Der Gin Sour gehört zur großen Familie der Sour-Cocktails und folgt einer einfachen Formel: Gin, frischer Zitronensaft und Zuckersirup. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Cocktail, der das Wacholderaroma des Gins mit spritziger Säure und milder Süße verbindet. Wer ein Eiweiß hinzufügt, bekommt zusätzlich eine seidige Textur und einen schönen weißen Schaum obenauf.

Zutaten für Gin Sour

Zutaten für Portion

ZutatMengeHinweise
Gin45 mlLondon Dry empfohlen
Zitronensaft30 mlfrisch gepresst
Zuckersirup15 ml2:1 (2 Teile Zucker, 1 Teil Wasser)
Eiweiß15 mloptional, für Schaum
Eiswürfelzum Shaken
Zitrone1 Scheibezum Garnieren

Zubereitung

  1. Dry Shake (mit Eiweiß): Wenn Eiweiß verwendet wird: alle Zutaten ohne Eis in den Shaker geben und 15 Sekunden kräftig schütteln. Dieser trockene Shake emulgiert das Eiweiß und sorgt für stabilen Schaum. Ohne Eiweiß diesen Schritt überspringen.
  2. Mit Eis shaken: Eiswürfel in den Shaker geben und erneut 10–15 Sekunden kräftig schütteln, bis der Shaker außen stark beschlägt.
  3. Abseihen: Den Cocktail durch ein Doppelsieb in ein gekühltes Coupette-Glas oder ein Rocks-Glas mit frischem Eis abseihen.
  4. Garnieren: Eine Zitronenscheibe oder einen Zitronenzesten-Twist auf den Glasrand setzen.

Variationen

Wer den Gin Sour süßer mag, erhöht den Zuckersirup auf 20 ml oder ersetzt ihn durch Honigsirup – das gibt eine blumigere Note. Mit Grapefruitsaft statt Zitronensaft entsteht ein milderer, weniger scharfer Sour. Für eine fruchtige Variante lässt sich ein Spritzer Himbeersirup hinzufügen – das ergibt dann etwas, das dem Clover Club sehr nahekommt. Wer statt Gin eine andere Basis möchte, findet in unserem Whiskey Sour oder Amaretto Sour direkte Verwandte.

Was ist ein Sour?

Sour ist eine der ältesten Cocktailkategorien überhaupt. Die Formel ist simpel: Spirituose + Zitrus + Süße. Das Zusammenspiel aus Säure und Süße balanciert den Alkohol und macht Sours zu besonders zugänglichen Cocktails. Ob Whiskey Sour, Amaretto Sour oder White Lady – das Prinzip ist immer dasselbe, nur die Spirituose wechselt.


Brauche ich Eiweiß für einen Gin Sour?

Nein – Eiweiß ist optional. Ohne Eiweiß ist der Gin Sour klarer und leichter, mit Eiweiß bekommt er eine samtige Textur und einen weißen Schaum. Vegane Alternative: Aquafaba (2 EL Kichererbsenwasser) verhält sich fast identisch. Wer rohe Eier meiden möchte, greift zu pasteurisiertem Eiweiß aus dem Kühlregal.

Welcher Gin eignet sich am besten?

Ein klassischer London Dry Gin funktioniert am besten – sein klares Wacholderaroma trägt den Cocktail. Fruchtig-florale Gins (z. B. mit Gurken- oder Zitrusnoten) ergeben einen leichteren, zugänglicheren Gin Sour. Schwere, botanisch überladene Gins können die Balance kippen.

Wie schmeckt ein Gin Sour?

Frisch-säuerlich mit deutlicher Zitrusnote und dem würzigen Wacholderaroma des Gins im Hintergrund. Der Zuckersirup rundet ab ohne zu süßen. Mit Eiweiß wirkt er weicher und cremiger – ohne ist er direkter und spritziger.

In was für einem Glas wird ein Gin Sour serviert?

Traditionell in einem gekühlten Coupette-Glas ohne Eis – so bleibt er kalt ohne zu verwässern. Alternativ in einem Rocks-Glas mit einem großen Eiswürfel, was ihn langsamer verdünnt und optisch rustikaler wirkt.

Was ist der Unterschied zwischen Gin Sour und Whiskey Sour?

Nur die Basis-Spirituose. Beide folgen derselben Sour-Formel (Spirituose + Zitronensaft + Zuckersirup + optional Eiweiß). Der Gin Sour schmeckt botanisch-würziger mit Wacholder im Vordergrund, der Whiskey Sour malziger und voller. Wer beide mag, wechselt je nach Stimmung.

Was ist in einem Sour?

Ein Sour ist eine klassische Cocktailkategorie, die aus drei Grundelementen besteht: einer Basisspirituose (z. B. Gin, Whiskey, Pisco oder Vodka), einer Säurekomponente (meist frischer Zitronen- oder Limettensaft) und einer Süßekomponente (meist Zuckersirup). Optional kommt Eiweiß für eine cremige Schaumschicht dazu. Das Prinzip ist immer gleich – was sich ändert, ist die Spirituose.