Sauerkraut Rezept

Selbst gemachtes Sauerkraut ist einfacher als es klingt – Weißkohl, Salz und Zeit. Durch Milchsäuregärung entsteht ein leicht säuerliches, lebendiges Ferment, das roh oder gekocht gegessen werden kann. Dieses Rezept zeigt, wie man Sauerkraut zuhause ansetzt und wie man es klassisch als Beilage zubereitet.

Zutaten für Sauerkraut (als Beilage)

Zutat Menge Hinweise
Sauerkraut 500 g fertig aus dem Glas oder selbst fermentiert
Zwiebel 1 Stück fein gewürfelt
Schweineschmalz oder Butter 1 EL
trockener Weißwein 150 ml oder Gemüsebrühe
Wacholderbeeren 5 Stück leicht angedrückt
Lorbeerblätter 2 Stück
Kümmel 1 TL ganz
Zucker 1 TL
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Zwiebel anschwitzen: Schmalz oder Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel dazugeben und bei mittlerer Hitze 5 Minuten glasig dünsten. Wacholderbeeren, Lorbeer, Kümmel und Zucker dazugeben und kurz mitdünsten.
  2. Sauerkraut hinzufügen: Sauerkraut in den Topf geben – wer es weniger sauer mag, vorher kurz unter kaltem Wasser abspülen. Mit Weißwein oder Brühe aufgießen, aufkochen lassen und dann auf kleine Hitze reduzieren.
  3. Schmoren: Zugedeckt 25–30 Minuten bei niedriger Hitze schmoren. Das Sauerkraut wird dabei milder und nimmt die Aromen der Gewürze auf. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit nachgießen.
  4. Abschmecken und servieren: Lorbeerblätter entfernen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es süß-säuerlicher mag, kann noch etwas Zucker oder einen Schuss Apfelsaft einrühren.

Sauerkraut selber fermentieren

Wer Sauerkraut vom Grund auf selbst machen möchte: 1 kg Weißkohl fein hobeln, 20 g Salz (2 % des Gewichts) einmassieren, bis der Kohl Wasser lässt. In ein sauberes Glas pressen, sodass der Kohl vollständig von seiner eigenen Lake bedeckt ist. Bei Zimmertemperatur 5–7 Tage stehen lassen, dabei täglich nachdrücken. Je länger er gärt, desto saurer wird er. Nach dem ersten Anschlagen im Kühlschrank aufbewahren.

Variationen

Bayrisch mit Speck: Ausgelassenen Speckwürfeln in der Pfanne anbraten, dann den Kohl dazu – gibt Rauch und Tiefe. Elsässisch (Choucroute): Sauerkraut mit verschiedenen Wurstsorten und Kasseler gemeinsam schmoren – ein ganzes Gericht statt nur einer Beilage. Roh gegessen: Frisch fermentiertes Sauerkraut aus dem Glas enthält lebende Milchsäurebakterien – als kleines Topping auf Salaten oder zu Käse.

Wie gesund ist Sauerkraut für den Körper?

Sauerkraut enthält lebende Milchsäurebakterien, die gut für die Darmflora sind – vorausgesetzt, es wurde nicht erhitzt. Außerdem ist es reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Antioxidantien, dabei sehr kalorienarm. Erhitztes Sauerkraut verliert die Bakterienkulturen, behält aber die meisten Nährstoffe.

Warum muss man Sauerkraut so lange kochen?

Je länger Sauerkraut gart, desto milder und weicher wird es. Frisch aus dem Glas ist es knackig und deutlich säuerlicher – das ist Geschmackssache. Wer Sauerkraut als Beilage zu Braten oder Würstchen serviert, gart es meist 20–30 Minuten, damit es die Aromen der Gewürze aufnimmt.

Ist Sauerkraut gut bei Antibiotika?

Rohes, nicht erhitztes Sauerkraut enthält Milchsäurebakterien, die nach einer Antibiotika-Behandlung zur Erholung der Darmflora beitragen können. Während der Einnahme sollte man Sauerkraut zeitlich von der Antibiotika-Einnahme trennen – am besten Rücksprache mit dem Arzt halten.

Kann man Sauerkraut roh essen?

Ja – frisch fermentiertes Sauerkraut aus dem Glas (nicht pasteurisiert) kann direkt gegessen werden und ist in diesem Zustand am gesündesten. Es enthält lebende Kulturen, die beim Erhitzen absterben. Als Beilage auf Salaten oder zu Käse ist es roh eine gute Wahl.

Wie lange ist Sauerkraut haltbar?

Ungeöffnetes Sauerkraut aus dem Glas ist je nach Herstellung monatelang bis zu einem Jahr haltbar. Selbst fermentiertes Sauerkraut hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen, solange der Kohl vollständig von Lake bedeckt ist. Nach dem Öffnen innerhalb von 1–2 Wochen aufbrauchen.