Lockerer Zitronen-Couscous trifft auf eine würzige Tomatensauce mit Zucchini, Kapern und einem Schuss Weißwein – ein unkompliziertes Feierabendgericht, das in 25 Minuten auf dem Tisch steht. Die Kapern geben der Sauce eine angenehm salzige Tiefe, frisches Basilikum sorgt für den mediterranen Abschluss. Das Rezept ist komplett vegan.
Zutaten für Couscous mit Tomatensauce
Für die Tomatensauce
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Zwiebel | 1 Stück | fein gewürfelt |
| Knoblauch | 1 Zehe | fein gehackt |
| Zucchini | 1 Stück | mittelgroß, gewürfelt |
| gehackte Tomaten | 400 g | aus der Dose |
| Tomatenmark | 50 g | |
| Kapern | 2 TL | abgetropft |
| Weißwein | 60 ml | trocken |
| Olivenöl | 2 EL | |
| Basilikumblätter | 1 Handvoll | grob gehackt |
| Salz und Pfeffer | nach Geschmack |
Für den Couscous
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Couscous | 150 g | Instant |
| Gemüsebrühe | 200 ml | heiß, alternativ Wasser |
| Zitrone | 1/2 Stück | Saft davon |
| Olivenöl | 1 EL |
Zubereitung
- Gemüse vorbereiten: Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und das Fruchtfleisch in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Basilikum grob hacken und beiseitelegen.
- Sauce ansetzen: Olivenöl in einer Pfanne oder einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel darin glasig dünsten, dann Knoblauch und Zucchiniwürfel zugeben und 2 bis 3 Minuten anbraten. Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten, bis es leicht dunkler wird – das gibt der Sauce Tiefe.
- Ablöschen und köcheln: Mit dem Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Die gehackten Tomaten und die Kapern zugeben, alles verrühren und die Sauce bei mittlerer Hitze 10 Minuten offen köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Couscous zubereiten: Währenddessen den Couscous in eine Schüssel geben und mit der heißen Gemüsebrühe übergießen. Abgedeckt 5 Minuten quellen lassen, dann mit einer Gabel auflockern und mit Zitronensaft und Olivenöl vermengen. Mit einer Prise Salz abschmecken.
- Anrichten: Den Couscous auf tiefe Teller verteilen, die heiße Tomatensauce darüber geben und mit dem gehackten Basilikum bestreuen. Sofort servieren.
Variationen
Wer es lieber als Couscous-Pfanne mag, rührt den gequollenen Couscous am Ende direkt in die Sauce – dann zieht er die Tomatenaromen komplett auf und das Gericht kommt als Eintopf aus einer Pfanne auf den Tisch. Beim Gemüse sind Paprika, Aubergine oder Champignons ein guter Tausch oder eine Ergänzung zur Zucchini; wer mehr Inspiration sucht, findet sie in unserer Gemüsepfanne.
Auch die Basis lässt sich austauschen: Statt Couscous funktionieren Bulgur oder Quinoa – Letzteres ist sogar glutenfrei, die Grundlagen dazu stehen in unserem Beitrag Quinoa kochen. Alles Wissenswerte zur reinen Beilagen-Zubereitung erklärt unser Couscous-Grundrezept. Und wer die Kombination aus Getreideperlen und Tomatensauce in der italienischen Version kennenlernen will, probiert Fregola Sarda al Pomodoro – die sardische Verwandtschaft dieses Gerichts.
Für mehr Sättigung sorgen geröstete Kichererbsen oder gebratener Tofu als Topping, für Schärfe eine gehackte Chilischote in der Sauce.
Die Geschichte des Couscous
Couscous ist eines der ältesten Gerichte Nordafrikas und geht auf die Berber zurück – der Name leitet sich vom Tamazight-Wort Seksu ab. Traditionell wird der Hartweizengrieß nicht gekocht, sondern in einem speziellen Dampftopf, der Couscoussière, über der köchelnden Sauce gedämpft, dabei immer wieder aufgelockert und mit Öl oder Butter verfeinert. Was bei uns als Instant-Couscous im Regal steht, ist bereits vorgegart und getrocknet – deshalb reicht heißes Wasser und fünf Minuten Geduld.
Mit den Arabern kam Couscous im Mittelalter auch nach Sizilien: Rund um Trapani gehört Couscous bis heute fest zur lokalen Küche – meist mit Fisch statt Fleisch. Die Kombination mit einer tomatenlastigen Sauce, wie in diesem Rezept, ist also keine moderne Erfindung, sondern hat im Mittelmeerraum jahrhundertealte Wurzeln.
Fun Facts
2020 wurde Couscous in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen – beantragt von Marokko, Algerien, Tunesien und Mauretanien gemeinsam. Bemerkenswert daran: Die vier Länder streiten sonst gern darüber, wem das Original gehört, reichten die Bewerbung aber zusammen ein – Beobachter sprachen von Couscous-Diplomatie. Und die Tunesier haben einen eigenen Namen für ihr Nationalgericht: Dort heißt Couscous schlicht Kosksi.
Kann ich den Weißwein in der Tomatensauce weglassen?
Ja, problemlos. Einfach stattdessen dieselbe Menge Gemüsebrühe verwenden und am Ende einen zusätzlichen Spritzer Zitronensaft in die Sauce geben – der ersetzt die feine Säure, die sonst der Wein beisteuert. So wird das Gericht auch für Kinder geeignet.
Wozu sind die Kapern in der Sauce gut?
Kapern bringen eine salzig-würzige Tiefe in die Tomatensauce, ähnlich wie Oliven oder Sardellen in der italienischen Küche. Wer den Geschmack nicht mag, lässt sie weg oder ersetzt sie durch gehackte grüne Oliven – dann die Sauce erst nach dem Abschmecken salzen.
Ist Couscous glutenfrei?
Nein. Couscous besteht aus Hartweizengrieß und enthält damit Gluten. Wer glutenfrei essen möchte, ersetzt ihn durch Quinoa, Hirse oder Mais-Couscous aus dem Reformhaus – die Zubereitung mit heißer Brühe funktioniert bei Hirse und Quinoa ganz ähnlich.
Kann ich Couscous mit Tomatensauce vorbereiten und aufwärmen?
Die Tomatensauce hält sich abgedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank und lässt sich gut aufwärmen oder einfrieren. Den Couscous am besten frisch aufgießen – er braucht nur 5 Minuten. Bereits vermischt wird das Gericht beim Aufwärmen weicher, schmeckt aber immer noch gut – ideal für Meal Prep.
Welches Gemüse passt noch zu Couscous?
Neben Zucchini passen Paprika, Aubergine, Kirschtomaten, Karotten oder Erbsen. Auch geröstetes Ofengemüse wie Kürbis oder Süßkartoffel harmoniert mit dem feinen Grieß – dafür das Gemüse einfach scharf anbraten oder im Ofen rösten und unter den fertigen Couscous heben. Wichtig ist nur, es in kleine Würfel zu schneiden, damit es schnell gart.
Welche Beilage passt zu Couscous?
Couscous ist selbst eine Beilage – zu Geschmortem, Grillgemüse oder Fisch. Als Hauptgericht wie hier braucht er nur wenig Begleitung: ein Klecks Joghurt oder eine vegane Alternative, ein grüner Salat oder geröstetes Fladenbrot. Auch ein Minz-Joghurt-Dip passt gut zur Tomatensauce.