Spinat Rezept

Rahmspinat mit frischem Blattspinat, Knoblauch und einer Prise Muskat — cremig, aromatisch und in 15 Minuten auf dem Tisch. Eine zeitlose Beilage, die zu Kartoffeln, Spiegelei und Fischgerichten gleichermaßen passt.

Zutaten für Rahmspinat

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
frischer Blattspinat500 ggewaschen
Butter1 EL
Zwiebel1 Stückfein gewürfelt
Knoblauchzehen2 Stückfein gehackt
Sahne100 ml
Salz und Pfeffernach Geschmack
Muskatnuss1 Prisefrisch gerieben
Zitronensaft1 Spritzeroptional

Zubereitung

  1. Spinat vorbereiten: Den Blattspinat gründlich in mehreren Wasserbädern waschen, da sich zwischen den Blättern oft Sand versteckt. Grobe Stiele abzupfen. Den Spinat in einem Sieb abtropfen lassen — er muss nicht komplett trocken sein, etwas Restwasser schadet nicht.
  2. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen: Die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebelwürfel 2 Minuten glasig dünsten, den Knoblauch dazugeben und eine weitere Minute mitdünsten.
  3. Spinat zusammenfallen lassen: Den Spinat portionsweise in den Topf geben — er fällt schnell zusammen, dann passt die nächste Portion hinein. Unter gelegentlichem Rühren 2–3 Minuten garen, bis alle Blätter zusammengefallen und weich sind.
  4. Rahmsauce und Würzen: Die Sahne angießen und den Spinat 1–2 Minuten darin köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einer großzügigen Prise frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Wer mag, gibt einen Spritzer Zitronensaft dazu — das hellt den Geschmack auf.

Variationen

Mit Tiefkühlspinat: Statt frischem Spinat lässt sich auch TK-Blattspinat verwenden (450 g). Direkt gefroren in den Topf geben und langsam auftauen lassen. Die austretende Flüssigkeit verdampfen lassen, bevor die Sahne dazukommt.

Spinat mit Feta: Zerbröselten Feta unter den fertigen Spinat heben — die Salzkristalle des Fetakäses und die cremige Textur des Spinats ergänzen sich perfekt.

Spinat mit Ei: Eine Mulde in den Spinat drücken, ein Ei hineinschlagen und zugedeckt bei niedriger Hitze stocken lassen. Dazu Salzkartoffeln — ein Kindheitsgericht, das nie langweilig wird.

Indisch (Palak Paneer): Den Spinat mit Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala und gewürfeltem Paneer zubereiten. Ein Schuss Sahne am Ende rundet das Ganze ab.

Der Popeye-Mythos

Die Geschichte, dass Spinat besonders viel Eisen enthält, basiert auf einem der berühmtesten Irrtümer der Ernährungswissenschaft. Der Schweizer Physiologe Gustav von Bunge ermittelte 1890 einen hohen Eisenwert — allerdings für getrockneten Spinat. Da getrockneter Spinat nur ein Zehntel des Gewichts von frischem hat, war der Wert um das Zehnfache überhöht.

Der Comic-Held Popeye, der seit 1929 durch Spinat übermenschliche Kräfte erhält, zementierte den Mythos in der Populärkultur. Tatsächlich enthält frischer Spinat mit 3,5 mg Eisen pro 100 g zwar mehr als viele andere Gemüsesorten, aber die enthaltene Oxalsäure erschwert die Aufnahme. Ein Spritzer Zitronensaft im Spinat verbessert die Eisenaufnahme durch das enthaltene Vitamin C.

Was Spinat wirklich auszeichnet, sind seine hohen Gehalte an Vitamin K, Folsäure und Beta-Carotin — in diesen Kategorien gehört er tatsächlich zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten.


Welches Gewürz kommt in Spinat?

Muskatnuss ist das wichtigste Gewürz für Spinat — frisch gerieben schmeckt sie am besten. Daneben passen Knoblauch, Pfeffer und eine Prise Salz. Für eine mediterranere Note eignen sich Pinienkerne und Parmesan. In der indischen Küche werden Kreuzkümmel, Kurkuma und Garam Masala zum Spinat gegeben.


Darf man Spinat wieder aufwärmen?

Ja, das ist unbedenklich — die frühere Warnung stammt aus Zeiten ohne Kühlschränke. Spinat enthält Nitrat, das bei langer, warmer Lagerung durch Bakterien in Nitrit umgewandelt wird. Im Kühlschrank gelagert und zügig aufgewärmt, ist das kein Problem. Einzige Einschränkung: Für Säuglinge und Kleinkinder sollte aufgewärmter Spinat vermieden werden, da ihre Mägen empfindlicher auf Nitrit reagieren.


Was muss man bei Spinat beachten?

Das Wichtigste: gründlich waschen, da sich zwischen den Blättern oft Sand und Erde verstecken. Frischen Spinat am besten in mehreren Wasserbädern reinigen. Beim Garen fällt er stark zusammen — 500 g frischer Spinat ergeben nur etwa 200 g gegarten. Nicht zu lange kochen, sonst wird er bitter und verliert Nährstoffe. 2–3 Minuten reichen völlig.


Kann man Spinat roh essen?

Ja, junger Blattspinat (Baby-Spinat) eignet sich hervorragend roh im Salat. Er schmeckt mild und hat eine zarte Textur. Älterer Spinat mit größeren Blättern kann roh etwas herb und faserig sein — den besser kurz blanchieren oder anbraten. Roher Spinat liefert mehr hitzeempfindliche Vitamine, enthält aber auch mehr Oxalsäure.


Wie viel frischer Spinat pro Person?

Als Beilage rechnet man 125–150 g frischen Spinat pro Person. Das klingt nach viel, aber Spinat fällt beim Garen auf etwa ein Drittel seines Volumens zusammen. Für 4 Portionen braucht man also 500–600 g frischen Spinat. Bei Tiefkühlspinat reichen 100–120 g pro Person, da er bereits vorgegart ist.