Der Maracolada ist eine fruchtige Abwandlung der Piña Colada – statt Ananassaft kommt hier Maracujasaft ins Glas. Das Ergebnis ist ein cremiger, tropischer Maracuja-Cocktail mit Rum, Kokosnusscreme und Sahne, der in gerade einmal fünf Minuten fertig ist. Die feine Säure der Passionsfrucht balanciert die süße Kokoscreme wunderbar aus und macht jeden Schluck zum kleinen Urlaub.

Zutaten für Maracolada

Zutaten für Portion

ZutatMengeHinweise
weißer Rum4 clz.B. Havana Club 3 Jahre
Kokosnusscreme4 clz.B. Coco López oder Kokossirup
Sahne3 clmind. 30% Fett
Maracujasaft8 cloder frisch aus 2–3 Maracujas
Crushed Icenach Bedarf
Maracuja oder Ananasscheibezur Garnierung

Zubereitung

  1. Shaker befüllen: Shaker oder Standmixer zur Hälfte mit Crushed Ice füllen.
  2. Zutaten hinzugeben: Rum, Kokosnusscreme, Sahne und Maracujasaft über das Eis geben.
  3. Shaken: Shaker fest verschließen und 15–20 Sekunden kräftig schütteln, bis die Außenseite beschlägt.
  4. Abseihen und servieren: Den Drink durch ein Barsieb in ein gekühltes Hurricane- oder Longdrink-Glas abseihen. Nach Wunsch mit etwas Crushed Ice auffüllen.
  5. Garnieren: Mit einer halben Maracuja, einer Ananasscheibe oder einem Cocktailspieß garnieren und sofort servieren.

Variationen

Wer einen Maracolada ohne Alkohol möchte, lässt den Rum einfach weg und ersetzt ihn durch weiteren Maracujasaft oder Ananassaft. Für eine vollständig alkoholfreie Version inspiriert das Rezept für unsere Virgin Piña Colada – dort sind alle Tricks erklärt, um trotzdem einen cremigen Drink zu bekommen.

Eine Frozen Maracolada gelingt im Standmixer: Alle Zutaten zusammen mit einer großen Portion Crushed Ice 30 Sekunden auf höchster Stufe mixen. Das Ergebnis ist ein dickflüssiger, milchshakeähnlicher Slush, der an heißen Tagen besonders erfrischend ist.

Wer den Fruchtanteil noch tropischer gestalten möchte, gibt zusätzlich 4 cl Ananassaft dazu. Die Kombination aus Maracuja und Ananas ergibt ein intensiveres Fruchterlebnis und kommt der klassischen Piña Colada geschmacklich näher, behält aber die charakteristische Säure der Passionsfrucht.

Auch eine Variation mit dunklem Rum (z.B. Appleton Estate oder Mount Gay) lohnt sich: Das Karamell- und Vanillearoma des Aged Rum verleiht dem Maracolada mehr Tiefe und Wärme. Wer noch eine Maracuja-Variante mit Likör sucht, findet unseren Maracuja 43 ebenfalls empfehlenswert.

Die Geschichte des Maracolada

Der Maracolada ist eine direkte Abwandlung der Piña Colada – einem der bekanntesten Cocktails der Welt. Die Piña Colada stammt aus Puerto Rico und wurde 1954 von Barkeeper Ramón „Monchito“ Marrero Perez im Caribe Hilton Hotel in San Juan kreiert. Der Name bedeutet wörtlich „gesiebte Ananas“. Puerto Rico erklärte die Piña Colada 1978 zu seinem offiziellen Nationalgetränk.

Die Idee hinter dem Maracolada ist simpel: Die Ananas wird durch Maracuja ersetzt. Maracuja – auch Passionsfrucht genannt – stammt ursprünglich aus Südamerika, vor allem aus Brasilien und Paraguay. Mit ihrem intensiv-aromatischen, säuerlich-süßen Fruchtfleisch bringt sie eine völlig andere Geschmacksebene in den cremigen Kokosdrank. Das Ergebnis ist ein Cocktail, der durch die Säure der Passionsfrucht eleganter und weniger süß wirkt als das Original.

