Salzkartoffeln sind die vielseitigste Beilage der deutschen Küche – weich, würzig und unkompliziert. Mit der richtigen Kartoffelsorte, kaltem Startwasser und dem entscheidenden Ausdampfschritt gelingen sie jedes Mal perfekt. Sie passen zu Gulasch, Rouladen, Fisch und nahezu jedem Schmorgericht.
Zutaten für Salzkartoffeln
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Kartoffeln | 1 kg | festkochend, z. B. Sieglinde, Nicola oder Annabelle |
| Salz | 1 EL | für das Kochwasser |
| Wasser | zum Bedecken der Kartoffeln | |
| Butter | 1 EL | optional, zum Verfeinern |
| Petersilie | 2 EL | optional, frisch gehackt |
Zubereitung
- Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden – je nach Größe halbieren oder vierteln. Gleichmäßige Stücke sind entscheidend, damit alle Stücke zur selben Zeit gar werden.
- In den Topf geben: Die Kartoffelstücke in einen Topf legen und mit kaltem Wasser bedecken. Das Wasser soll die Kartoffeln gerade eben bedecken – nicht mehr, denn zu viel Wasser entzieht Aroma.
- Salzen und aufkochen: Das Salz ins kalte Wasser geben und den Topf bei mittlerer bis hoher Hitze zum Kochen bringen.
- Garen: Die Hitze reduzieren und die Kartoffeln bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten mit Deckel köcheln lassen.
- Garprobe: Mit einem spitzen Messer oder einer Gabel in ein Stück stechen. Wenn es sich ohne Widerstand bis in die Mitte schieben lässt, sind die Kartoffeln fertig.
- Abgießen und ausdampfen: Das Wasser abgießen. Die Kartoffeln noch 2–3 Minuten offen oder mit einem Küchentuch unter dem Deckel im heißen Topf ausdampfen lassen. Dieser Schritt macht sie locker und verhindert wässrige Kartoffeln.
- Servieren: Nach Wunsch mit einem Stück Butter und frisch gehackter Petersilie servieren.
Variationen
Aus Salzkartoffeln lassen sich leicht weitere Gerichte zaubern. Wer die noch heißen Kartoffeln mit etwas Butter und gehackter Petersilie schwenkt, macht daraus Petersilienkartoffeln – besonders beliebt zu Fisch. Mit Knoblauch und Rosmarin in der Butter werden sie zu Rosmarinkartoffeln.
Wer lieber die Schale dranlässt, kocht stattdessen Pellkartoffeln: Die ungeschälten Kartoffeln werden im Salzwasser gegart und erst danach gepellt. Sie haben ein intensiveres Aroma und enthalten mehr Nährstoffe.
Übrig gebliebene Salzkartoffeln eignen sich hervorragend als Basis für Bratkartoffeln am nächsten Tag – einfach in Scheiben schneiden und in der Pfanne mit Öl und etwas Speck kross anbraten.
Welche Kartoffelsorte für Salzkartoffeln?
Die Kartoffelsorte ist der wichtigste Faktor für perfekte Salzkartoffeln. Festkochende Sorten wie Sieglinde, Nicola, Annabelle oder Cilena behalten beim Kochen ihre Form und entwickeln eine glatte, angenehme Oberfläche. Mehligkochende Sorten hingegen zerfallen leicht im Topf – sie eignen sich besser für Kartoffelpüree oder Klöße.
Wer keine bekannten deutschen Sorten bekommt, greift am besten zu Yukon-Gold-Kartoffeln. In Konsistenz und Geschmack kommen sie deutschen festkochenden Sorten am nächsten.
Warum werden Salzkartoffeln wässrig?
Wässrige Salzkartoffeln entstehen meist durch zwei Fehler: zu viel Kochwasser oder das Weglassen des Ausdampfschritts. Nur so viel Wasser verwenden, dass die Kartoffeln gerade bedeckt sind. Nach dem Abgießen unbedingt noch 2–3 Minuten offen oder mit Küchentuch unter dem Deckel im Topf stehen lassen.
Salzkartoffeln in kaltem oder heißem Wasser aufsetzen?
Immer in kaltem Wasser aufsetzen. So erwärmen sich die Kartoffeln gleichmäßig von innen nach außen. Bei heißem Startwasser kann die Außenseite schon weich sein, während der Kern noch hart ist.
Wie viel Salz kommt ins Kochwasser?
Als Faustregel gilt: 1 Esslöffel Salz pro Kilogramm Kartoffeln. Das Salz kommt ins kalte Wasser – nicht erst später. Nur so zieht es beim Kochen gleichmäßig in die Kartoffeln ein und würzt sie von innen.
Wie lange müssen Salzkartoffeln kochen?
Je nach Größe der Stücke 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze. Entscheidend ist die Garprobe: Ein spitzes Messer sollte sich ohne Widerstand bis in die Mitte der größten Stücke schieben lassen. Ist noch Widerstand zu spüren, 2–3 Minuten weiterkochen.
Kann ich Salzkartoffeln vorkochen?
Ja, Salzkartoffeln lassen sich gut vorbereiten. Einfach etwas kürzer garen, abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen kurz in heißem Wasser erwärmen oder in der Pfanne mit etwas Butter schwenken.
Wozu passen Salzkartoffeln am besten?
Salzkartoffeln sind die universelle Beilage der deutschen Küche. Sie passen zu Gulasch, zu Königsberger Klopsen, zu Fisch mit Sauce Hollandaise und zu nahezu jedem Schmorgericht.