
Mel i Mató ist das einfachste und gleichzeitig traditionellste Dessert Kataloniens: ein milder, ungesalzener Frischkäse (Mató), beträufelt mit Honig und bestreut mit gehackten Walnüssen. Drei Zutaten, fünf Minuten, ungebacken. Die Kombination ist seit dem Mittelalter dokumentiert und wird heute noch in jedem traditionellen katalanischen Restaurant serviert. Mató lässt sich in Deutschland gut durch Quark oder Ricotta ersetzen.
Zutaten für Mel i Mató
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Mató | 400 g | alternativ Ricotta oder Magerquark |
| Honig | 4 EL | z. B. Rosmarin- oder Orangenblütenhonig |
| Walnüsse | 50 g | grob gehackt |
Zubereitung
- Käse anrichten: Den Mató (oder Ricotta/Quark) gleichmäßig auf vier Dessertteller verteilen. Klassisch wird er als sanfter Hügel angerichtet – mit einem Esslöffel eine glatte, runde Form geben. Wer eine festere Konsistenz möchte, kann den Käse vorher 30 Minuten in ein Sieb oder ein sauberes Tuch geben, damit überschüssige Flüssigkeit abtropft.
- Mit Honig beträufeln: Den Honig großzügig über den Käse beträufeln. Klassisch nimmt man hellen, milden Honig – in Katalonien werden Rosmarin- und Orangenblütenhonig bevorzugt, weil sie das mediterrane Aroma unterstreichen. Pro Portion etwa einen Esslöffel Honig.
- Walnüsse darüberstreuen: Walnüsse grob hacken und über das Dessert streuen. Sie geben den nötigen Biss und das nussige Aroma, das den milden Käse perfekt ergänzt. Wer mag, kann auch geröstete Mandeln, Haselnüsse oder Pinienkerne verwenden. Sofort servieren.
Was ist Mel i Mató?
Mel i Mató ist katalanisch und heißt wörtlich Honig und Mató. Es bezeichnet das traditionelle katalanische Dessert aus frischem Mató-Käse, beträufelt mit Honig und bestreut mit Walnüssen. Mehr braucht es nicht. Genau diese Schlichtheit macht den Reiz aus: die cremig-milde Süße des Käses, die florale Tiefe des Honigs und der knackige Biss der Nüsse ergeben eine perfekt ausbalancierte Komposition.
Die Kombination ist seit dem Llibre de Sent Soví aus dem Jahr 1324 dokumentiert – dem ältesten erhaltenen Kochbuch in katalanischer Sprache. Darin wird Mató mit Honig als „Speise der Engel“ beschrieben. Damit gehört Mel i Mató zu den ältesten dokumentierten Süßspeisen der iberischen Halbinsel und wird in katalanischen Familien seit Jahrhunderten weitergegeben.
Wichtig: Mel i Mató ist kein Kuchen. Es ist ein rohes, ungebackenes Dessert. Wer den gebackenen Kuchen aus demselben Käse sucht, findet auf rezept.biz unser Rezept für den Katalanischen Käsekuchen (pastís de mató).
Was ist Mató – und womit kann ich ihn ersetzen?
Mató ist ein katalanischer Frischkäse mit jahrhundertealter Tradition. Charakteristisch sind die cremig-weiche Textur, der milde, leicht süßliche Geschmack und die Tatsache, dass er ungesalzen ist – im Gegensatz zu fast allen anderen Frischkäsen. Genau diese Eigenschaften machen ihn perfekt für süße Anwendungen. Traditionell wurde er aus Schafmilch hergestellt, heute überwiegend aus Kuhmilch.
In Deutschland ist Mató fast nicht zu bekommen. Als Ersatz funktionieren in absteigender Reihenfolge: Ricotta (italienisches Pendant, fast identisch in Konsistenz und Geschmack), Magerquark oder Topfen (gut verfügbar, neutral im Geschmack) und im Notfall Hüttenkäse nach kurzem Pürieren. Reiner Frischkäse ist weniger geeignet, weil er für das Dessert zu fest ist – hier zählt die lockere, feuchte Textur.
Für maximale Authentizität: Ricotta ist die beste Wahl. Wer Quark verwendet, sollte ihn in ein Sieb mit Tuch geben und einige Stunden abtropfen lassen – der zu feuchte deutsche Quark wird so dem cremig-festen Mató deutlich ähnlicher.
Variationen
Mit Feigen: Im Spätsommer und Herbst werden frische Feigen halbiert und neben den Käse gelegt. Die süßlich-erdige Note der Feigen passt hervorragend zum milden Mató und ist eine sehr beliebte Variante in katalanischen Restaurants.
Mit Pinienkernen statt Walnüssen: In manchen Regionen Kataloniens, besonders an der Costa Brava, werden goldgeröstete Pinienkerne über das Dessert gestreut. Sie geben einen feineren, harzigeren Geschmack.
Mit Trüffelhonig: Eine moderne, gehobene Variante – statt klassischem Blütenhonig wird Trüffelhonig verwendet. Das passt überraschend gut zum milden Käse und macht aus dem einfachen Dessert ein Gericht für besondere Anlässe.
