Szegediner Gulasch ist ein herzhafter Schmorgulasch aus zartem Schweinefleisch, saftigem Sauerkraut und cremigem Sauerrahm – kräftig mit Paprika, Kümmel und Knoblauch gewürzt. Das Gericht hat ungarische Wurzeln und schmeckt am nächsten Tag noch intensiver. Mit diesem Rezept gelingt das Original ganz einfach zu Hause.
Zutaten für Szegediner Gulasch
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Schweinenacken | 1 kg | oder Schweineschulter |
| Sauerkraut | 500 g | frisch, aus dem Kühlregal |
| Zwiebeln | 2 Stück | groß, ca. 400 g |
| Knoblauchzehen | 3 Stück | |
| Sauerrahm | 200 g | oder Schmand 24 % Fett |
| Schweineschmalz | 2 EL | alternativ Rapsöl |
| Paprikapulver edelsüß | 2 TL | gestrichen |
| Paprikapulver rosenscharf | 1 TL | |
| Kümmel | 1 TL | ganz oder gemahlen |
| Tomatenmark | 1 EL | |
| Rotweinessig | 1 EL | |
| Rinderfond | 400 ml | oder Gemüsebrühe |
| Lorbeerblatt | 1 Stück | |
| Salz und Pfeffer | nach Geschmack |
Zubereitung
- Fleisch vorbereiten: Das Schweinefleisch kalt abspülen, trocken tupfen und in gleichmäßige Würfel von etwa 3 cm Kantenlänge schneiden. Rundum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen, kurz kalt abspülen und gut ausdrücken – so lässt sich der Säuregrad besser kontrollieren. Wer die volle Säure des Sauerkrauts bevorzugt, lässt es einfach ungespült.
- Fleisch scharf anbraten: Das Schmalz in einem großen Schmortopf oder Bräter bei hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch in zwei Portionen scharf anbraten, bis alle Seiten kräftig gebräunt sind – jeweils etwa 4–5 Minuten pro Portion. Das Fleisch herausnehmen und beiseitestellen. Nicht zu viele Würfel auf einmal in den Topf geben, sonst kühlt das Fett ab und das Fleisch beginnt zu dünsten statt zu braten – die Röstaromen fehlen dann.
- Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen: Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe oder Halbmonde schneiden. Im verbliebenen Bratfett bei mittlerer Hitze ca. 8 Minuten glasig dünsten, bis sie weich und leicht goldbraun sind. Den Knoblauch fein hacken oder durch eine Presse drücken und kurz mitdünsten. Das Tomatenmark einrühren und 1–2 Minuten mitrösten – das karamellisiert die Tomatenpaste leicht und macht die Sauce tiefer im Geschmack.
- Sauerkraut anbraten und würzen: Das ausgedrückte Sauerkraut zum Zwiebel-Tomatenmark-Gemisch geben und bei mittlerer Hitze 5–6 Minuten mitdünsten, bis es leicht Farbe annimmt. Nun das Paprikapulver (edelsüß und rosenscharf) und den Kümmel einstreuen und schnell unterrühren. Wichtig: Paprikapulver enthält Zucker und wird bei zu langer Trockenhitze bitter. Deshalb gleich mit dem Rotweinessig ablöschen und umrühren.
- Schmoren lassen: Das angebratene Fleisch zurück in den Topf geben. Den Rinderfond angießen und das Lorbeerblatt hinzufügen. Alles gut umrühren, einmal aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel 60 Minuten sanft schmoren. Nach 30 Minuten einmal umrühren und bei Bedarf einen Schluck Wasser oder Fond nachgießen, falls die Flüssigkeit zu stark einreduziert.
- Abschmecken und servieren: Das Lorbeerblatt entfernen. Den Sauerrahm in einer kleinen Schüssel mit zwei Esslöffeln der heißen Schmorflüssigkeit verrühren (Temperierung verhindert das Gerinnen) und dann unter das Gulasch ziehen – nicht mehr aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Rotweinessig abschmecken. Die Sauce sollte eine ausgewogene, angenehme Säure haben.
Beilagen zum Szegediner Gulasch
Zum Szegediner Gulasch passen sättigende, stärkehaltige Beilagen, die den kräftigen Paprika-Sauerrahm-Sud gut aufnehmen. Die Wahl der Beilage hängt oft von der Region und der Jahreszeit ab – im Sommer sind Salzkartoffeln beliebt, im Herbst und Winter eher Knödel oder Spätzle.
