Selbst gemachter Himbeersirup braucht keine komplizierten Zutaten – nur frische Himbeeren, Sirupzucker, Wasser und Zitronensaft. Die Kalt-Ansatz-Methode schont das Aroma: Die Beeren ziehen über Nacht im Kühlschrank, bevor der Saft abgeseiht und kurz aufgekocht wird. Das Ergebnis ist ein tiefrotes, aromatisches Konzentrat, das sich monatelang hält.
Zutaten für Himbeersirup selber machen
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Himbeeren | 1000 g | frisch oder TK |
| Sirupzucker | 1000 g | z. B. Gelierzucker 2:1 oder Einmachzucker |
| Wasser | 600 ml | |
| Zitronensaft | 50 ml | frisch gepresst |
Zubereitung
- Himbeeren ansetzen: Himbeeren verlesen und vorsichtig waschen. In einen großen Topf oder eine Schüssel geben, das Wasser dazugießen und die Beeren mit einem Löffel leicht andrücken. Abdecken und mindestens 6 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
- Saft abseihen: Ein feines Sieb mit einem sauberen Leinentuch oder Passiertuch auskleiden und über eine Schüssel hängen. Den Fruchtbrei hineingeben und den Saft vollständig abtropfen lassen – nicht ausdrücken, damit der Sirup klar bleibt.
- Flaschen sterilisieren: Flaschen und Deckel in kochendem Wasser 5 Minuten auskochen oder im Backofen bei 120 °C sterilisieren und auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen.
- Sirup kochen: Den abgeseihten Saft mit Sirupzucker und Zitronensaft in einem Topf verrühren. Unter Rühren erhitzen bis der Zucker vollständig aufgelöst ist, dann ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Aufsteigenden Schaum abschöpfen.
- Abfüllen: Den heißen Sirup sofort randvoll in die sterilen Flaschen füllen, fest verschließen und kurz auf den Kopf stellen. Aufrecht abkühlen lassen.
Variationen
Wer keinen Sirupzucker zur Hand hat, kann auch normalen Kristallzucker verwenden – der Sirup wird dann etwas flüssiger, schmeckt aber genauso. Für eine noch intensivere Farbe und mehr Aroma lassen sich die Beeren statt 6 Stunden auch 2–3 Tage kalt ansetzen – täglich einmal umrühren. Wer es fruchtig-blumig mag, legt beim Ansetzen einen Zweig frischen Thymian oder Rosmarin dazu und entfernt ihn vor dem Abseihen. Den fertigen Sirup in Cocktails einsetzen lohnt sich: Im Clover Club ist Himbeersirup die entscheidende Zutat, die dem Drink seine Farbe und Fruchtigkeit gibt. Eine weitere Variante des Himbeersirup-Rezepts mit größerer Menge (2 Liter) findet sich ebenfalls bei uns.
Wie viel Wasser kommt in den Himbeersirup?
Für die Kalt-Ansatz-Methode gilt als Richtwert 300 ml Wasser pro 500 g Himbeeren – also 600 ml für 1 kg. Das Wasser hilft dem Saft beim Austreten und macht den Sirup nicht wässrig, da die Flüssigkeit beim späteren Kochen mit dem Zucker auf das richtige Verhältnis einreduziert.
Warum Sirupzucker statt normalem Zucker?
Sirupzucker (z. B. Gelierzucker 2:1 oder spezieller Einmachzucker) enthält einen kleinen Pektinanteil, der dem Sirup eine leicht sämige Konsistenz gibt und die Haltbarkeit verbessert. Normaler Kristallzucker funktioniert ebenfalls, ergibt aber einen etwas flüssigeren Sirup.
Wie lange hält selbst gemachter Himbeersirup?
Ungeöffnet und kühl gelagert hält er 4–6 Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Wochen verbrauchen. Wer auf Zitronensäure statt Zitronensaft setzt, erzielt eine noch längere Haltbarkeit von bis zu einem Jahr.
Kann ich TK-Himbeeren verwenden?
Ja – TK-Himbeeren eignen sich sogar besonders gut. Durch das Einfrieren und Auftauen platzen die Zellwände auf, der Saft tritt leichter und reichlicher aus. Einfach aufgetaut oder noch leicht gefroren ansetzen und wie beschrieben über Nacht ziehen lassen.
Warum werden die Himbeeren nicht ausgepresst?
Durch Drücken lösen sich Trübstoffe aus dem Fruchtfleisch, der Sirup wird matt und trüb. Wer nur abtropfen lässt, bekommt einen klaren, rubinroten Sirup. Wer mehr Aroma wichtiger findet als die Optik, kann am Ende leicht durch das Tuch drücken – das ist Geschmackssache.