Ein Gin Tonic ist einer der beliebtesten Longdrinks der Welt: herb, erfrischend und mit wenigen Zutaten zubereitet. Die Kombination aus Gin und Tonic Water entstand einst aus medizinischer Not und wurde zur Ikone der Cocktailkultur. Mit dem richtigen Verhältnis und einem guten Gin gelingt dieser Drink in unter fünf Minuten.

Zutaten für Gin Tonic

Zutaten für Portion

ZutatMengeHinweise
Gin5 clz. B. London Dry Gin
Tonic Water15 clgut gekühlt
Eiswürfel4 Stückgroße Würfel bevorzugt
Limette1 Stückin Spalten geschnitten

Zubereitung

  1. Glas vorbereiten: Ein Highball-Glas oder Ballonglas mit Eiswürfeln füllen. Große Eiswürfel schmelzen langsamer und verwässern den Drink weniger.
  2. Gin eingießen: 5 cl Gin direkt über das Eis gießen.
  3. Tonic Water auffüllen: 15 cl Tonic Water langsam am Glasrand entlang eingießen. So bleibt möglichst viel Kohlensäure erhalten.
  4. Kurz umrühren: Einmal sanft umrühren — nicht schütteln, damit die Kohlensäure nicht entweicht.
  5. Garnieren und servieren: Eine Limettenspalte auf den Glasrand setzen oder in den Drink geben. Sofort servieren.

Variationen

Das Verhältnis von Gin zu Tonic Water lässt sich nach Geschmack anpassen. Wer es kräftiger mag, wählt 1:2, wer es leichter bevorzugt, geht auf 1:3. Neben der Limette eignen sich auch Zitronenscheiben, frische Gurke oder Rosmarinzweige als Garnitur — je nachdem, welche Botanicals im Gin dominieren.

Ein Gin mit Gurken-Noten wie Hendrick’s Gin harmoniert besonders gut mit Gurkenscheiben. Fruchtige Gins passen gut zu Orangenschalen oder Beeren. Bei blumigen Gins funktionieren frische Kräuter wie Thymian oder Lavendel.

Wer gerne mehr Säure im Drink hat, gibt zusätzlich einen Spritzer frischen Limettensaft dazu. Als einfache Alternative zu einem aufwendigeren Cocktail lässt sich der Gin Tonic auch gut mit einem Gin Sour vergleichen — dort kommt noch Zitronensaft und optional Eiweiß dazu. Für einen ebenso erfrischenden, aber anderen Charakter empfiehlt sich auch unser Mojito Rezept.

Die Geschichte des Gin Tonic

Der Gin Tonic hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert und in der britischen Kolonialzeit in Indien. Britische Soldaten und Offiziere tranken Tonic Water, weil es Chinin enthielt — damals ein wirksames Mittel zur Malaria-Prophylaxe. Das bittere Getränk allein war wenig angenehm, also mischten sie Gin darunter und süßten die Mischung leicht.

Aus dem medizinischen Notbehelf wurde mit der Zeit ein Alltagsgetränk, das sich von Indien aus über das gesamte britische Empire verbreitete. Im 20. Jahrhundert gewann der Gin Tonic auch außerhalb Großbritanniens an Popularität und avancierte zu einem weltweiten Standarddrink in Bars und Restaurants.

Heute enthält modernes Tonic Water deutlich weniger Chinin als historische Versionen — es schmeckt süßer und weniger medizinisch bitter. Der Gin Tonic gehört heute zur Kategorie der Highballs, also Spirituosen mit kohlensäurehaltigem Mixer.

Fun Facts

Gin Tonic leuchtet unter UV-Licht schwach blau — das liegt am Chinin im Tonic Water, das unter Schwarzlicht fluoresziert. Ein unerwarteter Effekt, der auf Partys immer wieder für Staunen sorgt.

Das Getränk war das erklärte Lieblingsgetränk von Elizabeth Bowes-Lyon, der Mutter von Queen Elizabeth II. Der internationale Welt-Gin-Tonic-Tag wird jedes Jahr am 19. Oktober gefeiert.


Wie schmeckt ein Gin Tonic?

Ein Gin Tonic schmeckt herb und erfrischend mit einer leichten Bitternote vom Tonic Water und den aromatischen Botanicals des Gins. Je nach verwendetem Gin kommen blumige, zitrusartige, würzige oder fruchtige Noten dazu. Die Limette sorgt für eine frische Säure, die das Gesamtbild abrundet.

In was für einem Glas wird ein Gin Tonic serviert?

Traditionell wird ein Gin Tonic in einem Highball-Glas serviert — einem schlanken, hohen Glas. In der modernen Gin-Bar-Kultur hat sich das Ballonglas (Copa de Balon) etabliert, da es die Aromen besser bündelt und mehr Platz für Eis und Garnitur bietet.

Wo stammt der Gin Tonic her?

Der Gin Tonic stammt aus dem britischen Kolonialreich des 19. Jahrhunderts. Er entstand in Indien, wo britische Soldaten ihr bitteres Malaria-Prophylaxe-Tonic Water mit Gin mischten, um den Geschmack erträglicher zu machen.

Wann wurde der Gin Tonic erfunden?

Der Gin Tonic entstand im frühen 19. Jahrhundert, als britische Truppen in Indien stationiert waren. Die genaue Jahreszahl ist nicht überliefert, aber die Entstehung wird auf die 1820er bis 1840er Jahre datiert.

Wer hat den Gin Tonic erfunden?

Es gibt keine einzelne Person, der die Erfindung zugeschrieben wird. Der Gin Tonic entstand kollektiv aus der Praxis britischer Soldaten und Offiziere in Indien, die ihr Chinin-haltiges Tonic Water mit Gin mischten. Es handelt sich um eine organisch gewachsene Kombination ohne bekannten Einzelerfinder.

Wie mische ich einen Gin Tonic richtig?

Am besten gelingt ein Gin Tonic, wenn das Glas gut mit Eis gefüllt ist, der Gin zuerst eingegossen wird und das Tonic Water langsam am Glasrand entlang nachgefüllt wird. So bleibt die Kohlensäure erhalten. Einmal sanft umrühren reicht aus.

Wie viel Gin kommt auf 200 ml Tonic?

Auf 200 ml Tonic Water empfiehlt sich etwa 5–6 cl Gin, was einem Verhältnis von ungefähr 1:3 bis 1:4 entspricht. Wer einen kräftigeren Drink bevorzugt, kann auf 1:2 gehen — also rund 8–10 cl Gin auf 200 ml Tonic.

Warum soll man beim Gin Tonic nicht schütteln?

Schütteln zerstört die Kohlensäure im Tonic Water. Ein Gin Tonic wird deshalb immer direkt im Glas zubereitet (Bauweise: Build) und nur kurz sanft umgerührt. Im Gegensatz dazu werden Drinks wie ein Gin Sour geshakt, da sie keine Kohlensäure enthalten.

Warum gilt Gin Tonic als leicht gesund?

Tonic Water enthält Chinin, dem in früheren Zeiten fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben wurden. Modernes Tonic Water enthält jedoch nur noch geringe Mengen Chinin, die keine medizinische Wirkung haben. Gin Tonic ist kein Gesundheitsgetränk, hat aber im Vergleich zu zuckerhaltigen Mixgetränken oft weniger Zucker — je nach Tonic-Marke.