Der Princess Cocktail – auch als Little Princess bekannt – ist ein kräftiger Short Drink aus nur zwei Zutaten: weißem Rum und rotem Wermut. Die Kombination ergibt einen runden, leicht süßlichen Drink mit herb-würziger Tiefe. Einfach zuzubereiten, aber mit einer überraschenden Intensität, die den Princess Cocktail zur Entdeckung für Rum-Fans macht.
Zutaten für den Princess Cocktail
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Weißer Rum | 4 cl | z. B. Bacardi Carta Blanca oder Havana Club 3 Jahre |
| Martini Rosso | 4 cl | oder anderer roter Wermut |
| Eiswürfel | zum Rühren, möglichst groß | |
| Limette | 1 Scheibe | als Garnitur, optional |
Zubereitung
- Mixglas kühlen: Ein Mixglas oder einen Rührkrug mit einigen Eiswürfeln füllen und kurz stehen lassen, damit das Glas kalt wird. Das überschüssige Schmelzwasser anschließend abgießen.
- Zutaten einfüllen: Frische Eiswürfel ins Mixglas geben. Den weißen Rum und den Martini Rosso direkt über das Eis gießen.
- Rühren: Mit einem langen Barlöffel etwa 30 Sekunden gleichmäßig rühren. Rühren – nicht shaken – sorgt für eine seidige Textur ohne unerwünschte Luftblasen oder Trübung.
- Servieren: Den fertigen Cocktail durch ein Barsieb in ein gekühltes Shortdrinkglas oder kleines Cocktailglas abseihen. Wer möchte, dekoriert mit einer halben Limettenscheibe am Glasrand.
Variationen des Princess Cocktails
Der Name Princess steht nicht für ein einziges Rezept, sondern für eine ganze Familie eleganter, oft fruchtiger Drinks. Je nach Bar und Region verbergen sich dahinter sehr unterschiedliche Cocktails.
Princess Dream ist die cremige Variante: Je 3 cl Crème de Cacao (weiß), Galliano, Sahne und Ananassaft werden kräftig geshakt und in eine vorgekühlte Cocktailschale abgeseiht. Ein Hauch Zimt- oder Kakaopulver als Garnitur gibt dem Drink seinen Dessert-Charakter. Diese Version passt hervorragend als After-Dinner-Cocktail.
Princess Kate ist die festliche Variante mit Champagner: 4 cl Vodka, 2 cl Galliano Vanille Likör, 2 cl Limettensaft und 3 cl Himbeerpüree im Shaker kräftig mixen, in ein vorgekühltes Glas abseihen und mit Brut-Champagner oder -Sekt aufgießen. Als Garnitur dienen frische Himbeeren. Wer einen Champagner-Cocktail ohne Rum sucht, findet in unserem Kir Royal eine ähnlich elegante Alternative.
Alkoholfrei: Den Rum durch Maracujasaft (4 cl) ersetzen, den Martini Rosso durch alkoholfreien Wermut oder roten Traubensaft (4 cl). Mit Vanillesirup (1 cl) und einem Spritzer Grenadine lässt sich die fehlende Süße und Tiefe des Originals gut ausgleichen. Diese Version ist auch für Kinder und Jugendliche geeignet.
Princess of Wales: In manchen Bars wird dieser Name für einen leichten Champagner-Sekt-Cocktail verwendet – vergleichbar mit einem French 75, aber mit weniger Gin und mehr Fruchtnote durch Passionsfrucht.
Geschichte: Royaler Cocktail-Tradition
Hinter dem schlichten Namen Little Princess steckt keine dokumentierte Entstehungsgeschichte. Der Cocktail ist ein typischer Vertreter der kurzen, geradlinigen Rum-Wermut-Drinks, die seit den 1920er Jahren in der Barkultur verbreitet sind – strukturell verwandt mit dem Manhattan, der auf Rye Whiskey und süßem Wermut basiert.
Was es dagegen gibt, ist eine echte königliche Geschichte für den Princess Mary Cocktail: Am 28. Februar 1922 heiratete Prinzessin Mary, Tochter von König Georg V., den Viscount Lascelles. Gleich zwei Barkeeper schufen zu diesem Anlass einen Cocktail zu ihren Ehren. Harry MacElhone, Gründer der berühmten Harry’s New-York Bar in Paris, kreierte seinen Princess Mary aus Gin, weißem Crème de Cacao und Sahne – ein cremiger, süßlicher Drink, der den Geschmack der damaligen Zeit traf. Fast zeitgleich veröffentlichte Harry Craddock sein Rezept für den Princess Mary’s Pride im Savoy Cocktail Book (1930), bestehend aus französischem Wermut, Dubonnet und Calvados.
Diese royalen Ursprünge zeigen, wie eng Cocktailkultur und gesellschaftliche Anlässe historisch verbunden waren. Der heutige Little Princess trägt diesen Geist weiter – als einfacher, aber wirkungsvoller Drink für besondere Momente.
Tipps für den perfekten Princess Cocktail
Rum-Wahl: Ein neutraler weißer Rum wie Bacardi Carta Blanca oder Havana Club Añejo 3 Años funktioniert ausgezeichnet. Wer mehr Komplexität möchte, kann einen leicht gereiften Rum verwenden – aber Vorsicht: Zu viel Holzaromatik überdeckt den Wermut.
