Der Bellini ist ein eleganter Aperitif aus weißem Pfirsichpüree und Prosecco, der 1948 in Venedig geboren wurde. Er braucht nur zwei Zutaten – und funktioniert trotzdem nur, wenn beide von guter Qualität sind. Ein eisgekühlter Prosecco und reifes Pfirsichpüree ergeben zusammen einen sommerlichen, prickelnd-fruchtigen Drink.
Zutaten für den Bellini Cocktail
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| weißes Pfirsichpüree | 6 cl | aus reifen weißen Pfirsichen oder aus dem Glas |
| Prosecco | 12 cl | eisgekühlt |
| Pfirsichscheibe | optional zur Garnierung |
Zubereitung
- Pfirsichpüree vorbereiten: Für frisches Püree: reife weiße Pfirsiche schälen, entsteinen und mit einem Stabmixer oder im Standmixer fein pürieren. Durch ein feines Sieb streichen für eine glatte Textur. Wer Pfirsichpüree aus dem Glas verwendet, direkt weitermachen.
- Glas vorbereiten: Eine Champagnerflöte oder ein Sektglas bereitstellen. Glas nicht mit Eis füllen – stattdessen vorher kurz in den Gefrierschrank stellen.
- Bellini zusammenstellen: Pfirsichpüree in das Glas geben. Den eisgekühlten Prosecco langsam und am Glasrand entlang einschenken, damit die Kohlensäure erhalten bleibt. Kurz umrühren.
- Servieren: Sofort servieren, optional mit einer dünnen Pfirsichscheibe am Glasrand garnieren.
Variationen
Wer keine weißen Pfirsiche bekommt, kann auf gelbe Pfirsiche ausweichen – das Ergebnis ist etwas kräftiger im Geschmack und tiefer in der Farbe. Im Winter eignen sich auch hochwertige Pfirsiche aus dem Glas oder -püree aus dem Fachhandel. Eine festliche Variante ersetzt den Prosecco durch Champagner. Mit Himbeerpüree entsteht ein Rossini, mit Erdbeerpüree ein Tiziano – beide nach demselben venezianischen Prinzip benannt.
Die Geschichte des Bellini Cocktails
Der Bellini wurde 1948 von Giuseppe Cipriani im legendären Harry’s Bar in Venedig erfunden. Cipriani kombinierte erstmals weißes Pfirsichpüree mit Prosecco und nannte den Drink nach dem venezianischen Maler Giovanni Bellini (1430–1516), dessen Gemälde ihn mit ihrer warmen Farbpalette an die Farbe des Getränks erinnerten. Harry’s Bar wurde später von der UNESCO zum nationalen Kulturgut Italiens erklärt. Der Bellini entwickelte sich schnell zu einem der bekanntesten Aperitifs der Welt und ist bis heute fester Bestandteil der venezianischen Trinkkultur – besonders während der Pfirsichsaison im Sommer.
Wo stammt der Bellini Cocktail her?
Der Bellini stammt aus Venedig, Italien. Er wurde in der Harry’s Bar am Canal Grande entwickelt, einer der bekanntesten Bars Europas.
Wann wurde der Bellini Cocktail erfunden?
Der Bellini wurde im Jahr 1948 kreiert – kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als Venedig sich kulturell neu erfand.
Wer hat den Bellini Cocktail erfunden?
Erfinder ist der italienische Gastronom Giuseppe Cipriani (1900–1980), Gründer der Harry’s Bar in Venedig. Er benannte den Drink nach dem Maler Giovanni Bellini.
Wie schmeckt ein Bellini Cocktail?
Der Bellini schmeckt leicht, fruchtig und prickelnd mit der süßen, blumigen Note reifer weißer Pfirsiche und der frischen Säure des Proseccos. Er ist weniger süß als viele andere Fruchtcocktails und dadurch sehr elegant und erfrischend.
In was für einem Glas wird ein Bellini Cocktail serviert?
Der Bellini wird traditionell in einer Champagnerflöte serviert. Das hohe, schlanke Glas bewahrt die Kohlensäure länger und lässt die Bläschen schön aufsteigen.
Kann ich den Bellini auch mit Champagner machen?
Ja – mit Champagner wird der Bellini luxuriöser und trockener. Das Original aus Harry’s Bar verwendet heute noch Prosecco, aber in der feinen Gastronomie ist die Champagner-Variante weit verbreitet. Wichtig ist in beiden Fällen: Der Schaumwein muss eisgekühlt sein.