Selbstgemachte Pasta schmeckt anders als gekaufte – weicher, frischer, mit mehr Biss. Das Grundrezept aus Hartweizengrieß und Wasser ergibt einen Teig, aus dem sich Spaghetti, Tagliatelle oder Pappardelle formen lassen. Mit Eiern wird der Teig geschmeidiger und reicher – ideal für gefüllte Pasta oder breite Bandnudeln.
Zutaten für Pasta selber machen
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Hartweizengrieß | 300 g | Semola di grano duro rimacinata |
| Weizenmehl Type 00 | 150 g | alternativ Type 405 |
| Eier | 3 Stück | Größe M, Raumtemperatur |
| Olivenöl | 2 EL | |
| Salz | 1 TL | |
| Wasser | 2 EL | nur falls der Teig zu trocken ist |
Zubereitung
- Teig ansetzen: Hartweizengrieß, Mehl und Salz auf einer Arbeitsfläche mischen und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und Olivenöl hineinschlagen. Von außen nach innen mit einer Gabel einarbeiten, dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten.
- Kneten: Den Teig 8–10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist. Falls er zu trocken ist, esslöffelweise Wasser einarbeiten. Der Teig darf ruhig fest sein.
- Ruhen lassen: Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Das Gluten entspannt sich – der Teig lässt sich danach deutlich leichter ausrollen.
- Ausrollen: Den Teig portionsweise (jeweils ca. 100 g) auf einer bemehlten Fläche mit dem Nudelholz oder der Nudelmaschine dünn ausrollen. Für Tagliatelle: Stufe 5–6, für gefüllte Pasta: Stufe 7.
- Formen und schneiden: Für Tagliatelle: Teigbahn leicht bemehlen, locker aufrollen und in ca. 7 mm breite Streifen schneiden. Für Spaghetti: Nudelmaschine-Aufsatz verwenden. Pasta auf einem bemehlten Tuch ausbreiten und kurz antrocknen lassen.
- Kochen: Reichlich Salzwasser aufkochen (1 EL Salz pro Liter). Frische Pasta nur 2–3 Minuten kochen – sie ist viel schneller gar als Trockenpasta. Probieren und abgießen, sobald sie al dente ist.
Womit servieren?
Frische Pasta passt zu fast allem. Besonders gut: mit einer selbstgemachten Sauce Bolognese, die ebenfalls aus frischen Zutaten besteht. Oder klassisch zur Spaghetti Carbonara – mit frischer Pasta schmeckt auch die nochmal besser.
Welches Mehl für Pasta?
Hartweizengrieß (Semola rimacinata) gibt der Pasta Biss und einen leicht nussigen Geschmack – ideal für Spaghetti und Tagliatelle. Weizenmehl Type 00 (oder Type 405) macht den Teig weicher und geschmeidiger, was für gefüllte Pasta wie Ravioli besser geeignet ist. Die Mischung aus beidem – wie in diesem Rezept – ist ein guter Kompromiss.
Variationen
Nur-Ei-Pasta: 100 g Mehl Type 00 pro Ei, kein Grieß – sehr weich, ideal für Ravioli. Spinat-Pasta: 50 g blanchierter, ausgedrückter Spinat in den Teig einarbeiten für grüne Bandnudeln. Pasta ohne Eier: Nur Semola und Wasser (etwa 180 ml auf 300 g), kneten bis glatt – dauert etwas länger, funktioniert gut für Orecchiette.
Welches Mehl ist am besten für Pasta?
Hartweizengrieß (Semola di grano duro rimacinata) gibt Pasta den typischen Biss. Für sehr weiche, geschmeidige Pasta – etwa für Ravioli oder Tagliatelle all’uovo – nimmt man Weizenmehl Type 00. Die Kombination aus beidem funktioniert für die meisten Pastaformen am besten.
Wie macht man hausgemachte Pasta?
Mehl und Grieß mischen, Eier und Olivenöl einarbeiten, Teig 8–10 Minuten kneten, 30 Minuten ruhen lassen, dann dünn ausrollen und in die gewünschte Form schneiden. Frische Pasta braucht nur 2–3 Minuten im kochenden Salzwasser.
Was benötigt man zum Pasta machen?
Grundsätzlich reichen Hartweizengrieß oder Mehl, Eier, Salz und ein Nudelholz. Eine Nudelmaschine (Aufsatz für die Küchenmaschine oder manuell) erleichtert das Ausrollen auf gleichmäßige Dicke und das Schneiden von Spaghetti oder Tagliatelle.
Wie lange hält sich frische Pasta?
Frisch gerollte Pasta hält sich im Kühlschrank 1–2 Tage, locker auf einem bemehlten Tuch liegend oder in einem luftdichten Behälter. Einfrieren ist ebenfalls möglich – einfach portioniert auf einem Tablett vorgefrieren, dann in Beutel abfüllen. Direkt aus dem Tiefkühler ins kochende Wasser, ohne Auftauen.
Kann man Pasta auch ohne Nudelmaschine machen?
Ja – ein einfaches Nudelholz reicht. Es braucht etwas mehr Kraft und Übung, um den Teig gleichmäßig dünn zu rollen, aber es funktioniert gut. Für Tagliatelle oder Pappardelle ist das kein Problem; für sehr dünne Pasta wie Spaghetti ist eine Maschine praktischer.