Matjes Hausfrauenart

Matjes Hausfrauenart ist ein traditionelles Gericht der norddeutschen Küche. Zarte Matjesfilets ziehen in einer cremigen Sauce aus Schmand, saurer Sahne und Sahne, ergänzt durch säuerlichen Apfel, milde Zwiebel und frischen Dill. Mit Pellkartoffeln serviert ist das Gericht ein herzhaftes Sommeressen, das nach Nordsee, Hafen und Sonne schmeckt.

Zutaten für Matjes Hausfrauenart

Zutaten für Portionen

Für die Hausfrauensauce

ZutatMengeHinweise
Matjesfilets8 StückDoppelfilet möglich, ca. 400-500 g
säuerlicher Apfel1 Stückz. B. Boskop oder Granny Smith
weiße Zwiebel1 Stückoder 2 Schalotten
Gewürzgurken2 Stückoptional, für mehr Säure
saure Sahne150 g10 % Fett
Schmand100 g
Schlagsahne100 ml
Zitronensaft1 ELfrisch gepresst
Weißweinessig1 EL
mittelscharfer Senf1 TL
Zucker1 Prise
Salz und weißer Pfefferzum Abschmecken
Dill1/2 Bundfrisch, fein gehackt

Für die Beilage

ZutatMengeHinweise
festkochende Kartoffeln800 gz. B. Linda oder Drillinge
Salz1 TLfür das Kochwasser
Kümmel1 TLoptional, fürs Kochwasser

Zubereitung

  1. Matjes vorbereiten: Die Matjesfilets unter kaltem Wasser kurz abspülen und auf Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen. Bei sehr salzigen Filets können diese 15 bis 20 Minuten in kalter Milch oder kaltem Wasser eingelegt und milder gemacht werden. Danach die Filets in mundgerechte Stücke von etwa zwei Zentimetern Breite schneiden.
  2. Apfel, Zwiebel und Gurke schneiden: Den Apfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend in feine Würfel oder schmale Scheiben schneiden und sofort mit dem Zitronensaft beträufeln, damit er nicht braun wird. Die Zwiebel schälen und in feine Streifen oder kleine Würfel schneiden. Die Gewürzgurken ebenfalls in feine Würfel schneiden.
  3. Sauce anrühren: Saure Sahne, Schmand und Schlagsahne in einer Schüssel verrühren, bis eine geschmeidige Masse entsteht. Senf, Weißweinessig und eine Prise Zucker unterziehen. Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Die Sauce soll cremig, aber nicht zu fest sein, damit der Matjes gut benetzt wird.
  4. Alles vermengen: Die Matjesstücke, Apfel, Zwiebel und Gewürzgurke vorsichtig unter die Sauce heben. Den fein gehackten Dill bis auf einen kleinen Rest zugeben und gut, aber behutsam vermischen, damit die Filets nicht zerfallen.
  5. Durchziehen lassen: Den Matjes mindestens drei Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen. Erst durch diese Ruhezeit entfaltet sich der typische Geschmack: Die Aromen verbinden sich, die Zwiebel verliert ihre Schärfe, und der Apfel gibt eine feine Süße an die Sauce ab.
  6. Pellkartoffeln kochen: Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in einen Topf geben. Mit kaltem Wasser bedecken, einen Teelöffel Salz und nach Wunsch einen Teelöffel Kümmel zufügen. Aufkochen und bei mittlerer Hitze zugedeckt etwa 20 bis 25 Minuten garen, bis sie sich leicht mit einem Messer einstechen lassen. Wasser abgießen und die Kartoffeln kurz im offenen Topf ausdampfen lassen.
  7. Anrichten: Die Pellkartoffeln noch warm pellen und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Den Matjes Hausfrauenart daneben drapieren und mit dem restlichen Dill bestreuen. Wer mag, gibt ein kleines Stück Butter auf die Kartoffeln oder reicht etwas Schwarzbrot dazu.

Was bedeutet Matjes Hausfrauenart?

