Putengeschnetzeltes ist ein herzhaftes Pfannengericht mit zarten Putenstreifen in einer cremigen Pilz-Sahnesauce. Das Gericht ist schnell zubereitet, braucht keine ausgefallenen Zutaten und macht trotzdem richtig Eindruck auf dem Teller. Ein echter Alltagsfavorit, der mit Spätzle, Nudeln oder Reis gleichermaßen gut schmeckt.
Zutaten für Putengeschnetzeltes
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Putenbrust | 600 g | quer zur Faser in dünne Streifen geschnitten |
| Champignons | 300 g | in Scheiben |
| Zwiebel | 1 Stück | mittelgroß, fein gewürfelt |
| Knoblauchzehen | 2 Stück | fein gehackt |
| Butterschmalz | 2 EL | zum Anbraten |
| Mehl | 1 EL | zum Binden |
| Weißwein | 80 ml | trocken |
| Geflügelbrühe | 150 ml | |
| Sahne | 200 ml | mind. 30% Fett |
| Zitronensaft | 1 TL | frisch gepresst |
| Muskatnuss | frisch gerieben, nach Geschmack | |
| Salz und Pfeffer | nach Geschmack | |
| frische Petersilie | 2 EL | gehackt, zum Bestreuen |
Zubereitung
- Fleisch vorbereiten: Putenbrust quer zur Faser in Streifen von etwa 1 cm Breite schneiden. Mit Küchenpapier trocken tupfen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
- Gemüse schneiden: Champignons in gleichmäßige Scheiben schneiden. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch fein hacken.
- Fleisch scharf anbraten: Butterschmalz in einer großen Pfanne bei hoher Hitze erhitzen. Putenstreifen in zwei Portionen je 2–3 Minuten scharf anbraten, bis sie rundherum goldbraun sind. Herausnehmen und auf einem Teller beiseitestellen. Wichtig: Nicht zu viel Fleisch auf einmal in die Pfanne geben, damit die Pfanne heiß bleibt und das Fleisch bräunt statt zu dünsten.
- Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen: Hitze etwas reduzieren. Zwiebeln in der Pfanne 3 Minuten glasig anschwitzen. Knoblauch dazugeben und weitere 1 Minute mitbraten.
- Champignons braten: Champignons in die Pfanne geben und 5–6 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Dabei gelegentlich wenden.
- Sauce aufbauen: Mehl über das Gemüse stäuben und 1 Minute unter Rühren anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und 2 Minuten köcheln lassen, bis der Alkohol verdunstet ist. Geflügelbrühe und Sahne angießen, alles gut verrühren.
- Sauce einkochen: Sauce bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten köcheln lassen, bis sie sämig wird. Mit Zitronensaft, frisch geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Fertigstellen und servieren: Putenstreifen zurück in die Pfanne legen und bei niedriger Hitze 2–3 Minuten warm ziehen lassen – nicht mehr kochen, damit das Fleisch zart bleibt. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Variationen
Wer es etwas deftiger mag, kann die Champignons durch eine Mischung aus Shiitake und Austernpilzen ersetzen – das gibt der Sauce deutlich mehr Tiefe und ein intensiveres Aroma. Für eine bunte Variante lassen sich rote oder gelbe Paprikastreifen mit dem Gemüse mitbraten, was zusätzliche Süße ins Gericht bringt.
Wer auf Alkohol verzichten möchte, lässt den Weißwein einfach weg und ersetzt ihn durch die gleiche Menge zusätzliche Brühe – die Sauce wird dadurch milder, aber immer noch sehr cremig. Für eine leichtere Version eignet sich Kochsahne mit 15% Fett anstelle der Schlagsahne.
Statt Putenbrust lässt sich das Rezept auch mit Hähnchenbrust zubereiten – das Ergebnis ist sehr ähnlich, aber nochmals etwas günstiger. Wer mehr Gewürze mag, rundet die Sauce mit einem Teelöffel mildem Paprikapulver oder etwas Dijonsenf ab.
Als Beilage eignen sich Spätzle besonders gut, da sie die cremige Sauce optimal aufnehmen. Auch Gnocchi passen hervorragend dazu.
Die Geschichte des Geschnetzelten
Das Geschnetzelte hat seine Wurzeln in der Schweizer Küche – genauer gesagt in Zürich. Das berühmte Zürcher Geschnetzelte aus Kalbfleisch, Weißwein und Rahm wurde erstmals 1947 in einem Schweizer Kochbuch erwähnt, obwohl Vorstufen des Gerichts schon im 19. Jahrhundert in der Alpenregion bekannt waren. Der Begriff „Geschnetzeltes“ leitet sich vom Verb schnetzeln ab, das im Alemannischen für das feine Schneiden von Fleisch steht.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Gericht weit über die Schweiz hinaus verbreitet und in Deutschland eine eigene Entwicklung genommen. Da Kalbfleisch vergleichsweise teuer ist, bürgerte sich die Putenbrust als günstigere und kalorienärmere Alternative ein. Putengeschnetzeltes ist heute fester Bestandteil der deutschen Alltagsküche – schnell, unkompliziert und sättigend.
Wie bleibt Putengeschnetzeltes zart?
Der wichtigste Trick ist das portionsweise scharfe Anbraten: Wer zu viel Fleisch auf einmal in die Pfanne gibt, kühlt die Pfanne ab und das Fleisch dünstet statt zu braten. Außerdem sollte die Pute am Ende nur noch bei niedriger Hitze warm gezogen werden – nicht mehr kochen. Zu langes oder zu heißes Garen macht Putenfleisch trocken und zäh.
Wie lange brät man Putengeschnetzeltes?
Die Putenstreifen brauchen pro Portion 2–3 Minuten bei hoher Hitze, bis sie goldbraun sind. Dann werden sie herausgenommen und erst am Ende wieder in die fertige Sauce gelegt, wo sie nur noch 2–3 Minuten warm ziehen müssen. Die gesamte Zubereitungszeit beträgt ca. 40 Minuten.
Was tun, damit Geschnetzeltes nicht zäh wird?
Fleisch quer zur Faser schneiden – das kürzt die Muskelfasern und macht jeden Streifen zarter. Außerdem: Fleisch vor dem Anbraten trocken tupfen, damit es in der Pfanne wirklich brät und nicht kocht. Und die goldene Regel: Putenstreifen nicht mehr in der Sauce aufkochen, nur noch warm werden lassen.
Wie lange ist Putengeschnetzeltes im Kühlschrank haltbar?
Im Kühlschrank hält sich Putengeschnetzeltes in einem verschlossenen Behälter 2–3 Tage. Beim Aufwärmen am besten bei niedriger Hitze in einer Pfanne erwärmen und einen Schuss Brühe oder Sahne dazugeben, damit die Sauce nicht zu dickflüssig wird.
Kann man Putengeschnetzeltes einfrieren?
Ja, Putengeschnetzeltes lässt sich gut einfrieren. Am besten in Portionsboxen abfüllen und bis zu 3 Monate tiefgefroren aufbewahren. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann langsam bei niedriger Hitze erwärmen. Sahnesaucen können beim Auftauen etwas ausflocken – kräftiges Rühren beim Erhitzen hilft dabei.
Welche Beilagen passen zu Putengeschnetzeltes?
Am besten passen Beilagen, die die cremige Sauce aufnehmen können: Spätzle, Bandnudeln, Tagliatelle oder Gnocchi sind ideale Begleiter. Wer es leichter mag, serviert dazu gedämpften Reis oder einfaches Weißbrot. Auch ein frischer grüner Salat rundet das Gericht gut ab.