Wermut-Qualität: Martini Rosso ist der Standard, aber es lohnt sich, andere rote Wermuts auszuprobieren. Carpano Antica Formula bringt Vanille- und Gewürznoten, Cinzano Rosso ist etwas kräftiger. Ein frisch geöffneter Wermut macht immer den Unterschied – offene Flaschen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 4–6 Wochen verbrauchen.
Rühren statt shaken: Der Princess Cocktail wird gerührt, nicht geshakt. Rühren bewahrt die klare, tiefrot-mahagonifarbene Optik und sorgt für eine gleichmäßige Kühlung ohne Eiswasser-Überverdünnung. Ein Shaker würde den Drink trüben und zu viel Wasser einbringen.
Gleiches Verhältnis: Das 1:1-Verhältnis von Rum zu Wermut ist entscheidend für das Gleichgewicht. Wer den Drink trockener möchte, kann auf 3:2 (Rum:Wermut) gehen – aber weniger Wermut als die Hälfte lässt den Drink eindimensional werden.
Glaswahl und Temperatur: Ein vorgekühltes Shortdrinkglas oder ein kleines Old-Fashioned-Glas mit 2–3 großen Eiswürfeln ist ideal. Das Glas kann kurz ins Gefrierfach gestellt werden, wenn keine gekühlten Gläser zur Hand sind.
Was ist ein Princess Cocktail?
Der Princess Cocktail – klassisch als Little Princess bekannt – ist ein einfacher Short Drink aus weißem Rum und rotem Wermut (Martini Rosso) im Verhältnis 1:1. Er wird gerührt, nicht geshakt, und in einem kleinen Cocktailglas serviert. Der Name steht außerdem für eine ganze Familie süßlich-fruchtiger Drinks mit unterschiedlichen Zutaten.
Was sind die Zutaten für einen Little Princess Cocktail?
Der Little Princess besteht aus nur zwei Zutaten: 4 cl weißem Rum und 4 cl Martini Rosso (roter Wermut). Dazu kommen Eiswürfel zum Rühren und optional eine Limettenscheibe als Garnitur.
Wie schmeckt ein Princess Cocktail?
Der Princess Cocktail schmeckt kräftig-süßlich mit einer herb-würzigen Note vom Wermut. Der weiße Rum bringt eine saubere, leicht fruchtige Basis, während der Martini Rosso Vanille, Kräuter und eine angenehme Bittersüße beisteuert. Insgesamt ist der Drink rund und wärmer als viele Citrus-Cocktails – trotzdem klar und nicht schwer.
In was für einem Glas wird ein Princess Cocktail serviert?
Der Princess Cocktail wird am besten in einem Shortdrinkglas (auch Old-Fashioned-Glas oder Rocks Glass genannt) mit 2–3 großen Eiswürfeln serviert. Alternativ kann er ohne Eis in ein kleines vorgekühltes Cocktailglas abgeseiht werden – ähnlich wie ein Manhattan on the rocks oder straight up.
Wo stammt der Little Princess Cocktail her?
Der Little Princess hat keine dokumentierte Herkunft oder bekannten Erfinder. Er ist ein typischer Rum-Wermut-Drink aus der Tradition der 1920er-Jahre-Barkultur, strukturell verwandt mit dem Manhattan. Bekannte royale Ursprünge gibt es hingegen beim Princess Mary Cocktail von 1922, den Bartender Harry MacElhone anlässlich der Hochzeit von Prinzessin Mary kreiert hat.
Wie stark ist ein Princess Cocktail?
Der Princess Cocktail hat einen Alkoholgehalt von etwa 20–22 Vol.% pro Portion. Weißer Rum liegt bei 40 Vol.%, Martini Rosso bei 15 Vol.%. Das 1:1-Verhältnis ergibt einen mittelstarken Drink – stärker als ein Wein, aber deutlich leichter als ein purer Schnaps. Vorsicht: Die Süße des Wermuts überdeckt die Stärke, was ihn unterschätzen lässt.
Kann ich den Princess Cocktail ohne Alkohol zubereiten?
Ja, der Princess Cocktail lässt sich gut alkoholfrei nachbauen. Den weißen Rum durch Maracujasaft oder weißen Traubensaft ersetzen, den Martini Rosso durch alkoholfreien Wermut (z. B. Lyre’s Aperitif Rosso) oder roten Traubensaft. Ein Schuss Vanillesirup und ein Spritzer Grenadine runden die Tiefe des Originals nach.
Was ist der Unterschied zwischen Little Princess und Princess Dream?
Der Little Princess ist ein kurzer, klarer Rum-Wermut-Drink (2 Zutaten, gerührt). Der Princess Dream ist eine cremige Cocktail-Schale aus Crème de Cacao, Galliano, Sahne und Ananassaft (4 Zutaten, geshakt). Beide tragen den Namen Princess, sind aber völlig unterschiedlich in Charakter, Zubereitung und Anlass – der Little Princess als Aperitif, der Princess Dream eher als Dessert-Cocktail.