Salzkartoffeln sind die einfachste und authentischste Wahl. Mehligkochende Kartoffeln saugen den intensiven Sud besonders gut auf und lassen sich direkt auf dem Teller mit dem Gulasch zerdrücken. Die Stärke der Kartoffel bindet außerdem überschüssige Sauce. Wer mag, gibt einen Klecks Butter dazu. Unser Salzkartoffeln kochen – Rezept zeigt, wie es gelingt.
Spätzle sind vor allem in Süddeutschland und Österreich die bevorzugte Beilage. Die kleinen, robusten Teignocken halten der kräftigen Sauce gut stand und nehmen viel davon auf. In Restaurants werden Spätzle oft direkt in die Sauce gegeben und kurz mitgeschwenkt. Unser Spätzle Rezept liefert die Grundlage.
Semmelknödel sind die böhmische Tradition. In Tschechien und der Slowakei wird Szegediner Gulasch – dort als „Segedínský guláš“ bekannt – fast ausnahmslos mit Semmelknödeln gereicht. Die lockeren Knödel aus Weißbrot und Eiern zerteilen sich schön in der Sauce und saugen sie auf. Unser Semmelknödel Rezept ist dabei die perfekte Ergänzung.
Breite Bandnudeln oder Pappardelle sind die schnellste Lösung. Sie brauchen nur wenige Minuten Kochzeit und nehmen die Sauce gut auf. Eine gute Wahl für die schnelle Variante an einem Werktag.
Weißbrot oder Sauerteigbrot ist die bodenständigste Beilage – einfach in die Sauce tunken. Diese Variante passt gut zum unkomplizierten Charakter des Gerichts und macht es zur schnellen Feierabendmahlzeit.
Getränke-Tipp: Zum Szegediner Gulasch passt ein kühles Lager-Bier sehr gut – besonders ein böhmisches oder bayerisches Helles. Wer Wein bevorzugt, greift zu einem kräftigen Rotwein mit wenig Tannin, etwa einem Zweigelt aus Österreich oder einem Blaufränkisch. Beide harmonieren mit dem Paprika-Säure-Aroma der Sauce ohne es zu überlagern.
Variationen
Das Grundrezept lässt sich vielfältig abwandeln, ohne den typischen Charakter des Gerichts zu verlieren.
Rindfleisch statt Schwein: Wer Rindfleisch bevorzugt, nimmt Rinderschulter oder Rindernacken in gleichmäßigen Würfeln. Die Schmorzeit verlängert sich auf 90–120 Minuten, da Rindfleisch mehr Zeit braucht, bis es zart wird. Das Ergebnis ist etwas kräftiger und tiefer im Geschmack. Unser Rindergulasch Original-Rezept zeigt, wie das Fleisch richtig weich wird.
Gemischtes Gulasch: Eine beliebte Variante in österreichischen und tschechischen Haushalten ist die Kombination aus Schweine- und Rindfleisch zu gleichen Teilen. Das Schweinefleisch gibt Zartheit, das Rindfleisch bringt das Aroma. Die Schmorzeit richtet sich nach dem Rindfleisch – also mindestens 90 Minuten.
Schärfegrad anpassen: Die Menge an Rosenpaprika bestimmt die Schärfe. Wer es sehr mild mag, lässt den Rosenpaprika ganz weg und verdoppelt die Menge an edelsüßem Paprika. Wer es schärfer bevorzugt, gibt zusätzlich eine Messerspitze Cayennepfeffer oder einen Schuss Tabasco dazu – am besten erst beim Abschmecken am Schluss.
Frisches Sauerkraut vs. Sauerkraut aus dem Glas: Frisches Sauerkraut aus dem Kühlregal hat mehr Biss und einen lebhafteren, lebendigen Geschmack. Es enthält außerdem noch aktive Milchsäurebakterien, die jedoch beim Garen absterben. Sauerkraut aus dem Glas oder der Konserve ist milder und weicher gegart – es löst sich beim Schmoren fast vollständig auf. Frisches Sauerkraut ist die erste Wahl, wenn es verfügbar ist. Wer selbst welches herstellen möchte, findet bei unserem Sauerkraut Rezept alle Details.
