Frosting ist eine cremige, luftige Creme aus Butter und Puderzucker – die amerikanische Antwort auf die deutsche Buttercreme. Mit diesem Grundrezept gelingt ein vielseitiges Frosting, das sich perfekt zum Dekorieren von Cupcakes, Torten und Kuchen eignet. In nur wenigen Minuten entsteht eine seidig-glänzende Creme, die sich mit dem Spritzbeutel in vielfältige Formen spritzen lässt.

Zutaten für Frosting

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Butter150 gzimmerwarm, sehr weich
Puderzucker300 ggesiebt
Sahne2 ELoder Vollmilch
Vanilleextrakt1 TL
Salz1 Prise

Zubereitung

  1. Butter vorbereiten: Die Butter mindestens 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Sie muss zimmerwarm und sehr weich sein – beim Eindrücken mit dem Finger sollte sie sofort nachgeben. Kalte Butter lässt sich nicht richtig aufschlagen und das Frosting wird klumpig.
  2. Butter aufschlagen: Die weiche Butter in eine große Schüssel geben und mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine auf höchster Stufe 3–5 Minuten lang aufschlagen, bis sie deutlich heller und cremiger geworden ist. Dieser Schritt ist entscheidend für ein luftiges Ergebnis.
  3. Puderzucker einarbeiten: Den gesiebten Puderzucker esslöffelweise zur Butter geben und bei niedriger Stufe zunächst einrühren – sonst stäubt der Zucker auf. Sobald der Puderzucker vollständig eingearbeitet ist, die Geschwindigkeit auf hoch erhöhen und 2 weitere Minuten schlagen.
  4. Sahne und Vanille zugeben: Vanilleextrakt und 2 EL Sahne hinzufügen. Auf höchster Stufe 3–5 Minuten weiterschlagen, bis das Frosting sehr hell, fluffig und cremig ist. Wenn das Frosting noch zu fest wirkt, einen weiteren Esslöffel Sahne zugeben und kurz unterrühren.
  5. Würzen und prüfen: Eine Prise Salz einrühren – sie balanciert die Süße aus und macht das Frosting geschmacklich runder. Das fertige Frosting sollte weiche Spitzen halten: Zieht man den Mixer heraus, bleibt eine Spitze stehen, die sich leicht nach unten biegt.

Variationen

Das Grundrezept lässt sich mit wenigen Handgriffen abwandeln. Cream Cheese Frosting ist besonders beliebt für Karotten- und Rotkuchen: Einfach 75 g der Butter durch kalten Vollfett-Frischkäse ersetzen. Der Frischkäse gibt eine angenehme Säure und macht das Frosting etwas leichter. Wichtig: Den Frischkäse kalt verarbeiten, damit das Frosting stabil bleibt.

Für ein Schokoladen-Frosting einfach 30 g des Puderzuckers durch ungesüßtes Kakaopulver ersetzen. Wer es noch intensiver mag, gibt 50 g geschmolzene, abgekühlte Zartbitterschokolade zur Butter dazu – das gibt dem Frosting eine tiefe, dunkle Farbe und kräftigen Geschmack.

Ein frisches Zitronen-Frosting gelingt, indem man die Sahne durch 2 EL frisch gepressten Zitronensaft ersetzt und 1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale unterrührt. Das passt hervorragend zu unseren saftigen Blaubeermuffins.

Für ein veganes Frosting lässt sich die Butter 1:1 durch pflanzliche Margarine (z. B. Alsan) ersetzen, die Sahne durch Pflanzensahne. Das Ergebnis ist kaum vom Original zu unterscheiden.

Buntes Frosting gelingt am besten mit Pastenfarben – keine flüssigen Lebensmittelfarben, da diese das Frosting verwässern und die Farben matter werden lassen.

Wie Frosting entstand

Die Idee, Kuchen mit Zuckermasse zu überziehen, ist älter als vielfach angenommen. Bereits im 17. Jahrhundert wurden Kuchen mit gesüßten Massen überzogen – das erste dokumentierte Rezept stammt aus dem Jahr 1655 und enthielt Zucker, Eier und Rosenwasser. Das englische Verb „to ice“ taucht um 1600 auf, das Wort „frosting“ erstmals 1750.

Das heutige American Buttercream Frosting, wie es auf Cupcakes und mehrstöckigen Torten thront, entwickelte sich vor allem im 20. Jahrhundert mit dem Aufstieg der amerikanischen Backkultur. Die typische Kombination aus viel Puderzucker und weicher Butter ergibt eine Creme, die sich problemlos in Spritzbeuteln formen lässt und bei Zimmertemperatur stundenlang ihre Form hält – ganz anders als die traditionelle deutsche Buttercreme, etwa beim Frankfurter Kranz, die auf einem Pudding- oder Eiercremebasis aufgebaut ist und deutlich weniger süß schmeckt.


Was ist der Unterschied zwischen Buttercreme und Frosting?

Frosting (American Buttercream) besteht nur aus Butter, Puderzucker und etwas Flüssigkeit – es ist sehr süß, luftig und stabil bei Zimmertemperatur. Deutsche Buttercreme hingegen wird auf Basis eines Puddings oder einer Eiercreme hergestellt, ist weniger süß, cremig-samtig und muss gekühlt werden. Frosting lässt sich besser mit dem Spritzbeutel verarbeiten und hält in dekorierten Formen deutlich länger.

Wie bekomme ich das Frosting fest?

Wenn das Frosting zu weich ist, hat es oft zu viel Flüssigkeit oder die Butter war zu warm. Zunächst etwas mehr gesiebten Puderzucker einarbeiten. Alternativ das Frosting für 15–20 Minuten in den Kühlschrank stellen und danach kurz aufschlagen. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle: Im Sommer läuft Frosting leichter davon als im Winter.

Welcher Frischkäse eignet sich für Frosting?

Für Cream Cheese Frosting unbedingt Vollfett-Frischkäse mit mindestens 65 % Fett i. Tr. verwenden, zum Beispiel Philadelphia Original. Fettarme Varianten enthalten zu viel Wasser und machen das Frosting flüssig und instabil. Den Frischkäse immer kalt verarbeiten – wer ihn auf Zimmertemperatur bringt, riskiert, dass das Frosting zusammenfällt.

Welches Frosting hält am besten?

American Buttercream ist unter allen Frosting-Varianten am stabilsten, weil der hohe Puderzuckeranteil eine leichte Kruste bildet. Es hält bei Zimmertemperatur (bis ca. 20 °C) mehrere Stunden seine Form. Cream Cheese Frosting ist empfindlicher und sollte gekühlt werden. Bei Hitze empfiehlt sich Swiss Meringue Buttercream, die hitzestabiler ist.

Wie lange ist selbst gemachtes Frosting haltbar?

Im Kühlschrank hält sich frisch zubereitetes Frosting in einem verschlossenen Behälter bis zu 5 Tage. Vor dem Verwenden auf Zimmertemperatur kommen lassen und nochmals kurz aufschlagen. Eingefroren ist es bis zu 3 Monate haltbar – nach dem Auftauen kurz aufschlagen, damit die Luftigkeit zurückkommt.

Kann man Frosting einfrieren?

Ja, Frosting lässt sich sehr gut einfrieren. Portionsweise in Gefrierbeuteln oder -dosen abfüllen und bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen das Frosting über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann auf Zimmertemperatur erwärmen lassen und mit dem Mixer kurz aufschlagen, bis es wieder cremig und luftig ist.