einfache Teig aus wenigen Zutaten lässt sich wunderbar ausrollen und in beliebige Formen ausstechen. Ob pur, mit Schokoladenglasur oder bestäubt mit Puderzucker: diese Kekse schmecken das ganze Jahr.

Zutaten für Butterkekse

Zutaten für Stück

ZutatMengeHinweise
Weizenmehl250 gType 405
Butter150 gZimmertemperatur, weich
Puderzucker100 ggesiebt
Ei1 StückGröße M
Vanillezucker1 Pck.
Salz1 Prise
Backpulver0.5 TL

Zubereitung

  1. Butter cremig rühren: Butter, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mit dem Handmixer bei mittlerer Stufe ca. 2–3 Minuten cremig und luftig rühren. Die Butter sollte Zimmertemperatur haben – zu kalte Butter lässt sich nicht gut verarbeiten.
  2. Ei unterrühren: Das Ei aufschlagen und kurz unter die Buttermasse rühren, bis alles gleichmäßig verbunden ist. Nicht zu lang rühren, sobald das Ei eingearbeitet ist, aufhören.
  3. Teig kneten: Mehl und Backpulver zusammen sieben und zur Buttermasse geben. Mit den Knethaken oder per Hand zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Nicht zu lange kneten – der Teig soll gerade eben zusammenkommen.
  4. Teig kühlen: Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten (besser 60 Minuten) im Kühlschrank ruhen lassen. Der Kühlschrank-Schritt ist entscheidend: Kalter Teig lässt sich viel besser ausrollen und die Kekse behalten ihre Form beim Backen.
  5. Backofen vorheizen: Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.
  6. Ausrollen und ausstechen: Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3–4 mm dünn ausrollen. Mit beliebigen Ausstechformen Kekse ausstechen und auf die Backbleche legen. Reste neu zusammenkneten, kurz kühlen und erneut ausrollen.
  7. Backen: Die Kekse im vorgeheizten Ofen 8–10 Minuten backen, bis sie an den Rändern ganz leicht goldgelb werden. Die Mitte darf noch hell wirken – sie wird beim Abkühlen fest. Nicht warten bis die Kekse braun sind, sonst werden sie zu hart.
  8. Abkühlen lassen: Die Kekse nach dem Backen 5 Minuten auf dem Blech lassen (sie sind noch weich), dann vorsichtig auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen. Erst nach dem Abkühlen sind Butterkekse in ihrer typischen mürben Textur.

Variationen

Butterkekse sind eine perfekte Basis für viele Abwandlungen. Schokolade ist die beliebteste Variante: einfach die abgekühlten Kekse halb in geschmolzene Zartbitter- oder Vollmilchschokolade tauchen und auf Backpapier trocknen lassen. Wer es weihnachtlich mag, gibt einen halben Teelöffel Zimt oder eine Prise Kardamom in den Teig.

Für Zitronenkekse die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone in den Teig einarbeiten – das ergibt ein frisches, leicht herbes Aroma. Eine weitere Variante: zwei Kekse mit Erdbeermarmelade oder Aprikosenkonfitüre zusammenkleben und den Rand in Schokolade tauchen.

Wer eine vegane Version backen möchte, ersetzt Butter durch pflanzliche Margarine und das Ei durch einen Esslöffel Speisestärke gemischt mit zwei Esslöffeln Wasser. Der Teig wird etwas weniger mürbe, aber das Ergebnis ist trotzdem lecker.

Wer noch mehr Keksrezepte zum Ausprobieren sucht: unser Kekse Rezept zeigt verschiedene Grundteige im Vergleich. Für etwas knusprigeres Gebäck lohnt sich auch ein Blick auf unser Shortbread Rezept – der schottische Verwandte der Butterkekse.

Die Geschichte des Butterkekses

Der Butterkeks hat eine überraschend internationale Geschichte. Den Anfang machte 1886 die französische Bäckerei Lefèvre-Utile mit dem ersten industriell hergestellten Butterkeks – die charakteristische rechteckige Form mit 14 Zähnen längs und 10 Zähnen quer stammt aus dieser Zeit. 1891 brachte die Hannoveraner Firma Bahlsen den Leibniz-Keks auf den Markt, benannt nach dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz, der ebenfalls aus Hannover stammte.

Die dänische Version – bekannt durch die blauen Blechdosen – hat seit den 1960er Jahren weltweite Bekanntheit erlangt. Die Dose selbst wurde zum Kultgegenstand: Bis heute werden leere Butterkeks-Dosen rund um den Globus als Nähkasten, Aufbewahrungsbox oder Rezeptdose zweckentfremdet – ein Phänomen, das im Internet als Running Gag kursiert.

Das Wort „Keks“ selbst ist ein Lehnwort aus dem Englischen: Es stammt von „cakes“ und setzte sich im 19. Jahrhundert im deutschen Sprachraum für englisches Dauergebäck durch.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Kekse zu hart: Der häufigste Fehler. Ursache ist entweder zu langes Backen oder zu dünnes Ausrollen. Kekse herausnehmen, sobald die Ränder ganz leicht goldgelb werden – die Mitte wirkt dann noch weich, wird aber beim Abkühlen knusprig-mürbe.