Der Begriff Hausfrauenart beschreibt eine einfache, bodenständige Zubereitung mit Zutaten, die in einem normalen Vorrat zu finden sind. Saure Sahne, Schmand, Zwiebel, Apfel und Gewürzgurke gehörten in vielen norddeutschen Haushalten zur Grundausstattung. Daraus wurde eine cremige Sauce angerührt, in die der Matjes hineingelegt wurde, oft am Vortag, damit er bis zum Mittagessen durchziehen konnte.

Die Bezeichnung gehört zu einer ganzen Reihe traditioneller Sauce-Namen, die sich an Berufen oder Lebenswelten orientieren: Jägerart steht für eine Pilzsauce mit Speck, Müllerin für eine Zubereitung mit Mehl und Butter, Försterart für Wildgeschmack mit Pfifferlingen. Hausfrauenart ist die Variante, die ohne aufwändige Technik auskommt und auf den Geschmack der Küche zu Hause setzt.

Mit Matjes verbindet sich dieser Begriff besonders gut, weil das eingelegte Heringsfilet selbst ein einfaches, ehrliches Produkt ist. Es braucht keine Show, sondern eine Sauce, die seine zarte Note hervorhebt und gleichzeitig die Salzigkeit ausgleicht.

Die Geschichte des Matjes

Matjes stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Der Name leitet sich vom niederländischen Maagdenharing ab, was wörtlich Jungfernhering bedeutet. Damit ist nicht etwa eine besondere Sorte gemeint, sondern der junge, geschlechtlich noch nicht reife Hering, der zwischen Mai und Juni gefangen wird, also kurz vor seiner ersten Laichzeit. Genau in diesem Zeitraum hat der Fisch einen Fettgehalt von über 15 Prozent und gilt darum als besonders zart und schmackhaft.

Die Reifung folgt einem Verfahren, das im Mittelalter entwickelt wurde: Beim sogenannten Kehlen werden Kiemen und Teile der Eingeweide entfernt, die Bauchspeicheldrüse bleibt jedoch erhalten. Ihre Enzyme zerlegen das Fischeiweiß über mehrere Tage in der Salzlake, traditionell in Eichenfässern. Nach etwa fünf Tagen Reifezeit ist aus dem rohen Hering ein milder, butterzarter Matjes geworden, der nicht mehr gewässert werden muss.

In Deutschland feiert vor allem Glückstadt in Schleswig-Holstein seit 1968 die Glückstädter Matjeswochen mit einem Volksfest und dem laut Stadt längsten Matjes-Tisch der Welt. Emden zieht jedes Jahr im Sommer zwischen 150.000 und 200.000 Gäste zum Matjesfest an. In den Niederlanden eröffnet der Vlaggetjesdag in Scheveningen die Matjessaison, bei dem das erste Fass mitunter für mehrere zehntausend Euro versteigert wird.

Regionale Beilagen-Varianten

Klassische Begleiter zu Matjes Hausfrauenart sind Pellkartoffeln, einfach gekocht, mit Schale gepellt und noch warm serviert. An der Nordseeküste werden dazu oft grüne Bohnen mit Speck gereicht, im Rheinland sind Pellkartoffeln auch gerne durch Bratkartoffeln ersetzt. Wer eine sommerlich-leichte Variante bevorzugt, serviert dazu einen einfachen Gurkensalat oder Salatherzen mit etwas Joghurtdressing.

Manche Gastronomen reichen zusätzlich frisches Schwarzbrot oder Roggenmischbrot, das die cremige Sauce gut aufnimmt. Für ein traditionelles Bild auf dem Teller fehlt dann nur noch ein Klacks selbst gemachte Remoulade oder ein Klecks Senf am Rand.

Zum Trinken passen ein Pils aus norddeutschen Brauereien, ein kühles Bier mit milder Hopfennote oder ein Glas trockener Weißwein wie ein Riesling Kabinett. Wer es traditionell mag, schließt das Essen mit einem Korn ab; in den Niederlanden ist dazu ein Genever üblich.

Variationen

Die Sauce lässt sich auf viele Arten abwandeln, ohne dass das Gericht seinen Charakter verliert. Statt Schmand und saurer Sahne wird gerne Naturjoghurt verwendet, das macht die Sauce leichter und etwas frischer. Mit Crème fraîche wird sie reichhaltiger und runder.