Sauerrahm vs. Schmand: Schmand hat mit 24–28 % deutlich mehr Fett als Sauerrahm mit 10 %. Er ist stabiler beim Erhitzen und gerinnt weniger leicht. Wer sicher gehen will, verwendet Schmand – oder er temperiert den Sauerrahm, bevor er ihn unter das heiße Gulasch rührt: einfach 2–3 Esslöffel der heißen Sauce in den Sauerrahm einrühren, dann erst alles zusammenführen.
Wiener Saftgulasch ohne Sauerkraut: Die Wiener Variante kommt ganz ohne Sauerkraut aus und basiert stattdessen auf einer tiefen, dunklen Zwiebelsauce. Wer die Wiener Tradition erkunden möchte, findet bei unserem Wiener Saftgulasch das entsprechende Rezept.
Tipps für das perfekte Szegediner Gulasch
Fleisch immer portionsweise anbraten: Das ist der wichtigste Tipp überhaupt. Wer zu viel Fleisch auf einmal in den Topf gibt, senkt die Temperatur des Fetts so weit, dass das Fleisch nicht mehr brät, sondern dünstet. Die Folge: keine Röstaromen, blasses Fleisch, flache Sauce. Lieber zweimal braten und das Ergebnis schmeckt deutlich komplexer.
Paprikapulver richtig dosieren: Paprikapulver verleiht dem Gericht seine charakteristische Farbe und sein Aroma – aber es verbrennt bei zu hoher Hitze. Am besten die Herdplatte kurz reduzieren oder den Topf vom Herd nehmen, bevor das Paprikapulver eingestreut wird. Gleich danach mit Essig oder Fond ablöschen.
Sauerkraut anpassen: Sehr saures Sauerkraut kurz abspülen und ausdrücken. Mildes Sauerkraut kann direkt verwendet werden. Den aufgefangenen Sauerkrautsaft nicht wegschütten – er eignet sich am Ende zum Nachschärfen der Sauce, falls mehr Säure gewünscht wird.
Nicht zu viel Flüssigkeit: Szegediner Gulasch ist kein Eintopf. Die Sauce sollte am Ende kräftig und gebunden sein, nicht dünn und wässrig. Der Rinderfond reicht als Schmorflüssigkeit. Wer mehr Flüssigkeit zugeben muss, tut das sparsam – lieber nachgießen als von Anfang an zu viel.
Kümmel ganz oder gemahlen: Ganzer Kümmel gibt ein intensiveres, etwas rustikaleres Aroma. Gemahlener Kümmel verteilt sich gleichmäßiger in der Sauce. Wer Kümmel nur schwach möchte, reduziert die Menge auf eine halbe Teelöffel.
Am nächsten Tag aufwärmen: Szegediner Gulasch gehört zu den Gerichten, die nach dem Aufwärmen besser schmecken als frisch zubereitet. Die Aromen ziehen über Nacht tief ins Fleisch ein, die Sauce wird runder und tiefer. Ein guter Grund, gleich eine doppelte Portion zu kochen.
Die richtige Topfgröße wählen: Für 1 kg Fleisch und die restlichen Zutaten wird ein Topf mit mindestens 3–4 Liter Fassungsvermögen benötigt. Wer einen zu kleinen Topf verwendet, kann das Fleisch nicht gut anbraten und der Deckel schließt nicht richtig – das verlängert die Garzeit und trocknet das Fleisch aus. Ein gusseiserner Bräter oder schwerer Schmortopf ist ideal, da er die Hitze gleichmäßig verteilt und lange speichert.
Das richtige Fleisch für Szegediner Gulasch
Die Wahl des Fleisches entscheidet maßgeblich über das Ergebnis. Für Szegediner Gulasch eignen sich ausschließlich Stücke mit Fettmarmorierung und Bindegewebe – mageres Fleisch wird beim langen Schmoren zäh und trocken statt zart.
Schweinenacken ist die erste Wahl. Er hat einen hohen Fettanteil, der beim Schmoren schmilzt und die Sauce aromatisch macht. Das Fleisch bleibt saftig und wird nach 60–70 Minuten angenehm zart. Schweineschulter funktioniert ähnlich gut und ist oft etwas günstiger.
Schweineschulter ist etwas magerer als der Nacken, enthält aber ebenfalls genug Bindegewebe für ein langes Schmorgericht. Sie braucht 10–15 Minuten mehr Garzeit als der Nacken.
Schweinegulasch aus dem Supermarkt enthält oft eine Mischung aus verschiedenen Stücken – mal Schulter, mal Nacken, manchmal auch Keule. Das Ergebnis ist uneinheitlich: Manche Würfel werden zart, andere bleiben zäh. Besser ist es, ein ganzes Stück Nacken oder Schulter selbst zu würfeln.