Heute ist der Maracolada vor allem in deutschen Cocktailbars zu finden – oft neben anderen Colada-Variationen wie der Painkiller, einem ebenfalls cremigen Rum-Kokos-Drink aus der Karibik.

Tipps für den perfekten Maracolada

Frisch ist besser: Wer frische Maracujas verwendet, bekommt ein intensiveres Aroma. Einfach das Fruchtfleisch von 2–3 reifen Maracujas durch ein feines Sieb drücken und den gewonnenen Saft verwenden.

Kokosnusscreme vs. Kokossirup: Kokosnusscreme (Cream of Coconut, z.B. Coco López) ist dicker und süßer als normaler Kokossirup. Sie gibt dem Maracolada die typisch cremige Textur. Kokossirup funktioniert auch, ergibt aber einen leichter wirkenden Drink.

Glas kühlen: Ein gut gekühltes Glas hält den Drink länger kalt. Einfach vor dem Mixen ein paar Minuten ins Gefrierfach stellen.

Verhältnis stimmt: Das Verhältnis 4:4:3:8 (Rum : Kokos : Sahne : Maracuja) ergibt eine ausgewogene Balance. Wer es fruchtiger mag, erhöht den Maracujasaft auf 10 cl.


Wie schmeckt ein Maracolada-Cocktail?

Der Maracolada schmeckt cremig-tropisch mit einer charakteristischen Säurenote der Maracuja. Die Kokosnusscreme und Sahne geben eine samtige Textur, während die Passionsfrucht eine frische, leicht exotische Schärfe mitbringt. Insgesamt ist der Drink vollmundig und süß, aber deutlich weniger klischiert-süß als eine klassische Piña Colada.

In was für einem Glas wird ein Maracolada-Cocktail serviert?

Traditionell wird der Maracolada in einem Hurricane-Glas oder Longdrink-Glas serviert – am besten gut gekühlt oder mit Crushed Ice gefüllt. In Cocktailbars wird er gelegentlich auch in einem Poco-Grande-Glas (dem typischen Piña-Colada-Glas) angeboten.

Was ist der Unterschied zwischen Maracolada und Piña Colada?

Der einzige Unterschied liegt in der Frucht: Bei der Piña Colada kommt Ananassaft ins Glas, beim Maracolada Maracujasaft. Die Basis aus Rum, Kokosnusscreme und Sahne bleibt gleich. Durch die Maracuja wird der Drink etwas säuerlicher und aromatisch komplexer.

Kann ich Maracolada auch ohne Alkohol zubereiten?

Ja, problemlos. Den Rum einfach weglassen und die Menge Maracujasaft entsprechend erhöhen, oder durch Ananassaft ersetzen. Der Drink bleibt cremig und tropisch – nur ohne den alkoholischen Anteil. Diese Version eignet sich auch für Kinder und Schwangere.

Wie wird Piña Colada zubereitet?

Die klassische Piña Colada besteht aus weißem Rum, Kokosnusscreme (Cream of Coconut) und Ananassaft. Alle Zutaten werden mit Crushed Ice im Shaker oder Mixer verarbeitet und in ein gekühltes Glas gegossen. Beim Maracolada ersetzt Maracujasaft den Ananassaft.

Was heißt Colada auf Deutsch?

„Colada“ leitet sich vom spanischen Verb „colar“ ab und bedeutet so viel wie „abseihen“ oder „durch ein Sieb geben“. Der Name Piña Colada – und damit auch Maracolada – spielt auf das Abseihen des Ananassafts an, das Teil der ursprünglichen Rezeptur war.

Wo stammt der Maracolada-Cocktail her?

Der Maracolada ist eine Abwandlung der Piña Colada, die 1954 in Puerto Rico erfunden wurde. Die genaue Entstehungsgeschichte des Maracolada ist nicht dokumentiert – er entstand als kreative Variante in Cocktailbars, die die Ananas durch die intensivere Maracuja ersetzten. Heute steht er auf vielen deutschen Cocktailkarten.