Kartoffelgratin Rezept

Kartoffelgratin – dünne Kartoffelscheiben in Sahne-Milch-Sauce, mit Käse überbacken – ist eine der wärmsten und befriedigendsten Beilagen der französischen Küche. Das Gratin Dauphinois aus der Dauphiné gilt als Original: keine Eier, kein Käse, nur Kartoffeln, Sahne und Knoblauch. Diese Variante fügt etwas Käse obendrauf – für die goldbraune Kruste, die zum Gratin einfach dazugehört.

Zutaten für Kartoffelgratin

Zutat Menge Hinweise
festkochende Kartoffeln 1 kg z. B. Linda, Annabelle
Schlagsahne 250 ml
Vollmilch 250 ml
Knoblauchzehen 2 Stück fein gerieben oder gepresst
Salz 1 TL
Muskatnuss 0.5 TL frisch gerieben
schwarzer Pfeffer nach Geschmack
geriebener Gruyère oder Emmentaler 100 g
Butter 1 EL für die Form

Zubereitung

  1. Ofen vorheizen: Ofen auf 180 °C Umluft (200 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Auflaufform (ca. 25 x 20 cm) mit Butter ausstreichen.
  2. Kartoffeln schneiden: Kartoffeln schälen und in etwa 3 mm dünne Scheiben schneiden – am besten mit einem Gemüsehobel. Nicht in Wasser legen: Die Stärke hilft dabei, die Sauce zu binden.
  3. Sahne-Milch-Mischung herstellen: Sahne, Milch, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Muskat in einem Topf kurz erhitzen, bis die Mischung warm ist (nicht kochen). Vom Herd nehmen.
  4. Kartoffeln einschichten: Kartoffelscheiben leicht überlappend in die vorbereitete Form schichten. Nach jeder Schicht etwas von der Sahne-Milch-Mischung darübergießen. Die letzte Schicht vollständig mit der Flüssigkeit bedecken.
  5. Käse drüber und backen: Geriebenen Käse gleichmäßig über das Gratin streuen. Im vorgeheizten Ofen 55–65 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Kartoffeln beim Einstechen mit einem Messer weich sind.
  6. Ruhen lassen: Das Gratin 10 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen, bevor es serviert wird. Die Sauce zieht dadurch leicht an und das Gratin lässt sich besser portionieren.

Variationen

Mit Speck: Gewürfelten Bauchspeck zwischen die Kartoffelschichten legen – das ergibt ein deftigeres, fleischigeres Gratin. Ohne Sahne: Nur Milch verwenden – das Gratin wird leichter, braucht aber etwas länger im Ofen. Mit Zwiebeln: Fein gehobelte Zwiebelringe zwischen die Schichten bringen Süße und Tiefe. Vegan: Sahne durch Kokosmilch oder Haferrahm ersetzen, Käse weglassen oder durch veganen Reibekäse ersetzen.

Das Original: Gratin Dauphinois

Das Gratin Dauphinois stammt aus der Dauphiné in den französischen Alpen und wurde erstmals 1788 für Offiziere in Gap zubereitet. Das ursprüngliche Rezept kommt ohne Käse aus – nur Kartoffeln, Sahne und manchmal Knoblauch. In Frankreich gilt der Käse auf dem Gratin als Luxusvariante und wird je nach Region unterschiedlich gehandhabt.

Wie lange braucht Kartoffelgratin mit rohen Kartoffeln im Ofen?

Bei 180 °C Umluft dauert es 55–65 Minuten. Die Kartoffeln müssen vollständig durch sein – mit einem Messer oder Zahnstocher testen: Er muss ohne Widerstand in die tiefste Schicht eindringen. Eine goldbraune Oberfläche allein sagt noch nichts über den Garzustand aus.

Warum wird mein Kartoffelgratin nicht gar?

Die häufigste Ursache: Die Kartoffelscheiben sind zu dick oder zu dicht geschichtet. Außerdem kann zu wenig Flüssigkeit dazu führen, dass die unteren Schichten nicht garziehen. Kartoffeln dünn hobeln (3 mm), genug Flüssigkeit verwenden und das Gratin mit Folie abdecken, wenn es nach 40 Minuten noch nicht durchgegart wirkt.

Wie viel Flüssigkeit braucht Kartoffelgratin?

Grob 500 ml auf 1 kg Kartoffeln – in diesem Rezept je 250 ml Sahne und Milch. Die Flüssigkeit sollte nach dem Einschichten der letzten Lage die oberste Kartoffelreihe gerade bedecken. Im Ofen kocht ein Teil davon ein und bindet durch die Kartoffelstärke zu einer cremigen Sauce.

Welche Beilagen passen gut zu Kartoffelgratin?

Kartoffelgratin ist selbst schon eine Beilage und passt gut zu Rinderfilet, Lammkeule, Braten oder einfach zu einem grünen Salat. Als Hauptgericht funktioniert es mit einem Krautsalat daneben hervorragend.

Kann man Kartoffelgratin vorbereiten?

Ja – das Gratin kann am Vortag vollständig zubereitet, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag bei 150 °C ca. 20–25 Minuten aufgewärmt werden. Es schmeckt am zweiten Tag oft sogar besser, weil die Sauce vollständig eingezogen ist.