Wer auf Säure verzichten möchte, lässt den Essig weg und nutzt nur Zitronensaft. Für mehr Würze passen ein paar Tropfen Worcestershire-Sauce oder ein Hauch geriebener Meerrettich, der zur kühlen Cremigkeit einen warmen, scharfen Ton beisteuert.

Beim Apfel lohnt es sich, auf säuerliche Sorten zu setzen. Süße Äpfel wie Gala oder Pink Lady würden das Gericht aus der Balance bringen. Eine schöne Erweiterung ist eine Handvoll Radieschen, fein gehobelt, die der Sauce einen leichten, pfefferigen Ton geben.

Wer einen Hauch nordischen Aromas einbringen möchte, gibt ein paar Tropfen Aquavit in die Sauce. Ähnlich wie beim Graved Lachs hebt der Kümmelschnaps die Aromen des Fisches hervor, ohne aufdringlich zu werden.

Für eine festliche Variante werden die Matjesrollen mit der Sauce auf einer Scheibe Schwarzbrot serviert, dekoriert mit etwas Apfelscheibe, einer Dillspitze und einer feinen Zwiebelringscheibe.

Die häufigsten Fehler und wie sie sich vermeiden lassen

Der erste Fehler ist zu salziger Matjes. Industriell gefertigte Filets aus dem Glas können stark gesalzen sein und das Gericht dominieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, legt die Filets vor der Verarbeitung 15 bis 20 Minuten in kalte Milch oder kaltes Wasser. Die Milch zieht das Salz heraus, ohne den Geschmack zu rauben.

Der zweite Fehler ist eine zu flüssige Sauce. Wenn Apfel und Zwiebel zu fein geraspelt werden, geben sie viel Saft ab und verdünnen die Sauce. Besser ist es, die Zutaten klein zu würfeln, statt sie zu raspeln, und die Sauce nach dem Durchziehen noch einmal abzuschmecken.

Der dritte Fehler ist zu wenig Ruhezeit. Direkt nach dem Mischen schmeckt Matjes Hausfrauenart roh und unausgewogen. Drei Stunden im Kühlschrank sind das Minimum, über Nacht ist besser. Die Zwiebel verliert in dieser Zeit ihre Schärfe, der Apfel gibt feine Süße ab, und die Sauce zieht in den Fisch ein.

Der vierte, oft übersehene Fehler ist zu starkes Vermengen. Matjesfilets sind weich und zerfallen leicht. Es lohnt sich, die Sauce zuerst anzurühren und den Matjes erst zum Schluss vorsichtig unterzuheben. Wer mit einem Esslöffel umrührt, statt zu rühren, behält die Stücke schön intakt.

Saison und Einkauf

Frischer Matjes hat Saison im späten Frühjahr und Frühsommer, klassisch zwischen Mitte Mai und Ende Juni. In dieser Zeit kommen die Heringe mit dem höchsten Fettgehalt aus der Nordsee, was die Filets besonders zart und mild macht.

Im Handel ist Matjes mittlerweile ganzjährig erhältlich, vakuumiert oder im Glas. Niederländische Matjes werden bei Minus 45 Grad tiefgefroren, um Parasiten abzutöten, und können daher zu jeder Jahreszeit angeboten werden. Wer Wert auf besondere Frische legt, kauft den Matjes am Fischstand oder direkt am Hafen, etwa in Glückstadt, Cuxhaven oder Husum.

Ein guter Matjes ist außen silbrig glänzend und innen rosig bis hellbraun. Eine graue Farbe weist auf Überlagerung hin, dann ist Vorsicht angesagt. Beim Geruch sollte er sanft nach Meer und Salzlake duften und keinesfalls streng oder ammoniakartig riechen.

Zur Sortenwahl: Doppelfilets sind zwei zusammenhängende Filets ohne Haut und Gräten, ideal für Hausfrauenart. Einzelfilets sind kleiner, aber genauso geeignet, und werden für ein 4-Personen-Rezept entsprechend zahlreicher gebraucht, etwa acht Stück. Beim Vakuum-Matjes lohnt sich der Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, denn auch in der Vakuumverpackung schreitet die Reifung langsam fort.

