Cremige weiße Bohnen, knackiger Feldsalat und warme Tomatenbratlinge, darüber ein Zitronen-Tahini-Dressing mit einem Hauch Kreuzkümmel – dieser Salat ist ein vollwertiges Hauptgericht und trotzdem in 25 Minuten auf dem Tisch. Die Bohnen liefern reichlich pflanzliches Eiweiß und machen lange satt. Das Rezept ist komplett vegan.

Zutaten für den weißen Bohnensalat

Zutaten für Portionen

Für den Salat

ZutatMengeHinweise
weiße Bohnen aus der Dose500 gabgetropft, alternativ aus dem Glas
rote Zwiebel1 Stückin feinen Ringen
Feldsalat100 ggeputzt und gewaschen
Tomatenbratlinge4 Stückfertig gekauft oder aus Trockenmischung

Für das Zitronen-Tahini-Dressing

ZutatMengeHinweise
Zitrone1/2 StückSaft davon
Tahini2 ELSesampaste
Olivenöl1 EL
Kreuzkümmel1/2 TLgemahlen
Wasser3 ELnach Bedarf
Salz und Pfeffernach Geschmack

Zubereitung

  1. Bratlinge zubereiten: Die Tomatenbratlinge nach Packungsanweisung zubereiten – fertige Bratlinge in etwas Öl von beiden Seiten goldbraun braten, eine Trockenmischung vorher quellen lassen und zu Bratlingen formen. Warm halten.
  2. Salat vorbereiten: Die weißen Bohnen in ein Sieb geben, kalt abspülen und gut abtropfen lassen. Die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Den Feldsalat waschen und trocken schleudern.
  3. Dressing anrühren: Tahini, Zitronensaft, Olivenöl und Kreuzkümmel in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Mischung wird zunächst fest – nach und nach Wasser einrühren, bis ein cremiges, fließendes Dressing entsteht. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
  4. Anrichten: Bohnen und Zwiebelringe in einer Schüssel mit der Hälfte des Dressings vermengen und kurz durchziehen lassen. Den Feldsalat auf Teller verteilen, die Bohnenmischung darauf anrichten und die warmen Bratlinge dazulegen. Mit dem restlichen Dressing beträufeln und sofort servieren.

Variationen

Der Salat lässt sich nach Vorratslage abwandeln: Statt weißer Bohnen funktionieren auch Kichererbsen oder braune Linsen – wer sie selbst kochen will, findet die Grundlagen in unseren Beiträgen Kichererbsen zubereiten und Linsen kochen. Statt Feldsalat passen Rucola oder Babyspinat, und im Sommer machen sich halbierte Kirschtomaten und Gurkenwürfel gut dazwischen.

Bei den Bratlingen ist alles erlaubt, was die Pfanne hergibt: Besonders gut passen Falafel – die Kichererbsenbällchen bringen die gleiche orientalische Note mit wie das Tahini-Dressing. Wer es nicht vegan braucht, brät stattdessen Halloumi-Scheiben an. Und wer beim Dressing lieber beim bewährten Essig-Öl-Prinzip bleibt, schaut in unser Salatdressing-Grundrezept.

Übrig gebliebenes Tahini muss übrigens nicht im Schrank altern: Zusammen mit Kichererbsen wird daraus in fünf Minuten ein Hummus.

Weiße Bohnen mit Tahini – eine alte Kombination

So modern der Salat wirkt, so alt ist seine Grundidee. In der türkischen Küche gibt es mit Piyaz seit Jahrhunderten einen Salat aus weißen Bohnen, Zwiebeln und Petersilie – der Name geht auf ein altes iranisches Wort für Zwiebel zurück. Besonders spannend ist die Variante aus der Provinz Antalya: Dort wird der Bohnensalat traditionell mit einer Tahini-Sauce angemacht – fast genau die Kombination aus weißen Bohnen, Sesampaste und Zitrone, die auch in diesem Rezept steckt.

Auch rund ums Mittelmeer haben weiße Bohnen im Salat Tradition: In der Toskana werden Cannellini-Bohnen schlicht mit Olivenöl, Salbei und Essig angerichtet, in Griechenland kennt man Fasolia-Salate mit Zitrone und Kräutern. Die Bohne selbst kam übrigens erst im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Europa – vorher behalf man sich mit Ackerbohnen.

Fun Facts

Der Antalya-Piyaz ist in der Türkei eine so ernste Angelegenheit, dass das türkische Patentamt ihn offiziell als eigenständiges Hauptgericht anerkannt hat – nicht als Salat oder Beilage. Und zu Zeiten des Osmanischen Reichs wurde Piyaz auch mal mit Artischocken, Erbsen oder Kartoffeln zubereitet – die Bohnen-Version, die heute jeder kennt, setzte sich erst später durch.


Welche weißen Bohnen eignen sich für den Salat?

Am besten eignen sich Cannellini-Bohnen oder dicke weiße Bohnen aus Dose oder Glas – sie sind bereits gegart und müssen nur abgespült werden. Getrocknete Bohnen funktionieren auch, brauchen aber eine Einweichzeit über Nacht und etwa 60 bis 90 Minuten Kochzeit.

Warum wird mein Tahini-Dressing klumpig?

Das ist normal: Sobald Zitronensaft auf Tahini trifft, zieht die Sesampaste zunächst fest zusammen. Einfach löffelweise Wasser einrühren – nach 2 bis 3 Esslöffeln kippt die Konsistenz und das Dressing wird wieder cremig und fließend. Je mehr Wasser, desto dünnflüssiger wird es.

Kann ich den Bohnensalat vorbereiten?

Die Bohnen-Zwiebel-Mischung mit Dressing hält sich abgedeckt 1 bis 2 Tage im Kühlschrank und schmeckt durchgezogen sogar intensiver. Feldsalat und Bratlinge erst kurz vor dem Servieren dazugeben, damit der Salat frisch bleibt und die Bratlinge knusprig sind.

Was kann ich statt Tomatenbratlingen verwenden?

Jeder Gemüsebratling funktioniert, ebenso Falafel, geräucherter Tofu oder gebratene Champignons. Wer es nicht vegan braucht, kann auch Halloumi oder ein pochiertes Ei dazu servieren. Die Bratlinge lassen sich zudem komplett weglassen – dann wird aus dem Hauptgericht eine leichte Vorspeise.

Wie gesund ist Salat mit weißen Bohnen?

Weiße Bohnen gehören zu den besten pflanzlichen Eiweißquellen und liefern zusätzlich Ballaststoffe, Eisen und B-Vitamine. Zusammen mit dem Feldsalat, der viel Vitamin C und Folsäure enthält, und dem sesamhaltigen Dressing ergibt das eine ausgewogene, sättigende Mahlzeit ohne tierische Produkte.

Was passt gut zu weißen Bohnen?

Weiße Bohnen mögen Säure und kräftige Aromen: Zitrone, Essig, Knoblauch, rote Zwiebeln und frische Kräuter wie Petersilie oder Salbei. Auch Tomaten, Thunfisch, Feta und geröstetes Brot sind bewährte Partner. Im Salat sorgen knackige Komponenten wie Gurke oder Paprika für den nötigen Kontrast zur weichen Bohne.

Was kann man alles mit weißen Bohnen machen?

Neben Salat eignen sich weiße Bohnen für Eintöpfe, Suppen und Schmorgerichte, als cremiges Püree oder Dip mit Olivenöl und Knoblauch, oder als Einlage in Pasta und Minestrone. Auch in einem Chili machen sich Bohnen gut – eine fleischlose Variante zeigt unser Rezept für Chili sin Carne.