Mit roten Früchten: Im Frühling und Sommer wird das Dessert mit Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren ergänzt. Die fruchtige Säure kontrastiert wunderbar mit dem süßen Honig.
Als Aufstrich: In ländlichen katalanischen Haushalten wird Mel i Mató auch auf geröstetem Brot serviert – eine herzhafte, sättigende Frühstücks- oder Brotzeit-Variante.
Was bedeutet Mel i Mató auf Deutsch?
Mel i Mató ist katalanisch und heißt wörtlich Honig und Mató. Mel ist das katalanische Wort für Honig (ähnlich italienisch miele oder lateinisch mel), und Mató bezeichnet einen milden, ungesalzenen Frischkäse aus Katalonien. Das Dessert besteht aus genau diesen beiden Zutaten plus klassischerweise gehackten Walnüssen.
Was ist Mató?
Mató ist ein milder, ungesalzener Frischkäse aus Katalonien. Er hat eine cremig-weiche Textur, ähnelt in Konsistenz Ricotta und schmeckt leicht süßlich-milchig. Traditionell wurde er aus Schafmilch hergestellt, heute wird er überwiegend aus Kuhmilch gemacht. Mató bildet die Basis vieler katalanischer Desserts.
Womit kann ich Mató in Deutschland ersetzen?
Die beste Annäherung an Mató ist Ricotta – der italienische Frischkäse hat eine fast identische Textur und einen ähnlich milden Geschmack. Auch Magerquark oder Topfen funktioniert gut, sollte aber vorher abgetropft werden, weil deutscher Quark feuchter ist als Mató. Reiner Frischkäse ist für dieses Dessert zu fest. Manche Onlineshops für spanische Lebensmittel führen mittlerweile auch echten Mató.
Welcher Honig passt am besten?
In Katalonien wird traditionell heller, milder Honig verwendet. Sehr gut passen Orangenblüten- und Rosmarinhonig, die das mediterrane Aroma unterstreichen. Auch Akazien- oder Lavendelhonig funktionieren wunderbar. Kräftiger Waldhonig oder Buchweizenhonig sind hingegen zu dominant und überdecken den feinen Mató-Geschmack. Wer es besonders aromatisch mag, probiert Trüffelhonig.
Ist Mel i Mató ein Kuchen?
Nein, Mel i Mató ist kein Kuchen, sondern ein rohes, ungebackenes Dessert: frischer Mató-Käse mit Honig und Walnüssen. Wer den gebackenen katalanischen Käsekuchen mit Mató sucht, findet bei uns das Rezept für den Katalanischen Käsekuchen (pastís de mató). Beide Desserts nutzen denselben Käse, sind aber komplett unterschiedlich zubereitet.
Wie alt ist die Tradition von Mel i Mató?
Die Kombination aus Mató und Honig wird im Llibre de Sent Soví aus dem Jahr 1324 erwähnt – dem ältesten erhaltenen Kochbuch in katalanischer Sprache. Damit gehört Mel i Mató zu den ältesten dokumentierten Desserts der iberischen Halbinsel und wird in katalanischen Familien seit fast 700 Jahren weitergegeben.
Kann ich Mel i Mató vorbereiten?
Den Käse kann man problemlos einige Stunden vorher portionsweise auf die Teller setzen und kühl stellen. Honig und Walnüsse sollten allerdings erst kurz vor dem Servieren darüber gegeben werden – der Honig verläuft sonst und die Walnüsse verlieren ihren Biss. Insgesamt ist das Dessert aber so schnell zubereitet, dass eine Vorbereitung kaum nötig ist.
Welche Nüsse passen außer Walnüssen?
Klassisch sind Walnüsse, aber auch Mandeln (geröstet), Haselnüsse, Pinienkerne oder Pistazien funktionieren wunderbar. In manchen Regionen Kataloniens werden traditionell auch Pinienkerne verwendet. Wichtig ist nur, dass die Nüsse leicht geröstet und grob gehackt sind, damit sie ein Aroma und einen knackigen Biss mitbringen.
Ist Mel i Mató glutenfrei?
Ja, Mel i Mató ist von Natur aus glutenfrei. Käse, Honig und Nüsse enthalten kein Gluten. Das macht das Dessert zu einer perfekten Wahl für Gäste mit Glutenunverträglichkeit. Wer es vegetarisch braucht: auch das ist es – kein tierisches Lab nötig, denn moderner Mató wird oft mit pflanzlichem Lab oder Säure (Zitrone) gerinnen gelassen.
Wie viele Kalorien hat eine Portion?
Eine Portion (ca. 100 g Mató mit 1 EL Honig und einer Handvoll Walnüsse) hat etwa 280 bis 320 Kalorien, je nach Käseart und Mengen. Das Dessert ist trotz der Walnüsse und des Honigs vergleichsweise leicht, weil der Mató (oder Ricotta/Quark) selbst wenig Fett enthält.