Tomatenreis ist eine aromatische Beilage, bei der Langkornreis direkt in Tomatensauce und Gemüesbrühe gegart wird. Das Ergebnis: ein würziger, leicht säuerlicher Reis mit mediterranem Charakter. Das Rezept gelingt schnell, braucht nur wenige Zutaten und passt hervorragend zu Gegrilltem, Hähnchen oder Lamm.

Zutaten für Tomatenreis

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Langkornreis300 gz. B. Basmati oder Parboiled
Zwiebel1 Stückmittelgroß
Knoblauchzehen3 Stück
Olivenöl2 EL
Tomatenmark2 EL
stückige Tomaten400 gaus der Dose
Gemüsebrühe500 mlheiß
Paprikapulver1 TLedelsüß
Zucker1 TLzum Ausgleichen der Säure
Salz und schwarzer Pfeffernach Geschmack
frische Petersilie0.5 Bundzum Servieren

Zubereitung

  1. Vorbereiten: Zwiebel fein würf eln. Knoblauchzehen schälen und fein hacken oder durch eine Presse drücken. Den Reis in einem Sieb kurz kalt abspülen und abtropfen lassen.
  2. Zwiebel andünsten: Olivenöl in einem Topf mit schwerem Boden bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebelwürfel hineingeben und unter gelegentlichem Rühren etwa 4 Minuten dünsten, bis sie weich und leicht goldgelb sind. Knoblauch zugeben und weitere 1 Minute mitdünsten.
  3. Tomatenmark rösten: Tomatenmark in den Topf geben und 1–2 Minuten unter ständigem Rühren mitrösten. Dieser Schritt entwickelt Tiefe und Röstaroma – der wichtigste Schritt für intensiven Tomatengeschmack.
  4. Reis einrühren: Den abgespülten Reis zum Tomatenmark geben und alles gut verrühren, damit jedes Korn mit dem aromatischen Öl überzogen ist. 1 Minute unter Rühren mitdünsten.
  5. Ablöschen und würzen: Stückige Tomaten und heiße Gemüesbrühe angießen. Paprikapulver, Zucker, eine kräftige Prise Salz und etwas schwarzen Pfeffer einrühren. Bei starker Hitze kurz aufkochen.
  6. Garen: Hitze auf niedrige Stufe reduzieren, Topfdeckel aufsetzen und den Reis 18–20 Minuten köcheln lassen. Alle 5–6 Minuten umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Der Reis ist fertig, wenn er die gesamte Flüssigkeit aufgesogen hat und weich ist.
  7. Ruhen und servieren: Topf vom Herd nehmen und den Tomatenreis 5 Minuten mit aufgelegtem Deckel ruhen lassen. Petersilie grob hacken, darüberstreuen und sofort servieren.

Variationen

Der Tomatenreis lässt sich mit wenigen Handgriffen abwandeln. Griechische Version: Am Ende 2 EL Frischkäse und 3 EL geriebenen Parmesan einrühren – das gibt eine cremige, reichhaltige Konsistenz wie beim Griechen um die Ecke. Mit Erbsen: 80 g tiefgekühlte Erbsen in den letzten 5 Minuten der Garzeit zugeben – sie bringen Farbe und leichte Süße ins Gericht. Pikante Variante: Eine kleine rote Chilischote zusammen mit dem Knoblauch mitdünsten. Vegane Version mit Kichererbsen: Eine abgetropfte Dose Kichererbsen (400 g) zum Reis geben – aus der Beilage wird eine vollständige Mahlzeit mit viel Protein.

Wer den Tomatenreis als Hauptgericht servieren möchte, kann ihn mit einem Klecks Zaziki kombinieren – unser Zaziki selber machen-Rezept passt hervorragend dazu.

Dazu passt

Tomatenreis ist eine vielseitige Beilage, die zu vielen Gerichten harmoniert. Besonders gut schmeckt er zu saftiger Hähnchenbrust aus der Pfanne oder zu kräftigen Fleischgerichten wie Rindergulasch. Auch zu Lamm, Gyros, Bifteki oder gegrilltem Gemüse macht sich der aromatische Reis sehr gut.


Welcher Reis eignet sich am besten für Tomatenreis?

Langkornreis wie Basmati oder Parboiled funktioniert am besten, da die Körner auch nach dem Garen in Tomatensauce locker bleiben und nicht zu einem Brei verkleben. Runde Reissorten wie Milchreis oder Risottoreis saugen zu viel Stärke auf und werden matschig. Wer Vollkornreis verwenden möchte, verlängert die Garzeit auf 35–40 Minuten und gibt etwas mehr Brühe hinzu.

Wie verhindere ich, dass der Tomatenreis anbrennt?

Der wichtigste Punkt ist niedrige Hitze nach dem Aufkochen. Sobald die Flüssigkeit kocht, die Hitze deutlich reduzieren und regelmäßig alle 5–6 Minuten umrühren. Ein Topf mit schwerem Boden verteilt die Hitze gleichmäßiger und verhindert heiße Stellen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt eine Wärmediffusionsplatte unter dem Topf.

Kann ich frische Tomaten statt Dosentomaten verwenden?

Ja, 400–500 g reife frische Tomaten können die Dose ersetzen. Dafür die Tomaten kurz in kochendem Wasser blanchieren, häuten, entkernen und würfeln. Da frische Tomaten weniger Flüssigkeit abgeben als Dosentomaten, die Gemüsebrühe auf 600 ml erhöhen. Der Geschmack wird etwas frischer und weniger konzentriert.

Wie lange ist Tomatenreis haltbar?

Im Kühlschrank hält sich Tomatenreis in einem verschlossenen Behälter 2–3 Tage. Beim Aufwärmen einfach einen Spritzer Wasser oder Brühe hinzufügen und bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, damit der Reis nicht zu trocken wird. Einfrieren ist ebenfalls möglich – in portionsweisen Behältern bis zu 3 Monate.

Kann ich Tomatenreis im Voraus zubereiten?

Tomatenreis lässt sich gut vorbereiten. Er schmeckt aufgewärmt sogar etwas aromatischer, da die Gewürze länger einziehen konnten. Für Buffets oder Meal Prep eignet er sich daher besonders gut. Frisch gekochten Tomatenreis vor dem Kühlen vollständig auskühlen lassen, um Bakterienwachstum zu vermeiden.

Warum wird Tomatenmark mitgeröstet?

Tomatenmark enthält Lycopin und andere Aromastoffe, die sich beim kurzen Anrösten in heißem Fett intensivieren – ähnlich wie beim Karamellisieren. Ohne diesen Schritt schmeckt der Tomatenreis deutlich flacher. Das Rösten dauert nur 1–2 Minuten, macht aber einen merklichen Unterschied im Endergebnis.