
Wirsing ist zart, mild und braucht wenig Zeit. Geschmort mit Zwiebeln, etwas Sahne und Muskat wird er zu einer cremigen Beilage, die zu Fleisch, Fisch und Kartoffelgerichten passt. Im Gegensatz zu Weißkohl oder Rotkohl gart er schnell und wird dabei weich und aromatisch – ohne bitter zu werden.
Zutaten für Wirsing
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Wirsing | 800 g | ca. ein halber Kopf |
| Zwiebel | 1 Stück | fein gewürfelt |
| Butter | 2 EL | |
| Gemüsebrühe | 100 ml | |
| Sahne | 100 ml | oder Hafersahne für vegane Variante |
| Muskatnuss | 0.5 TL | frisch gerieben |
| Knoblauchzehe | 1 Stück | fein gehackt, optional |
| Salz und Pfeffer | nach Geschmack |
Zubereitung
- Wirsing vorbereiten: Äußere Blätter entfernen, Kopf vierteln und Strunk herausschneiden. Wirsing in 1–2 cm breite Streifen schneiden oder grob zupfen.
- Zwiebeln anschwitzen: Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel und optional Knoblauch 3–4 Minuten glasig dünsten.
- Wirsing schmoren: Wirsingstreifen dazugeben und unter Rühren zusammenfallen lassen. Mit Brühe aufgießen, Deckel auflegen und 10–12 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren.
- Sahne einrühren und abschmecken: Sahne einrühren, Deckel abnehmen und weitere 3–4 Minuten ohne Deckel einkochen lassen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.
Variationen
Mit Speck: Speckwürfel vor der Zwiebel ausbraten – gibt Rauch und Tiefe. Gefüllte Wirsingrouladen: Einzelne Blätter blanchieren, mit Hackfleischfüllung wickeln und in Tomatensoße schmoren – ein eigenständiges Hauptgericht. Wirsing-Kartoffelsuppe: Wirsing und Kartoffeln in Brühe weich kochen, cremig pürieren – einfach und sättigend. Vegan: Butter durch Öl, Sahne durch Hafersahne oder Kokosmilch ersetzen.
Wie gesund ist Wirsing?
Wirsing gehört zu den nährstoffreichsten Kohlsorten: viel Vitamin C, Vitamin K, Folsäure und Ballaststoffe. Er ist kalorienarm (ca. 25 kcal pro 100 g) und enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend wirken können.
Sind Wirsing und Grünkohl dasselbe?
Nein – beide sind Kohlsorten, aber unterschiedliche. Wirsing hat lockere, gewellte Blätter und schmeckt mild und zart; er gart schnell. Grünkohl hat feste, krauszurückgebogene Blätter, schmeckt herber und braucht deutlich länger. Optisch sind sie leicht zu unterscheiden: Wirsing bildet einen runden Kopf, Grünkohl wächst als offene Pflanze.
Wann sollte man Wirsing nicht mehr essen?
Wenn er riecht, die Blätter schleimig oder gelb verfärbt sind. Frischer Wirsing riecht mild und kohlsüßlich. Im Kühlschrank hält er sich ungewaschen 5–7 Tage. Angeschnittener Wirsing oxidiert schnell – Schnittfläche mit Klarsichtfolie abdecken.
Warum ist Wirsing so gesund?
Sein hoher Gehalt an Glucosinolaten – schwefelhaltige Verbindungen – wird in der Forschung mit krebsvorbeugenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Außerdem: viel Vitamin C (Immunsystem), Vitamin K (Knochen), Folsäure (Zellbildung) und Ballaststoffe (Verdauung).
Kann man Wirsing roh essen?
Ja – junge, zarte Wirsingblätter kann man roh in Salaten verwenden. Sie sind milder als Weißkohl und eignen sich gut für Salate mit kräftigem Dressing. Die äußeren, festen Blätter sind roh zu zäh und bitter.