Stückgröße beachten: Gleichmäßige Würfel von 3 cm Kantenlänge sind ideal. Zu kleine Stücke lösen sich beim Schmoren auf, zu große brauchen zu lange. Wer beim Metzger kauft, kann um vorgewürfeltes Gulaschfleisch bitten – viele Metzger bieten das an.
Ein wichtiger Hinweis: Das Fleisch sollte Zimmertemperatur haben, bevor es in den Topf kommt. Kaltes Fleisch direkt aus dem Kühlschrank senkt die Temperatur des heißen Fetts zu stark ab – die Kruste bildet sich nicht richtig.
Lagerung und Einfrieren
Im Kühlschrank: Vollständig abgekühlt und in einem luftdichten Behälter aufbewahrt hält sich Szegediner Gulasch im Kühlschrank 3–4 Tage. Beim Aufwärmen einen Schluck Wasser oder Fond zugeben, damit die Sauce nicht zu stark eindickt. Im Topf bei mittlerer Hitze langsam erwärmen und gelegentlich umrühren.
Einfrieren: Das Gulasch lässt sich gut einfrieren – am besten ohne den Sauerrahm. Sauerrahm verliert beim Einfrieren seine cremige Konsistenz und wird nach dem Auftauen körnig und grisselig. Das fertige Gulasch ohne Sauerrahm portionsweise in Gefrierbehälter füllen, vollständig abkühlen lassen und einfrieren. Im Tiefkühler hält es sich bis zu 3 Monate. Den Sauerrahm erst nach dem Aufwärmen frisch unterrühren.
Auftauen und aufwärmen: Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Dann im Topf bei mittlerer Hitze langsam erwärmen, frischen Sauerrahm einrühren und noch einmal abschmecken.
Die Geschichte des Szegediner Gulasch
Der Name klingt nach der ungarischen Stadt Szeged – doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Szegediner Gulasch heißt im Original Székely-Gulasch und ist nach dem ungarischen Schriftsteller József Székely (1825–1895) benannt. Die Stadt Szeged hat mit dem Gericht nichts zu tun.
Die bekannteste Entstehungslegende lautet: Der Schriftsteller Székely kam eines Abends hungrig in ein Gasthaus in Budapest und bestellte Gulasch. Da kein frisches vorhanden war, mischte der Wirt das übrig gebliebene Gulasch vom Vortag mit dem ebenfalls übrig gebliebenen Sauerkraut – und setzte einen Klecks Sauerrahm obenauf. Székely soll das improvisierte Gericht so überzeugend gefunden haben, dass es bald nach ihm benannt wurde.
Ob diese Anekdote der Wahrheit entspricht, lässt sich nicht belegen. Fest steht, dass das Gericht tief in der osteuropäischen Küchentradition verwurzelt ist. Die Kombination aus Fleisch, Sauerkraut und Sauerrahm war in der Region schon lange vor dem 19. Jahrhundert bekannt – besonders in bäuerlichen Haushalten, wo nichts verschwendet wurde und Reste kreativ zu neuen Gerichten kombiniert wurden.
Heute ist Szegediner Gulasch in Ungarn, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Rumänien verbreitet. In Tschechien heißt es „Segedínský guláš“ und gehört zu den beliebtesten Gerichten der dortigen Hausküche. In Ungarn ist es als „Székelykáposzta“ oder „Székelypörkölt“ bekannt.
Im deutschsprachigen Raum hat sich aus dem schwer auszusprechenden Nachname „Székely“ mit der Zeit das handlichere „Szegediner“ entwickelt – eine lautliche Anlehnung an die bekannte ungarische Stadt Szeged. Die Verwechslung hat sich so fest im Namen des Gerichts verankert, dass sie kaum noch korrigiert wird.
Interessant ist auch die Rolle der deutschen Siedler in Osteuropa: Siebenbürger Sachsen und andere Donauschwaben, die in Ungarn, Rumänien und dem heutigen Serbien lebten, adaptierten das Gericht und trugen es mit in ihre Heimatküchen. So verbreitete sich das Szegediner Gulasch weit über Ungarn hinaus und wurde Teil der deutschen Auswandererküche.
