Kunafa Milkshake

Kunafa Milkshake — der Geschmack des berühmten arabischen Desserts als cremiger Shake. Knusprige Kadayif-Fäden, Rosenwasser, Pistazien und Vanilleeis ergeben ein orientalisches Geschmackserlebnis, das an die Patisserien von Nablus erinnert.

Zutaten für Kunafa Milkshake

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Kadayif-Teigfäden60 gtiefgekühlt
Butter1 ELoder Ghee
Honig1 ELfür die Kadayif
Kugeln Vanilleeis4 Stück
Milch200 mlkalt
Pistaziencreme2 ELoder Pistazienmus
Rosenwasser1 TL
Orangenblütenwasser0.5 TL
Salz1 Prise
Gehackte Pistazienzum Garnieren
Geröstete Kadayif-Fädenzum Garnieren

Zubereitung

  1. Kadayif rösten: Die Kadayif-Fäden leicht antauen lassen und mit den Händen auflockern. Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, Kadayif und Honig dazugeben und unter ständigem Rühren 4 bis 5 Minuten goldbraun und knusprig rösten. Auf einem Teller vollständig auskühlen lassen. Die Hälfte für die Garnitur beiseitelegen.
  2. Mixen: Vanilleeis, kalte Milch, Pistaziencreme, die Hälfte der gerösteten Kadayif, Rosenwasser, Orangenblütenwasser und Salz in den Mixer geben. Auf mittlerer Stufe mixen, bis alles cremig ist — etwa 20 bis 30 Sekunden. Die Kadayif-Fäden lösen sich teilweise auf und geben dem Shake eine leichte, nussig-buttrige Textur.
  3. Abschmecken: Probieren. Das Rosenwasser und Orangenblütenwasser sollten deutlich spürbar sein, aber nicht parfümartig — bei Blütenwässern ist weniger immer mehr. Die Pistaziencreme gibt Nussigkeit und Süße, bei Bedarf einen Teelöffel Honig zugeben.
  4. Servieren: Den Kunafa Milkshake in hohe Gläser füllen. Mit den restlichen gerösteten Kadayif-Fäden und gehackten Pistazien garnieren. Sofort servieren — die Kadayif-Fäden weichen innerhalb von Minuten auf.

Variationen

Nutella-Kunafa: Zwei Esslöffel Nutella statt Pistaziencreme verwenden — eine moderne Fusion, die in arabischen Dessert-Shops von Dubai bis Berlin populär ist. Die Haselnuss-Schokolade gibt dem Shake eine völlig andere Richtung.

Dubai-Chocolate-Style: Zusätzlich zur Pistaziencreme einen Riegel Milchschokolade mitmixen — inspiriert vom viralen Dubai-Schokoladenriegel (Schokolade + Kadayif + Pistaziencreme), der 2024 auf TikTok so populär wurde, dass er in den USA eine Pistaziencreme-Knappheit auslöste.

Mit Orangenblütenwasser statt Rosenwasser: Im Libanon und in Ägypten wird Kunafa häufiger mit Orangenblütenwasser als mit Rosenwasser aromatisiert. Den Shake komplett auf Orangenblüte umstellen gibt ihm eine zitrusartigere, weniger blumige Note.

Käse-Kunafa-Shake: Einen Esslöffel Mascarpone oder Frischkäse untermixen — eine Anspielung auf die traditionelle Käsefüllung der Kunafa Nabulsieh. Die salzige Cremigkeit des Käses kontrastiert die Süße.

Warme Version: Den Shake ohne Eis zubereiten: warme Milch, Pistaziencreme, Rosenwasser und die gerösteten Kadayif. Ergibt ein Getränk, das an Sahlab erinnert — perfekt für kalte Abende.

Was ist Kunafa?

Kunafa (auch Knafeh, Künefe oder Kanafeh geschrieben) ist eines der berühmtesten Desserts der arabischen Welt. Es besteht aus hauchdünnen Kadayif-Teigfäden (auch Engelshaar oder Kataifi genannt), die in Butter gebraten oder gebacken werden, mit einer Füllung aus Käse, Sahne oder Grieß, und zum Schluss in Zuckersirup mit Rosenwasser getränkt.

Das Ergebnis: außen knusprig-golden, innen cremig-schmelzend, durchtränkt von blumiger Süße. Garniert mit gehackten Pistazien. In der arabischen Welt wird Kunafa warm serviert — frisch aus dem Ofen, oft schon zum Frühstück.

Die drei Gesichter der Kunafa

Kunafa Khishneh (grob): Die bekannteste Form — lange, dünne Kadayif-Fäden, goldbraun gebacken. Knusprig, mit dem typischen Fadenwerk. International die verbreitetste Variante.

Kunafa Na’ameh (fein): Aus feinem Grießteig statt Kadayif-Fäden. Weich und zart statt knusprig. Besonders beliebt in Syrien.

Kunafa Nabulsieh: Der Goldstandard aus Nablus, Palästina — mit lokalem salzigen Nabulsi-Käse (Schafsmilch), einer markanten orangefarbenen Kruste und Orangenblütensirup. Die Variante, an der alle anderen gemessen werden.

Nablus — die Hauptstadt der Kunafa

Die Stadt Nablus in Palästina gilt als die unbestrittene Hauptstadt der Kunafa. Die Verbindung reicht mindestens bis 1950 zurück, als Bücher bereits notierten: Nablus ist berühmt für seine Knafeh. Lokale Legenden schreiben die Erfindung den Bäckern von Nablus zu, die das Dessert angeblich für den Besuch eines osmanischen Sultans kreierten.

