Lemon Curd ist ein cremiger, intensiv zitroniger Aufstrich aus England – hergestellt aus frischem Zitronensaft, Eiern, Butter und Zucker. Die goldgelbe Creme ist herrlich seidig, angenehm sauer und süß zugleich. Sie schmeckt auf Toast, Scones oder als Füllung für Kuchen und Törtchen. Mit diesem Rezept gelingt Lemon Curd zuverlässig in nur 25 Minuten.
Zutaten für Lemon Curd
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Zitronen | 3 Stück | Bio, Schale und Saft |
| Eier | 4 Stück | Größe M |
| Zucker | 150 g | |
| Butter | 100 g | kalt, in Würfel geschnitten |
| Salz | 1 Prise |
Zubereitung
- Zitronen vorbereiten: Die Zitronen heiß abwaschen und trocknen. Die Schale von zwei Zitronen fein abreiben. Alle drei Zitronen auspressen – es werden ca. 100–120 ml Saft benötigt.
- Eier und Zucker verrühren: Eier, Zucker, Zitronensaft, Zitronenabrieb und Salz in einem mittelgroßen Topf mit einem Schneebesen gründlich verquirlen.
- Creme einkochen: Den Topf bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen. Die Masse darf nicht kochen – ideal ist eine Temperatur von ca. 80 °C. Nach etwa 8–12 Minuten wird die Creme merklich dicker und zieht feine Fäden am Schneebesen.
- Butter einrühren: Den Topf vom Herd nehmen. Die kalten Butterwürfel nach und nach einrühren, bis sie vollständig geschmolzen und eingearbeitet sind. Das Ergebnis ist eine glatte, glänzende Creme.
- Abfüllen und abkühlen: Den Lemon Curd durch ein feines Sieb in ein sauberes, verschließbares Glas streichen. Etwas abkühlen lassen, dann verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Verwendung
Lemon Curd lässt sich vielseitig einsetzen. Als Aufstrich auf frischem Toast oder Weißbrot ist er pur ein Genuss. Besonders gut passt er zu Pfannkuchen oder Crepes statt Marmelade. Als Füllmasse eignet er sich außerdem hervorragend für Törtchen, Macarons und Lemon Meringue Pie. Wer die Creme als Dessertbeilage mag, kann sie leicht erwärmt über Vanilleeis löffeln.
Variationen
Das Grundprinzip lässt sich auf fast jede Zitrusfrucht übertragen: Lime Curd (mit Limettensaft) schmeckt frischer und hat eine blass-grüne Note. Orange Curd ist milder und etwas süßer – ideal für Kinder. Mit Grapefruitsaft entsteht eine leicht bittere, besonders aromatische Variante. Wer Passionsfrucht mag: den Saft anteilig durch Passionsfruchtsaft ersetzen und nur wenig Schale verwenden. Für einen intensiveren Geschmack beim Original kann man einen kleinen Schluck Limoncello unterrühren.
Die Geschichte des Lemon Curd
Lemon Curd entstand im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in England. Ursprünglich wurde er in kleinen Mengen frisch zubereitet und beim Afternoon Tea als Alternative zu Konfitüre gereicht – auf Scones, Toast oder kleinen Sandwiches. Da hausgemachter Lemon Curd ohne Konservierungsstoffe schnell verdirbt, blieb die Herstellung lange auf kleine Portionen beschränkt. Erst die Verbreitung von Kühlschränken im 20. Jahrhundert ermöglichte eine längere Lagerung. Heute ist Lemon Curd in Großbritannien, Nordamerika und Australien weit verbreitet – sowohl als fertige Zutat im Supermarkt als auch in der Heimküche.
Was ist Lemon Curd auf Deutsch?
Lemon Curd wird auf Deutsch als Zitronencreme oder Zitronenaufstrich bezeichnet. Der englische Name hat sich allerdings auch im Deutschen durchgesetzt – in Rezepten, Supermärkten und Cafés wird fast ausschließlich der Begriff Lemon Curd verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen Marmelade und Lemon Curd?
Marmelade wird aus Früchten und Zucker mit Pektin eingekocht und ist dadurch lange haltbar. Lemon Curd dagegen enthält Eier und Butter – er ist cremiger, reicher und hat eine kürzere Haltbarkeit. Im Kühlschrank hält sich selbst gemachter Lemon Curd ca. 2–3 Wochen.
Wie lange ist selbst gemachter Lemon Curd haltbar?
Im Kühlschrank in einem sauberen, gut verschlossenen Glas hält sich Lemon Curd etwa 2 bis 3 Wochen. Einfrieren ist ebenfalls möglich – in gefrorenem Zustand ist er bis zu 3 Monate haltbar. Nach dem Auftauen nochmals kurz durchrühren.
Warum wird mein Lemon Curd nicht fest?
Der häufigste Grund ist zu niedrige Hitze oder zu kurzes Erhitzen. Die Creme muss bei ca. 80 °C unter ständigem Rühren mehrere Minuten erhitzt werden, bis sie merklich eindickt. Sie dickt beim Abkühlen noch nach – im warmen Zustand wirkt sie oft noch flüssiger als erwartet.
Kann Lemon Curd klumpen oder gerinnen?
Ja, wenn die Hitze zu hoch ist oder die Masse kocht, können die Eier gerinnen und es entstehen Klümpchen. Deshalb: niemals kochen lassen und durchgehend rühren. Falls doch Klümpchen entstehen, hilft ein feines Sieb beim Abfüllen – die Creme wird trotzdem glatt und cremig.
Wofür kann ich Lemon Curd verwenden?
Lemon Curd eignet sich als Aufstrich auf Toast, Waffeln und Pfannkuchen, als Füllung für Törtchen, Cupcakes und Macarons, als Basis für Lemon Meringue Pie sowie als Topping für Joghurt, Quark oder Vanilleeis. Auch als Schicht in Torten ist er sehr beliebt.