Feldsalat Rezept

Feldsalat mit warmem Speck-Dressing, gerösteten Walnüssen und Apfel — ein Wintersalat, der in 15 Minuten auf dem Tisch steht. Das nussige Aroma des Feldsalats harmoniert perfekt mit der Kombination aus knusprigem Speck, fruchtiger Säure und der Süße des Honigs.

Zutaten für Feldsalat

Zutaten für Portionen

Für den Salat

ZutatMengeHinweise
Feldsalat300 ggeputzt und gewaschen
Frühstücksspeck100 gin Streifen geschnitten
Walnüsse60 ggrob gehackt
Apfel1 Stücksäuerlich, z. B. Boskop
kleine rote Zwiebel1 Stückin feine Ringe

Für das Dressing

ZutatMengeHinweise
Olivenöl4 EL
Apfelessig2 EL
Dijon-Senf2 TL
Honig2 TLflüssig
Salz und Pfeffernach Geschmack

Zubereitung

  1. Feldsalat waschen: Den Feldsalat in mehreren Wasserbädern gründlich waschen, da sich zwischen den kleinen Rosetten oft Sand und Erde verstecken. Die Wurzelansätze abschneiden, falls noch vorhanden. In einer Salatschleuder oder auf Küchenpapier gründlich trocknen — nasser Salat verwässert das Dressing.
  2. Speck und Walnüsse rösten: Die Speckstreifen in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Im verbliebenen Speckfett die Walnüsse 1–2 Minuten rösten, bis sie duften. Herausnehmen und beiseilelegen.
  3. Dressing anrühren: Olivenöl, Apfelessig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer in einem Schraubglas kräftig schütteln oder in einer kleinen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren, bis eine cremige Emulsion entsteht.
  4. Salat anrichten: Den Apfel in dünne Spalten schneiden (bei Bedarf entkernen, nicht schälen). Den Feldsalat auf Tellern oder in einer großen Schüssel anrichten. Apfelspalten, Zwiebelringe, Speck und Walnüsse darüber verteilen. Das Dressing erst kurz vor dem Servieren darüber gießen und vorsichtig unterheben — der Feldsalat fällt sonst schnell zusammen.

Variationen

Mit Ziegenkäse: Statt Speck warmen, panierten Ziegenkäse auf den Salat setzen. Dafür eine Ziegenkäserolle in Scheiben schneiden, in Semmelbröseln wenden und in Butter goldbraun braten. Die cremige Säure des Ziegenkäses ist eine hervorragende Ergänzung zum nussigen Feldsalat.

Mit warmem Dressing: Das Dressing kurz in der Pfanne erwärmen und warm über den Salat gießen. Die Wärme lässt den Feldsalat leicht zusammenfallen und intensiviert die Aromen — besonders an kalten Wintertagen eine willkommene Variante.

Mit Granatapfel: Statt Apfel die Kerne eines halben Granatapfels über den Salat streuen. Die rubinroten Kerne geben einen säuerlichen Crunch und sehen auf dem dunkelgrünen Feldsalat spektakulär aus.

Vegetarisch: Den Speck durch karamellisierte Birne ersetzen — eine halbe Birne in Spalten schneiden und in Butter mit einem Teelöffel Zucker goldbraun karamellisieren. Die Süße der Birne übernimmt die Rolle des würzigen Specks.

Rapunzel, Rapunzel

Feldsalat trägt in vielen Regionen den Namen Rapunzel — und ist damit Namensgeber für eines der berühmtesten Märchen der Brüder Grimm. In der Geschichte stiehlt ein Mann Rapunzeln (Feldsalat) aus dem Garten einer Zauberin, um den Heißhunger seiner schwangeren Frau zu stillen. Als Preis muss er sein neugeborenes Kind hergeben, das den Namen Rapunzel erhält.

Der Feldsalat (Valerianella locusta) ist eine der ältesten bekannten Salatpflanzen Europas. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass er schon in der Jungsteinzeit gesammelt wurde. Bis ins 18. Jahrhundert wuchs er ausschließlich wild auf Äckern und Wegrändern — erst seit etwa 200 Jahren wird er als Kulturpflanze angebaut.

Je nach Region heißt er Rapunzel (Thüringen, Sachsen), Vogerlsalat (Österreich), Nüsslisalat (Schweiz), Ackersalat (Pfalz) oder Mausohrsalat (Franken) — kaum ein Gemüse hat so viele regionale Namen.

Feldsalat ist ein echtes Nährstoffwunder: Er enthält doppelt so viel Vitamin C wie Kopfsalat, ist reich an Folsäure und hat den zweithöchsten Eisengehalt unter allen Gemüsesorten — direkt nach Petersilie.


Wie bereitet man Feldsalat richtig zu?

Das Wichtigste: gründlich waschen. Feldsalat wächst bodennah und hat oft Sand zwischen den Blättchen. Am besten in einer Schüssel mit kaltem Wasser schwenken, das Wasser wechseln und den Vorgang wiederholen, bis kein Sand mehr am Boden liegt. Die Wurzelansätze abschneiden. Nach dem Waschen gut trockenschleudern — nasser Feldsalat lässt das Dressing abperlen.


Was passt gut in einen Feldsalat?

Feldsalat verträgt kräftige Begleiter: Walnüsse, Speck, Ziegenkäse, Birne, Apfel, Granatapfel, Croûtons oder gebratene Champignons. Beim Dressing sind Senf-Honig-Vinaigrette, Balsamico-Dressing oder ein warmes Speck-Dressing die besten Optionen. Auch Feta, Blauschimmelkäse und karamellisierte Zwiebeln harmonieren hervorragend mit dem nussigen Eigengeschmack.


Welches Dressing passt am besten zu Feldsalat?

Die beliebteste Kombination: eine Vinaigrette aus Olivenöl, Apfelessig oder Balsamico, Dijon-Senf und etwas Honig. Das Süß-Saure ergänzt den nussigen Geschmack des Feldsalats perfekt. Für ein warmes Dressing den Speck in der Pfanne braten, Essig und Öl dazugeben und die warme Mischung direkt über den Salat gießen — das lässt die Blätter leicht zusammenfallen und intensiviert die Aromen.


Wann sollte man Feldsalat nicht mehr essen?

Feldsalat ist verdorben, wenn die Blätter welk, schleimig oder gelblich sind oder unangenehm riechen. Frischer Feldsalat hat sattgrüne, feste Blättchen ohne dunkle Stellen. Im Kühlschrank hält er sich nur 2–3 Tage — am besten in einem feuchten Tuch eingewickelt im Gemüsefach. Angemachter Salat sollte sofort gegessen und nicht aufbewahrt werden, da er schnell zusammenfällt.


Wann hat Feldsalat Saison?

Die Hauptsaison für Freiland-Feldsalat läuft von Oktober bis März — er ist damit einer der wenigen Salate, die im Winter Saison haben. Das macht ihn zum idealen Wintersalat. Ab April wird er durch andere Blattsalate abgelöst. Im Gewächshaus wird Feldsalat mittlerweile fast ganzjährig angebaut, die geschmacklich beste Qualität kommt aber aus dem Freiland in der kalten Jahreszeit.