Zaziki ist ein cremiger griechischer Joghurt-Dip mit frischer Gurke und Knoblauch. Er passt perfekt zu gegrilltem Fleisch, Fladenbrot oder als Beilage zu Mezze. Mit wenigen Zutaten und in nur 15 Minuten zubereitet – am besten schmeckt er nach zwei Stunden Ruhezeit im Kühlschrank.

Zutaten für Zaziki

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Griechischer Joghurt500 g10 % Fett, Abtropfjoghurt
Salatgurke1 Stück
Knoblauchzehen3 Stück
Olivenöl2 ELkaltgepresst
Zitronensaft1 ELfrisch gepresst
Salz1 TLplus etwas mehr zum Entwässern
Pfeffernach Geschmack
Frischer Dilloptional, zum Garnieren

Zubereitung

  1. Gurke vorbereiten: Salatgurke schälen und längs halbieren. Die wässrigen Kerne mit einem Löffel herauskratzen. Gurke auf einer groben Reibe raspeln.
  2. Gurke entwässern: Gurkenraspel in ein sauberes Küchentuch geben, leicht salzen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend das Tuch fest zusammendrehen und die Flüssigkeit kräftig auspressen. Dieser Schritt ist entscheidend – sonst wird das Zaziki wässrig.
  3. Knoblauch pressen: Knoblauchzehen schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken. Wer es milder mag, nimmt nur 2 Zehen.
  4. Alles vermengen: Joghurt in eine Schüssel geben. Ausgepresste Gurkenraspel, Knoblauch, Olivenöl und Zitronensaft hinzufügen und gut verrühren.
  5. Abschmecken: Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Zaziki mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen – so verbinden sich die Aromen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken und nach Belieben mit frischem Dill garnieren.

Variationen

Mit Minze statt Dill: Auf Zypern wird Zaziki traditionell mit frischer Minze statt Dill zubereitet. Die zyprische Variante heißt Talattouri und bekommt durch die Minze eine besonders frische Note.

Mit Quark: Wer kein griechisches Joghurt findet, kann Magerquark mit etwas Joghurt im Verhältnis 2:1 mischen. Das Ergebnis ist etwas fester, aber ebenfalls cremig.

Vegane Version: Statt Joghurt eine pflanzliche Alternative auf Soja- oder Kokosbasis verwenden. Auf einen hohen Fettgehalt achten, damit die Konsistenz stimmt.

Wer zu Zaziki ein passendes Fladenbrot sucht, findet bei uns auch Hummus als weiteren Dip für die Mezze-Platte. Dazu passen auch überbackene Tomaten mit Schafskäse als griechische Vorspeise.

Herkunft des Zaziki

Die Geschichte des Zaziki reicht über 1.000 Jahre zurück. Die ältesten bekannten Rezepte für Joghurt-Gurken-Saucen stammen aus dem 10. Jahrhundert – der arabische Autor Ibn Sayyar al-Warraq beschrieb gleich drei Varianten in seinem Kochbuch.

Das Wort Zaziki kommt vom türkischen Cacık, das wiederum auf das persische Wort zhazh (verschiedene Kochkräuter) zurückgeht. Im Osmanischen Reich verbreitete sich die Joghurt-Gurken-Kombination über den gesamten Balkan und den östlichen Mittelmeerraum. Die erste gedruckte Erwähnung des modernen Cacık findet sich 1844 im ersten osmanischen Kochbuch.

In Griechenland entwickelte sich daraus der dicke, cremige Dip, den wir heute kennen. Im Unterschied dazu ist das türkische Cacık deutlich flüssiger – es wird mit Wasser verdünnt und manchmal fast wie eine kalte Suppe serviert.

Fun Facts

In Frankreich und Griechenland verwenden manche Köche einen ganzen Knoblauchkopf für eine große Schüssel Zaziki. Im Bulgarischen heißt die Variante Tarator und wird als kalte Suppe mit Walnüssen gegessen. In Indien existiert mit Raita ein Verwandter, der oft mit Kreuzkümmel gewürzt wird. Und in Polen gibt es mit Mizeria einen Gurkensalat mit Sauerrahm – quasi ein entfernter Cousin des Zaziki.


Was ist der Unterschied zwischen Zaziki und Tzatziki?

Kein Unterschied – es handelt sich um dasselbe Gericht. Zaziki ist die eingedeutschte Schreibweise, Tzatziki die international gebräuchliche. Im Griechischen wird es τζατζίκι geschrieben und ungefähr wie Dsadsiki ausgesprochen. Auch die Schreibweise Tsatsiki ist verbreitet.

Was enthält Zaziki?

Zaziki besteht aus griechischem Joghurt, geraspelter Gurke, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Je nach Rezept kommen noch Zitronensaft und frische Kräuter wie Dill oder Minze hinzu. Wichtig ist ein fetter Abtropfjoghurt mit mindestens 10 % Fett.

Wie macht man original griechisches Zaziki?

Das Geheimnis liegt im Entwässern der Gurke. Die geraspelte Gurke muss kräftig ausgedrückt werden, damit kein Wasser den Dip verdünnt. Außerdem sollte echter griechischer Abtropfjoghurt verwendet werden – keine Produkte mit Verdickungsmitteln. Mindestens 2 Stunden Ruhezeit im Kühlschrank lassen die Aromen verschmelzen.

Wie lange ist selbst gemachtes Zaziki haltbar?

Im Kühlschrank hält sich Zaziki 3 bis 5 Tage in einem verschlossenen Behälter. Der Knoblauchgeschmack intensiviert sich dabei mit der Zeit. Wenn sich oben Flüssigkeit absetzt, einfach umrühren.

Kann man Zaziki am Vortag zubereiten?

Ja, Zaziki schmeckt sogar besser, wenn es über Nacht durchziehen kann. Dann aber etwas weniger Knoblauch verwenden, da sich der Geschmack verstärkt. Vor dem Servieren nochmals abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.

Welcher Joghurt eignet sich am besten für Zaziki?

Am besten eignet sich echter griechischer Abtropfjoghurt mit 10 % Fett. Produkte mit der Aufschrift Joghurt griechischer Art enthalten oft Verdickungsmittel und liefern nicht die richtige Konsistenz. Alternativ kann normaler Naturjoghurt über Nacht in einem Sieb mit Küchentuch abtropfen.

Warum wird Zaziki wässrig?

Das passiert, wenn die Gurke nicht gründlich genug entwässert wurde. Gurkenraspel immer in ein Küchentuch geben, salzen, ziehen lassen und dann fest auswringen. Auch ein zu dünner Joghurt kann die Ursache sein – Vollfett-Joghurt oder Abtropfjoghurt verwenden.