Profi-Tipps für die perfekte Hausfrauensauce

Tipp 1: Sauce vor dem Mischen würzen. Wer Salz und Pfeffer erst nach dem Untermischen des Matjes ergänzt, riskiert eine ungleichmäßige Würzung. Lieber die fertig angerührte Sauce alleine abschmecken und erst dann den Fisch zugeben.

Tipp 2: Apfel mit Schale stehen lassen. Bei Bio-Äpfeln mit Boskop- oder Cox-Orange-Charakter darf die Schale dranbleiben. Sie gibt der Sauce eine schöne rotgoldene Note und mehr Aroma.

Tipp 3: Zwiebel kurz blanchieren. Wer empfindlich auf rohe Zwiebeln reagiert, überbrüht die geschnittenen Zwiebelringe kurz mit kochendem Wasser und schreckt sie sofort kalt ab. So bleiben sie knackig, verlieren aber den scharfen Beigeschmack.

Tipp 4: Konsistenz justieren. Falls die Sauce nach dem Durchziehen zu fest wirkt, lässt sie sich mit einem Esslöffel Milch oder kalter Sahne wieder geschmeidig rühren. Ist sie zu flüssig, hilft ein zusätzlicher Esslöffel Schmand.

Tipp 5: Frischer Dill am Schluss. Ein kleiner Teil des gehackten Dills bleibt zurück und wird erst beim Anrichten über die Portion gestreut. So bringt der Dill eine frische Optik und einen intensiveren Duft an den Tisch.

Tipp 6: Edler Matjesteller. Für Gäste richtet sich Matjes Hausfrauenart gut auf einer großen Platte mit einem Bett aus Salatherzen an, garniert mit Apfelspalten, Zwiebelringen und Dillzweigen. Daneben eine zweite Schüssel mit dampfenden Pellkartoffeln, und schon entsteht ein Bild wie aus einem Hafenrestaurant in Hamburg oder Husum.

Nährwerte und gesundheitlicher Wert

Eine Portion Matjes Hausfrauenart mit Pellkartoffeln liefert pro Person etwa 500 bis 600 Kilokalorien. Den größten Teil davon stellt die Hausfrauensauce mit Schmand und saurer Sahne. Wer Kalorien sparen möchte, ersetzt einen Teil davon durch Naturjoghurt mit niedrigem Fettgehalt; die Sauce bleibt cremig, wird aber leichter.

Matjes ist eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirken. Daneben liefert er reichlich Vitamin D, Vitamin B12, Selen und Jod. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche, davon möglichst eine mit fettem Seefisch. Matjes erfüllt dieses Kriterium hervorragend.

Wer auf seinen Salzhaushalt achtet, sollte den Matjes vor dem Verarbeiten kurz in Wasser einlegen und die Sauce mit Zurückhaltung salzen. Frische Kräuter wie Dill, Petersilie oder Schnittlauch sorgen dafür, dass auch ohne viel Salz ein vollmundiges Aroma entsteht.

Schwangere und Personen mit geschwächtem Immunsystem greifen besser zu gegartem Fisch. Matjes ist zwar durch die Salzlake konserviert und in der Niederländischen Variante zusätzlich bei Minus 45 Grad behandelt, doch er ist nicht erhitzt, weshalb für besonders empfindliche Gruppen ein gewisses Restrisiko bleibt.


Wie schmeckt Matjes am besten?

Matjes schmeckt am besten leicht gekühlt, weder eiskalt noch warm. Wer die Filets direkt aus dem Kühlschrank serviert, lässt sie zehn Minuten vor dem Essen bei Raumtemperatur stehen, damit sich das Aroma entfalten kann. In einer cremigen Sauce wie hier mit Schmand, Apfel und Zwiebel kommt der milde Geschmack besonders gut zur Geltung. Dazu passen Pellkartoffeln, ein frisches Schwarzbrot und ein gut gekühltes Pils.

Wie lange sollte man Matjes wässern?