Teig klebt zu sehr: Die Butter war zu warm. Teig einfach länger kühlen, mindestens eine Stunde. Beim Ausrollen hilft es, den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier auszurollen – so braucht man weniger Mehl auf der Arbeitsfläche und der Teig wird nicht zäh.

Kekse verlieren die Form beim Backen: Teig nicht kalt genug. Den ausgestochenen Keksen nochmal 10 Minuten im Kühlschrank gönnen, bevor sie in den Ofen kommen. Das stabilisiert die Butter und die Formen bleiben scharf.

Teig bröckelt beim Ausrollen: Zu wenig Bindung. Ein Teelöffel kaltes Wasser oder etwas mehr Eigelb einarbeiten und den Teig erneut kurz kneten. Wer einen grundsoliden Keksteig als Basis sucht, findet dort weitere Tipps zum richtigen Verhältnis der Zutaten.

Lagerung und Haltbarkeit

Vollständig abgekühlte Butterkekse in einer luftdichten Metalldose aufbewahren – das klassische Material, das Feuchtigkeit fernhält und die Kekse knusprig hält. Bei Raumtemperatur halten sie sich problemlos 3–4 Wochen. Keine Plastikdosen verwenden, denn Plastik kann Kondenswasser bilden und die Kekse weich werden lassen.

Roher Teig lässt sich einfrieren: Als Rolle geformt hält er sich bis zu 3 Monate im Gefrierfach. Einfach die gewünschte Menge aufgeschnitten direkt ausstechen oder angetaut ausrollen – praktisch für spontane Backlust. Auch fertig gebackene Kekse lassen sich einfrieren und bei Raumtemperatur in ca. 30 Minuten auftauen.


Wie lange halten sich Butterkekse?

In einer luftdichten Metalldose bei Raumtemperatur halten sich Butterkekse 3–4 Wochen. Wichtig: vollständig auskühlen lassen, bevor sie in die Dose kommen – warme Kekse bilden Kondenswasser und werden weich. Im Gefrierfach halten sie sich bis zu 3 Monate.

Warum werden meine Butterkekse zu hart?

Zu harte Butterkekse entstehen fast immer durch zu langes Backen. Die Kekse sollten aus dem Ofen, sobald die Ränder ganz leicht golden sind – die Mitte darf noch weich wirken. Sie werden beim Abkühlen mürbe. Auch zu dünnes Ausrollen (unter 3 mm) macht Kekse schneller hart.

Kann man Butterkekse einfrieren?

Ja, sowohl der rohe Teig als auch fertig gebackene Kekse lassen sich einfrieren. Den Teig als Rolle formen und einfrieren – hält bis zu 3 Monate. Fertige Kekse gefrieren gut in einer Schicht ein, dann in einen Beutel füllen. Bei Raumtemperatur in ca. 30 Minuten auftauen.

Was ist der Unterschied zwischen Butterkeksen und Shortbread?

Beide basieren auf Butter, Mehl und Zucker, unterscheiden sich aber in der Textur und den Zutaten. Shortbread (schottisch) enthält kein Ei, mehr Butter und oft etwas Stärke – das Ergebnis ist mürber und bröseliger. Butterkekse enthalten ein Ei, was sie stabiler und schnittfester macht. Außerdem enthält Shortbread meist keinen Vanillezucker.

Kann man Butterkekse ohne Ei backen?

Ja. Das Ei kann durch 1 EL Speisestärke gemischt mit 2 EL Wasser ersetzt werden. Die Kekse werden etwas weniger mürbe und etwas fester, funktionieren aber gut. Eine weitere Option ist 2 EL Pflanzenjoghurt. Für vegane Kekse auch die Butter durch pflanzliche Margarine ersetzen.

Warum muss der Teig in den Kühlschrank?

Der Kühlschrank-Schritt hat zwei Funktionen: Erstens wird die Butter wieder fest, wodurch sich der Teig viel besser ausrollen lässt ohne zu kleben. Zweitens behalten die ausgestochenen Kekse beim Backen ihre Form, weil die kalte Butter langsamer schmilzt. Mindestens 30 Minuten kühlen, bei weicher Butter besser 60 Minuten.

Welche Ausstechformen eignen sich für Butterkekse?

Alle Metallformen mit scharfen Kanten funktionieren gut. Einfache Sterne, Herzen und Kreise sind ideal für Anfänger. Sehr feine Details (z. B. dünne Blütenblätter) verwischen leicht – hierfür Teig besonders gut kühlen und dünn ausrollen. Für den Weihnachtsteller sind Weihnachtsbaum, Stern und Engel besonders beliebt.

Wie viele Kalorien haben Butterkekse?

Ein Butterkeks (ca. 8–10 g) hat ungefähr 40–50 Kalorien. Pro 100 g kommen Butterkekse auf etwa 480–500 kcal, da Butter und Puderzucker den größten Anteil ausmachen. Wer Kalorien sparen möchte, kann einen Teil des Mehls durch Haferflocken ersetzen – das ändert die Textur etwas, macht die Kekse aber sättigender.