Donuts selber machen macht mehr Spaß als gedacht – und schmeckt unvergleichlich besser als gekaufte. Der Hefeteig wird luftig-weich, das heiße Öl gibt die goldbraune Kruste, und die Glasur darf so dick sein, wie man will. Dieses Rezept ergibt 14–16 Donuts mit der klassischen Ringform – wahlweise mit Schokoladenglasur oder einer einfachen Zuckerglasur.
Zutaten für das Donuts Rezept
Für den Hefeteig
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Weizenmehl Type 550 | 500 g | plus etwas zum Ausrollen |
| Vollmilch | 200 ml | lauwarm, ca. 35°C |
| Trockenhefe | 7 g | 1 Päckchen |
| Butter | 60 g | weich, Raumtemperatur |
| Zucker | 70 g | |
| Eier | 2 Stück | Größe M |
| Vanilleextrakt | 1 TL | oder 1 Päckchen Vanillezucker |
| Salz | 1 TL | |
| Pflanzenöl | 1 l | zum Frittieren, z.B. Sonnenblumenöl |
Für die Schokoladenglasur
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| dunkle Schokolade | 150 g | mind. 50% Kakaoanteil |
| Butter | 30 g | |
| Milch | 2 EL |
Für die Zuckerglasur
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Puderzucker | 200 g | gesiebt |
| Milch | 3 EL | |
| Vanilleextrakt | 0.5 TL |
Zubereitung
- Hefe aktivieren: Die Milch auf ca. 35°C erwärmen – sie soll sich handwarm anfühlen, nicht heiß. Trockenhefe und einen Teelöffel Zucker einrühren und die Mischung 10 Minuten stehen lassen, bis sie leicht schäumt. Das ist das Zeichen, dass die Hefe aktiv ist.
- Teig kneten: Mehl, restlichen Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Hefemilch, beide Eier und den Vanilleextrakt dazugeben. Alles zu einem Teig vermengen, dann die weiche Butter in Stücken einkneten. Den Teig 8–10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist. Mit einem Standmixer geht das in etwa 6 Minuten.
- Erste Gehzeit: Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und mit einem feuchten Tuch oder Frischhaltefolie abdecken. An einem warmen, zugfreien Ort 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- Donuts ausstechen: Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 1,5 cm Dicke ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (Ø 8–9 cm) Kreise ausstechen. In die Mitte jedes Kreises mit einem kleineren Ausstecher oder einem Flaschenverschluss (Ø 3–4 cm) ein Loch stechen. Die Teigreste nochmals zusammenkneten, ausrollen und ausstechen.
- Zweite Gehzeit: Die Donuts auf ein leicht bemehltes Backpapier legen und nochmals 30 Minuten abgedeckt gehen lassen. In dieser Zeit gewinnen sie nochmals an Volumen und werden beim Frittieren besonders luftig.
- Frittieren: Das Öl in einem weiten Topf oder einer tiefen Pfanne auf 170–175°C erhitzen. Die Temperatur mit einem Küchenthermometer prüfen – zu heißes Öl verbrennt die Donuts außen, bevor der Teig durchgebacken ist. Donuts vorsichtig ins Öl geben und je 1,5–2 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken. Nicht zu viele auf einmal frittieren, damit die Öltemperatur konstant bleibt. Fertige Donuts auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Schokoladenglasur: Schokolade grob hacken und zusammen mit Butter und Milch in einer hitzebeständigen Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Glatt rühren und leicht abkühlen lassen. Die Donuts mit der Oberseite in die Glasur tauchen und auf einem Gitter abtropfen lassen.
- Zuckerglasur: Puderzucker sieben, Milch und Vanilleextrakt einrühren bis eine glatte, leicht dickflüssige Glasur entsteht. Bei Bedarf etwas mehr Milch oder Puderzucker zugeben. Donuts eintauchen, abtropfen lassen. Wer möchte, streut noch bunte Zuckerperlen oder Streusel oben drauf.
Variationen
Das Grundrezept lässt sich vielfach abwandeln. Gefüllte Donuts (ohne Loch) werden nach dem Frittieren mit einem Spritzbeutel mit Marmelade, Vanillecreme oder Nutella gefüllt – ähnlich wie beim deutschen Krapfen Rezept. Donuts aus dem Backofen sind eine fettärmere Alternative: Den Teig in einer Donut-Backform bei 180°C Umluft etwa 12–15 Minuten backen. Die Konsistenz ist kompakter als beim Frittieren, der Geschmack aber immer noch gut.
Cronut ist eine moderne Kreation aus New York: Blätterteig wird zu Donuts geformt und frittiert – das Ergebnis ist außen knusprig, innen butterartig blättrig. Für eine Vegane Variante lassen sich Eier durch 2 EL Apfelmus ersetzen und Pflanzenmilch sowie vegane Butter verwenden. Schmalzige Donut-Löcher (Donut Holes oder Timbits) entstehen aus den ausgestochenen Mittelstücken – die werden einfach mit frittiert und in Puderzucker gewälzt.
Tipps für perfekte Donuts
Das Geheimnis eines guten Donut-Teigs ist Geduld beim Kneten und bei der Gehzeit. Ein gut gekneteter Teig entwickelt ein starkes Glutennetzwerk, das die Luftblasen der Hefe einfängt und den Donut beim Frittieren aufgehen lässt. Wer den Teig zu kurz knetet, bekommt dichte, schwere Donuts.