Klassischer niederländischer Matjes muss nicht gewässert werden, weil der Salzgehalt mit etwa 5 bis 8 Prozent niedrig liegt. Sehr salzige Heringe oder Salzheringe können dagegen 30 Minuten bis zu mehreren Stunden in kalter Milch oder kaltem Wasser eingelegt werden. Für Matjes Hausfrauenart reichen meist 15 bis 20 Minuten in kalter Milch, falls die Filets als zu salzig empfunden werden. Wer unsicher ist, probiert einen kleinen Bissen vor dem Einlegen und entscheidet danach.

Was heißt nach Hausfrauenart?

Hausfrauenart steht für eine einfache, bodenständige Zubereitung mit Zutaten aus dem normalen Vorrat. Bei Saucen meint der Begriff in der Regel eine cremige Variante mit saurer Sahne, Schmand, Joghurt oder Sahne, ergänzt durch Apfel, Zwiebel und frische Kräuter. Es geht nicht um aufwändige Technik, sondern um das Aroma der heimischen Küche. Auch andere Gerichte wie Leber Hausfrauenart oder Bohnen Hausfrauenart folgen demselben Prinzip.

Wie oft darf man Matjes essen?

Matjes liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Jod und passt gut in eine ausgewogene Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche, davon eine fettreiche wie Lachs, Makrele oder Matjes. Wegen des Salzgehalts sollten Personen mit Bluthochdruck etwas zurückhaltender sein und gegebenenfalls weniger gesalzene Heringe wählen. Schwangere greifen besser zu erhitzten Fischvarianten, da Matjes nicht durchgegart ist.

Was ist der Unterschied zwischen Hering und Matjes?

Matjes ist nichts anderes als jung gefangener Hering, der vor der ersten Laichzeit aus dem Meer geholt wird. Durch die Salzlake und die enzymatische Reifung in mehreren Tagen wird er besonders zart und mild. Klassischer Salzhering hat einen deutlich höheren Salzgehalt und wird länger eingesalzen, weshalb er vor dem Verzehr gewässert werden muss. Auch geschmacklich sind die Unterschiede klar: Matjes ist butterzart und mild, Salzhering deutlich kräftiger im Aroma.

Wie lange hält sich Matjes Hausfrauenart im Kühlschrank?

In einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank hält sich Matjes Hausfrauenart zwei bis drei Tage. Ab dem zweiten Tag wird das Aroma sogar noch runder, weil Sauce, Apfel und Zwiebel weiter durchziehen. Wichtig ist eine Lagerung bei höchstens 5 Grad und ein gut verschlossener Behälter, damit kein Geruch in andere Lebensmittel übergeht. Eingefroren werden sollte die fertige Mischung nicht, weil die Sauce beim Auftauen ausflockt.

Kann ich Matjes Hausfrauenart vorbereiten?

Ja, das Gericht eignet sich hervorragend zum Vorbereiten. Es schmeckt sogar besser, wenn es mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen kann. Wer Gäste hat, mischt den Matjes bereits am Vortag mit der Sauce und stellt ihn abgedeckt kalt. Die Pellkartoffeln werden frisch am Tag der Mahlzeit gekocht. Vor dem Servieren empfiehlt es sich, die Mischung kurz abzuschmecken und mit frischem Dill zu bestreuen.

Welche Getränke passen zu Matjes Hausfrauenart?

Traditionell wird ein Pils oder ein malziges Lagerbier dazu getrunken, besonders schön aus norddeutschen Brauereien. Wer Wein bevorzugt, greift zu einem trockenen Riesling, einem Silvaner oder einem Grauburgunder mit moderater Säure. Als Digestif passt klassischer Korn, in den Niederlanden ein Glas Genever oder Aquavit. Alkoholfrei macht sich ein Apfelschorle gut, weil sie den Apfel im Gericht aufgreift und die Cremigkeit elegant aufhebt.

Wo kommt Matjes ursprünglich her?

Matjes stammt aus den Niederlanden und wird dort seit dem Mittelalter hergestellt. Der niederländische Name Maagdenharing, übersetzt Jungfernhering, bezieht sich auf die geschlechtliche Unreife der jungen Heringe. In Deutschland wurde die Tradition vor allem an der Nordseeküste übernommen, mit Glückstadt und Emden als wichtigen Zentren. Beide Städte feiern jedes Jahr Matjesfeste mit langen Fischtafeln, Verkostungen und Volksfest-Atmosphäre.