Das Gericht hat auch einen sozialen Hintergrund: Es war ursprünglich ein Arme-Leute-Essen. Sauerkraut war günstig, lange haltbar und nahrhaft. Schweinefleisch aus dem Nacken gehörte zu den günstigeren Fleischstücken. Die Kombination beider Zutaten mit einem Klecks Sauerrahm verwandelte preiswerte Zutaten in ein sättigendes, würziges Gericht – ideal für die kalten Wintermonate in Mittel- und Osteuropa.
Heute hat das Gericht seinen Arme-Leute-Status längst hinter sich gelassen und steht in Restaurants und Haushalten gleichermaßen auf der Speisekarte – geschätzt für seinen intensiven Geschmack und seine unkomplizierte Zubereitung.
Was ist Szegediner Gulasch?
Szegediner Gulasch ist ein herzhafter Schmorgulasch aus Schweinefleisch, Sauerkraut und Sauerrahm, der mit Paprika, Kümmel und Knoblauch kräftig gewürzt wird. Das Gericht hat ungarische Wurzeln und ist in ganz Osteuropa verbreitet. Es wird üblicherweise mit Salzkartoffeln, Spätzle oder Semmelknödeln serviert.
Was darf in einem originalen Szegediner Gulasch auf keinen Fall fehlen?
Im originalen Szegediner Gulasch sind drei Zutaten unverzichtbar: Sauerkraut, Sauerrahm (oder Schmand) und Paprikapulver. Diese Kombination aus Säure, Cremigkeit und Paprikaaroma macht das Gericht unverwechselbar. Kümmel ist ein weiteres typisches Gewürz, das in fast allen Originalrezepten vorkommt und dem Gericht seinen charakteristischen Geschmack gibt.
Warum heißt es Szegediner Gulasch?
Der Name ist irreführend: Das Gericht heißt eigentlich Székely-Gulasch und ist nach dem ungarischen Schriftsteller József Székely (1825–1895) benannt – nicht nach der Stadt Szeged. Im deutschsprachigen Raum wurde der Name zu „Szegediner“ vereinfacht, da er leichter auszusprechen ist. Die lautliche Ähnlichkeit mit der bekannten ungarischen Stadt führte zur heute gängigen, aber historisch falschen Bezeichnung.
Wo kommt das Szegediner Gulasch her?
Das Gericht stammt aus der ungarischen Küche und ist in ganz Osteuropa verbreitet: in Ungarn, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Rumänien. In jedem Land gibt es kleine regionale Unterschiede bei Fleischsorte, Beilagen und Schärfe. Der Legende nach entstand das Gericht in einem Budapester Gasthaus, als ein Koch Restgulasch mit übrigem Sauerkraut kombinierte.
Wie lange hält sich Szegediner Gulasch im Kühlschrank?
Vollständig abgekühlt und in einem luftdichten Behälter aufbewahrt hält sich Szegediner Gulasch im Kühlschrank 3–4 Tage. Das Gericht schmeckt nach dem Aufwärmen intensiver als frisch zubereitet, da sich die Aromen beim Durchziehen weiter entfalten – es lohnt sich also, eine größere Menge zu kochen.
Kann man Szegediner Gulasch einfrieren?
Ja, Szegediner Gulasch lässt sich gut einfrieren. Am besten den Sauerrahm nicht miteinfrieren, da er nach dem Auftauen körnig und grisselig wird. Das Gulasch ohne Sauerrahm portionsweise einfrieren und erst nach dem Aufwärmen frisch unterrühren. Im Tiefkühler hält es sich bis zu 3 Monate.
Kann man Szegediner Gulasch auch mit Rindfleisch machen?
Ja, das Rezept funktioniert auch mit Rindfleisch (Schulter oder Nacken). Die Schmorzeit verlängert sich dann auf 90–120 Minuten. Der Geschmack wird kräftiger und rustikaler als mit Schweinefleisch. Auch eine Kombination aus Schweine- und Rindfleisch zu gleichen Teilen ist möglich und in manchen osteuropäischen Haushalten verbreitet.
Was sind die besten Beilagen zu Szegediner Gulasch?
Die besten Beilagen sind Salzkartoffeln (einfach und authentisch), Spätzle (besonders beliebt in Süddeutschland und Österreich), Semmelknödel (böhmische Tradition), Bandnudeln oder Weißbrot zum Tunken. Alle diese Beilagen nehmen die kräftige Paprika-Sauerrahm-Sauce gut auf und machen das Gericht zur vollständigen Mahlzeit.