Die Frittiertemperatur ist entscheidend: Zu kalt (unter 165°C) saugen sich die Donuts mit Fett voll. Zu heiß (über 185°C) bräunen sie außen zu schnell und bleiben innen roh. 170–175°C ist der ideale Bereich. Wenn kein Thermometer vorhanden ist: Ein Holzstäbchen ins Öl halten – wenn kleine Bläschen aufsteigen, ist die Temperatur richtig.
Die zweite Gehzeit vor dem Frittieren nicht überspringen. In diesen 30 Minuten entspannt sich der Teig, die Donuts werden leichter und voluminöser. Wer sie zu früh ins Öl gibt, riskiert flache, zähe Ringe.
Die Geschichte des Donuts
Der Donut ist älter als sein amerikanisches Image vermuten lässt. Niederländische Einwanderer brachten im frühen 18. Jahrhundert ihre Olykoeks (Ölkuchen) nach New York – kleine, frittierte Teigkugeln, noch ohne das charakteristische Loch. Washington Irving erwähnte sie 1809 in seinem Buch als dough-nuts, or olykoeks.
Das ikonische Loch entstand laut Überlieferung um 1847: Hanson Gregory, ein Schiffsjunge aus Maine, soll das Mittelstück herausgestochen haben, damit der Teig gleichmäßiger durchgart – und damit ein Weltsymbol geschaffen haben. Die verkürzte Schreibweise Donut (statt Doughnut) verbreitete sich in den 1920er Jahren, als die Display Doughnut Machine Corporation ihre Maschinen unter diesem Namen vermarktete.
In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurden Donuts zum Sinnbild amerikanischer Heimeligkeit: Freiwillige der Heilsarmee verteilten sie an Soldaten an der Front in Frankreich – seitdem sind sie tief in der amerikanischen Alltagskultur verwurzelt.
Donuts weltweit
Frittiertes Hefegebäck mit Loch oder Füllung kennt fast jede Kultur. In Polen heißen gefüllte Donuts Paczki und werden besonders zu Fasching in Massen gegessen. Die deutschen Krapfen (auch Berliner) sind die gefüllte Verwandte ohne Loch. In Japan gibt es An-Donuts mit süßer Azuki-Bohnenpaste. Brasilianer kennen die Sonhos (Träume) mit Guavengelee. In Indien werden herzhafte Vada aus Linsenmehl frittiert – technisch ein Donut, aber pikant gewürzt.
Was ist das Geheimnis eines guten Donut-Teigs?
Das Wichtigste ist ausreichendes Kneten – mindestens 8–10 Minuten von Hand oder 6 Minuten mit dem Mixer. Dabei entwickelt sich das Glutennetzwerk, das den Teig elastisch macht und die Luftblasen der Hefe hält. Außerdem braucht der Teig zwei Gehzeiten: einmal nach dem Kneten (60 Min.) und einmal nach dem Ausstechen (30 Min.). Wer diese nicht überspringt, bekommt besonders fluffige Donuts.
Werden Donuts frittiert oder gebacken?
Traditionelle Donuts werden in heißem Pflanzenöl bei 170–175°C frittiert. Das gibt ihnen die charakteristische goldbraune Kruste und das luftige Innere. Es gibt aber auch Backofen-Varianten: Diese werden in einer speziellen Donutform bei 180°C Umluft ca. 12–15 Minuten gebacken. Sie sind kompakter und fettärmer, schmecken aber trotzdem gut.
In welchem Öl frittiert man Donuts?
Am besten eignet sich ein neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt: Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Erdnussöl. Olivenöl ist nicht geeignet, da es bei Frittiertemperaturen einen unerwünschten Eigengeschmack entwickelt. Das Öl sollte mindestens 4–5 cm tief im Topf stehen, damit die Donuts schwimmen können.
Wie kommt das Loch in den Donut?
Laut Überlieferung erfand der amerikanische Schiffsjunge Hanson Gregory das Loch im Jahr 1847. Er soll den rohen Teig in der Mitte ausgestochen haben, damit der Donut gleichmäßig durchgart – denn bei dicken Teigkugeln blieb das Innere oft roh, während außen schon alles fertig war. Das Loch vergrößert die Oberfläche und sorgt für kürzere, gleichmäßigere Garzeit.
Wie lange sind selbst gemachte Donuts haltbar?
Frisch frittierte Donuts schmecken am besten am selben Tag. Ohne Glasur halten sie luftdicht verpackt noch 1–2 Tage. Mit Glasur sollten sie möglichst innerhalb von 24 Stunden gegessen werden, da die Glasur weich wird. Einfrieren ist möglich: unglasierte Donuts einfrieren und bei Bedarf bei 150°C im Ofen 8–10 Minuten aufwärmen.
Kann ich den Donut-Teig vorbereiten?
Ja. Der Teig kann nach dem ersten Kneten in Frischhaltefolie eingewickelt und über Nacht im Kühlschrank gelagert werden (sogenannte Kaltgare). Am nächsten Morgen Teig 30 Minuten akklimatisieren lassen, ausrollen, ausstechen, zweite Gehzeit einhalten und dann frittieren. Der Teig entwickelt durch die lange, kalte Gärung sogar noch mehr Aroma.
Was tun wenn der Donut-Teig zu klebrig ist?
Ein leicht klebriger Teig nach dem Kneten ist normal und gut – er sollte sich gerade so von den Händen lösen. Wer zu viel Mehl einarbeitet, bekommt trockene, dichte Donuts. Beim Ausrollen die Arbeitsfläche nur leicht bemehlen. Falls der Teig wirklich zu stark klebt, esslöffelweise Mehl einkneten und nach jeder Zugabe prüfen.