Der Aperol Spritz ist das venezianische Aperitif-Getränk schlechthin: bitter-süßer Aperol, spritziger Prosecco und ein Schuss Sodawasser ergeben eine leuchtend orangene Kombination, die sofort an Sommerabende erinnert. Das Rezept folgt dem offiziellen 3:2:1-Verhältnis der IBA und ist in wenigen Minuten fertig. Kein Shaker nötig – einfach ins Glas bauen, fertig.
Zutaten für Aperol Spritz
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Prosecco | 90 ml | gut gekühlt, trocken |
| Aperol | 60 ml | |
| Sodawasser | 30 ml | oder Mineralwasser mit Kohlensäure |
| Eiswürfel | reichlich | |
| Orange | 1 Scheibe | zum Garnieren |
Zubereitung
- Glas vorbereiten: Ein großes Weinglas oder Ballon-Glas großzügig mit Eiswürfeln füllen. Das Glas sollte gut gekühlt sein – wer mag, stellt es vorher kurz in den Gefrierschrank.
- Prosecco eingießen: Den Prosecco als erstes über das Eis gießen. Diese Reihenfolge ist wichtig: Der Prosecco legt eine karbonisierte Basis, in die sich der Aperol gleichmäßig einmischt.
- Aperol hinzufügen: Den Aperol langsam über den Prosecco gießen. Die Farbschichtung löst sich beim leichten Umrühren auf und ergibt das charakteristische Orange.
- Sodawasser aufgießen: Einen Schuss Sodawasser dazugeben und den Drink kurz und sanft mit einem Barlöffel umrühren – nicht zu stark, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
- Garnieren: Eine halbierte Orangenscheibe auf den Glasrand setzen oder ins Glas gleiten lassen.
Variationen
Wer Aperol etwas zu bitter findet, kann das Verhältnis auf 100 ml Prosecco / 50 ml Aperol verschieben – der Drink wird so milder und leichter. Eine elegante Alternative ist der Hugo: Statt Aperol kommen hier Holunderblütensirup und frische Minze ins Glas – blumiger und weniger bitter, aber gleiches Grundprinzip. Wer es intensiver mag, ersetzt Aperol durch Campari – das ergibt einen kräftigeren, herberen Spritz ohne die Süße. Eine alkoholfreie Version gelingt mit Aperol-freiem Bitter Spritz-Sirup und stillem Wasser statt Prosecco.
Die Geschichte des Aperol Spritz
Der Ursprung des Aperol Spritz liegt in zwei verschiedenen Traditionen. Die erste ist der österreichische Spritzer: Als Venetien im 19. Jahrhundert zur Habsburger Monarchie gehörte, verdünnten österreichische Soldaten und Händler den kräftigen lokalen Wein mit Sodawasser – ein Getränk, das die Einheimischen als „Spritz“ übernahmen. Die zweite Tradition ist der Aperol selbst: Die Brüder Luigi und Silvio Barbieri stellten ihn 1919 erstmals auf der Internationalen Messe in Padua vor. Das Rezept aus Bitterorangen, Rhabarber, Chinin und Enzian blieb bis heute nahezu unverändert. Die Kombination aus Prosecco, Aperol und Soda etablierte sich im 20. Jahrhundert in der Venetien-Region als regionales Aperitif-Ritual. International bekannt wurde der Aperol Spritz erst nach der Übernahme durch die Campari Group im Jahr 2003 – durch gezielte Marketingkampagnen in ganz Europa avancierte er in den 2010er-Jahren zum meistverkauften Aperitif-Cocktail der Welt.
Welche Proportionen hat ein Aperol Spritz?
Das offizielle IBA-Rezept folgt dem 3:2:1-Verhältnis: 90 ml Prosecco, 60 ml Aperol, 30 ml Sodawasser. Diese Formel ergibt die typische Balance aus Bitterkeit, Fruchtigkeit und Spritzigkeit. Wer den Drink milder mag, erhöht den Prosecco-Anteil leicht.
Welcher Prosecco eignet sich am besten?
Ein trockener Prosecco DOC Extra Dry oder Brut funktioniert am besten – zu süßer Prosecco macht den Drink unausgewogen. Das Glas sollte gut gekühlt sein. Sekt oder Champagner funktionieren prinzipiell auch, verändern aber Geschmack und Charakter spürbar.
Kann ich Aperol Spritz auch ohne Sodawasser machen?
Ja, der Schuss Sodawasser ist optional. Ohne Soda wirkt der Drink voller und konzentrierter, mit Soda leichter und länger. Das Sodawasser verdünnt außerdem leicht und verlängert das Getränk – bei sehr heißen Tagen oder wenig Eis macht das durchaus Sinn.
Wie schmeckt ein Aperol Spritz?
Bitter-süßlich mit deutlicher Orangennote und einem leichten Kräuterunterton. Der Prosecco bringt Spritzigkeit und Säure, das Sodawasser macht ihn leicht. Insgesamt frisch, nicht zu schwer – typisch für einen Aperitif, der den Appetit anregen soll.
In was für einem Glas wird ein Aperol Spritz serviert?
Traditionell in einem großen Weinbowling-Glas (Balloon- oder Rotweinglas, mind. 400 ml Fassungsvermögen) mit viel Eis. Das große Glas lässt das Aroma besser entfalten und verhindert schnelles Erwärmen. Alternativ funktioniert auch ein großes Weißweinglas.
Wo stammt der Aperol Spritz her?
Der Aperol Spritz stammt aus Nordostitalien, genauer aus der Region Venetien rund um Venedig, Verona und Padua. Die Spritz-Tradition selbst geht auf die österreichische Besatzung des 19. Jahrhunderts zurück, der Aperol wurde 1919 in Padua von den Gebrüdern Barbieri kreiert.
Wann wurde der Aperol Spritz erfunden?
Der Aperol als Likör wurde 1919 vorgestellt. Die Kombination als Spritz-Cocktail entwickelte sich in den Jahrzehnten danach organisch in der Venetien-Region. Weltweite Bekanntheit erlangte der Drink nach 2003, als die Campari Group die Marke übernahm und international vermarktete.
Wer hat den Aperol Spritz erfunden?
Den Aperol selbst haben die Brüder Luigi und Silvio Barbieri entwickelt und 1919 auf der Internationalen Messe in Padua präsentiert. Den Spritz als Zubereitungsart gibt es in der Region schon länger – der Aperol Spritz als feste Kombination entstand kollektiv in der venezianischen Bar-Kultur.
Was ist der Unterschied zwischen Aperol und Aperol Spritz?
Aperol ist der Likör selbst – ein bitter-süßes Getränk aus Bitterorangen, Rhabarber, Enzian und anderen Kräutern mit 11 % Alkohol. Aperol Spritz ist der fertige Cocktail, der aus Aperol, Prosecco und einem Spritzer Sodawasser besteht. Aperol allein schmeckt intensiv und süß, der Spritz ist durch den Prosecco deutlich leichter und prickelnder.