Maultaschen Rezept

Maultaschen sind das schwäbische Nationalgericht – gefüllte Nudeltaschen aus frischem Teig mit einer Füllung aus Hackfleisch, Spinat, Zwiebeln und Brötchen. Sie werden in Brühe serviert, in der Pfanne mit Butter und Zwiebeln gebraten oder in Scheiben mit Kartoffelsalat gegessen. Wer selbst macht, versteht sofort, warum sie „Herrgottsbescheißerle“ heißen.

Zutaten für den Nudelteig

Zutat Menge Hinweise
Mehl (Typ 00 oder 405) 300 g
Eier 3 Stück Größe M
Olivenöl 1 TL
Salz 1 Prise

Für die Füllung

Zutat Menge Hinweise
gemischtes Hackfleisch 300 g
Spinat 200 g frisch oder TK aufgetaut und gut ausgedrückt
Zwiebel 1 Stück fein gewürfelt
altbackene Brötchen 2 Stück in Milch eingeweicht
Eier 2 Stück
Butter 2 EL
Majoran 1 TL getrocknet
Salz, Pfeffer, Muskat nach Geschmack

Zubereitung

  1. Nudelteig kneten: Mehl auf die Arbeitsfläche häufen, in der Mitte eine Mulde formen. Eier, Öl und Salz hineingeben und alles zu einem glatten, elastischen Teig kneten – ca. 8–10 Minuten. In Klarsichtfolie wickeln und 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Füllung zubereiten: Zwiebeln in Butter glasig dünsten. Hackfleisch dazugeben und krümelig braten. Spinat einarbeiten, kurz mitdünsten. Die eingeweichten Brötchen ausdrücken und fein zerbröseln, zur Fleisch-Spinat-Mischung geben. Eier und Majoran dazugeben, kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Abkühlen lassen.
  3. Teig ausrollen: Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen – so dünn wie möglich, ca. 2 mm. In Rechtecke von ca. 12 x 8 cm schneiden.
  4. Maultaschen formen: Je 1–2 EL Füllung auf eine Hälfte jedes Rechtecks geben. Ränder mit Wasser befeuchten, die andere Hälfte darüberklappen und Ränder fest andrücken. Seitlich gut verschließen, damit beim Kochen nichts herausfällt.
  5. Garen: Einen großen Topf mit Brühe oder Salzwasser zum Sieden bringen. Maultaschen einlegen und 8–10 Minuten leicht sieden lassen, bis der Teig gar ist und die Taschen aufschwimmen. Herausnehmen.
  6. Servieren: In Brühe mit frischen Schnittlauchringen servieren. Oder: in Scheiben schneiden und in Butter mit karamellisierten Zwiebelringen anbraten – die beliebteste schwäbische Art.

Warum „Herrgottsbescheißerle“?

Der Legende nach haben die Schwaben Fleisch in Nudelteig versteckt, um in der Fastenzeit Fleisch zu essen, ohne es Gott direkt zu zeigen. Daher der volkstümliche Name Herrgottsbescheißerle – Gottes kleiner Betrüger. Das erste nachweisbare schriftliche Rezept stammt aus dem Jahr 1831 aus Ulm.

Variationen

Vegetarisch: Fleisch durch mehr Spinat, Ricotta oder Pilze ersetzen. Mit Kartoffelsalat: Maultaschen in Scheiben schneiden und kalt mit Kartoffelsalat und Essig-Öl-Dressing servieren – eine typisch schwäbische Kombination. Überbacken: In einer Auflaufform mit Brühe und Käse bei 180 °C überbacken.

Was ist in den Maultaschen drin?

Die klassische schwäbische Füllung besteht aus Hackfleisch (oft gemischt), Spinat, eingeweichten Brötchen, Zwiebeln, Eiern und Gewürzen wie Majoran, Salz, Pfeffer und Muskat. Je nach Region und Familie variieren die Anteile stark.

Wie essen die Schwaben ihre Maultaschen?

Drei klassische Arten: (1) In Rinderbrühe mit Schnittlauch – die edelste Variante. (2) Gebraten in Scheiben mit Butter und Zwiebeln. (3) Kalt mit Kartoffelsalat. Die gebratene Variante mit Zwiebeln ist die beliebteste in heimischen Küchen.

Wie bereite ich fertige Maultaschen zu?

Fertige (gekaufte) Maultaschen entweder 3–4 Minuten in heißer Brühe erwärmen oder in Butter anbraten. Nicht kochen – sie sind bereits vorgegart. In der Pfanne mit etwas Öl oder Butter bei mittlerer Hitze von beiden Seiten je 3 Minuten braten, bis sie goldbraun sind.

Was kann man zu Maultaschen essen?

In Brühe serviert brauchen sie nichts weiter als frischen Schnittlauch. Gebraten passen Kartoffelsalat, Krautsalat oder einfach grüner Salat dazu. Wer es deftig mag: karamellisierte Zwiebeln direkt in der Pfanne mitbraten. Als weiteres schwäbisches Gericht passen Spätzle gut dazu.

Kann man Maultaschen einfrieren?

Ja – ungegarte Maultaschen auf einem Blech vorfrieren, dann in Beutel umfüllen. Haltbarkeit: 3 Monate. Zum Garen direkt aus dem Gefrierfach in siedende Brühe geben, Garzeit um 3–4 Minuten verlängern.