2009 stellten Bäcker aus Nablus einen Guinness-Weltrekord auf: eine Kunafa von 74 bis 75 Metern Länge und über 1.765 Kilogramm Gewicht — die größte Kunafa der Welt.

Die genaue Herkunft ist unter Historikern umstritten. Manche verorten den Ursprung im fatimidischen Ägypten des 10. Jahrhunderts, andere im umayyadischen Damaskus. Eine populäre Erzählung besagt, dass Ärzte die Kunafa erfanden, um den Hunger der Kalifen während des Ramadan zu stillen. Im 13. Jahrhundert beschrieb ein Kochbuch aus dem Maghreb bereits Rezepte für dünne Teigfladen mit Frischkäse, gebacken und in Honig mit Rosensirup getränkt — erkennbar die Vorläufer der heutigen Kunafa.

Rosenwasser und Orangenblütenwasser

Rosenwasser und Orangenblütenwasser sind das aromatische Rückgrat der nahöstlichen Patisserie — sie übernehmen die Rolle, die in der westlichen Küche Vanille und Zimt spielen.

Rosenwasser wird durch Destillation von Rosenblütenblättern (meist Rosa damascena) gewonnen — eine Technik, die seit Jahrhunderten in Persien, Ägypten und Indien praktiziert wird. In der islamischen Kultur hat Rosenwasser eine besondere Bedeutung: Die Kaaba in Mekka wird zweimal jährlich mit Rosenwasser gewaschen — während des Hadsch und im Ramadan.

Orangenblütenwasser (auch Mazaher genannt) wird aus den Blüten der Bitterorange destilliert und hat ein zitrusartigeres, weniger blumiges Aroma als Rosenwasser. Im Libanon und in der Levante ist es ein Zeichen festlicher Küche und Gastfreundschaft.

Beide werden hauptsächlich im Zuckersirup (Attar/Qater) verwendet, der über fertige Desserts gegossen wird: Zucker + Wasser + Zitronensaft aufkochen, dann mit Rosenwasser und/oder Orangenblütenwasser abschmecken. Derselbe Sirup kommt bei Kunafa, Baklava, Basbousa und vielen anderen Süßspeisen zum Einsatz.

Dosierung im Milkshake: Maximal je 1 Teelöffel Rosen- und Orangenblütenwasser auf 2 Portionen. Beide sind hochkonzentriert — zu viel lässt den Shake parfümartig statt aromatisch schmecken.

Was sind Kadayif-Fäden?

Kadayif (auch Kataifi oder Engelshaar) sind hauchdünne Teigfäden aus Mehl und Wasser. Die Herstellung ist eine Kunst: Ein flüssiger Teig wird durch einen perforierten Behälter auf eine heiße Metallplatte getropft — die entstehenden Fäden sehen aus wie blondes Engelshaar. Diese Technik entstand im späten Mittelalter unter den Osmanen.

Kadayif-Fäden gibt es tiefgekühlt in türkischen und arabischen Supermärkten. In Butter geröstet werden sie goldbraun, knusprig und buttrig-nussig — genau die Textur, die den Kunafa Milkshake von allen anderen Shakes unterscheidet.

Tipp: Kadayif lassen sich am besten zerkleinern, wenn sie noch leicht gefroren sind. Komplett aufgetaut werden sie klebrig und schwer zu handhaben.


Was ist Kunafa?

Kunafa ist ein arabisches Dessert aus hauchdünnen Kadayif-Teigfäden, die in Butter gebraten, mit Käse oder Sahne gefüllt und in Rosenwasser-Zuckersirup getränkt werden. Es stammt aus dem Nahen Osten und wird warm serviert — knusprig außen, cremig innen.

Wie schmeckt Kunafa?

Kunafa schmeckt gleichzeitig knusprig und cremig, buttrig und blumig, süß und leicht salzig (durch den Käse). Die Texturkontraste machen den besonderen Reiz aus. Im Milchshake bleibt der buttrig-nussige Geschmack der gerösteten Kadayif erhalten, ergänzt durch Pistazie und Rosenwasser.

Was sind Kadayif-Fäden?

Kadayif (auch Kataifi oder Engelshaar) sind hauchdünne Teigfäden aus Mehl und Wasser. Man findet sie tiefgekühlt in türkischen und arabischen Supermärkten. In Butter geröstet werden sie goldbraun und knusprig — die Basis für Kunafa und viele andere nahöstliche Desserts.

Kann man den Kunafa Milkshake ohne Kadayif machen?

Ohne Kadayif fehlt die knusprige Textur, die den Shake besonders macht. Als Notlösung: zerbröselte Kekse oder Blätterteigkrümel ersetzen die Knusprigkeit teilweise, kommen aber nicht an das Original heran. Der Pistazie-Rosenwasser-Geschmack bleibt erhalten.

Wo bekommt man Kadayif-Fäden?

Tiefgekühlt in türkischen und arabischen Supermärkten, in gut sortierten Lebensmittelgeschäften oder online. Sie halten im Gefrierschrank mehrere Monate und lassen sich direkt aus dem Tiefkühler verarbeiten.

Ist Rosenwasser das Gleiche wie Rosenöl?

Nein — Rosenwasser ist das wässrige Destillat der Rosenblüten und wird beim Kochen teelöffelweise dosiert. Rosenöl (ätherisches Öl) ist hochkonzentriert und darf nicht verzehrt werden — es hat nichts in der Küche zu suchen.

Wie lange hält sich ein Kunafa Milkshake?

Sofort trinken — die Kadayif-Fäden weichen innerhalb weniger Minuten auf und verlieren ihre Knusprigkeit. Das ist der Charme und die Achillesferse dieses Shakes zugleich.