
Zarte Spargelspitzen in brauner Butter mit einem Hauch Zitrone — die feinste Art, weißen Spargel als Beilage zu servieren. In nur 15 Minuten steht diese elegante Beilage auf dem Tisch.
Zutaten für Spargelspitzen
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| weißer Spargel | 1 kg | nur die oberen 8–10 cm |
| Butter | 80 g | |
| Zucker | 1 TL | |
| Zitronensaft | 1 EL | frisch gepresst |
| Salz | 1 Prise | |
| weißer Pfeffer | nach Geschmack | |
| Mandelblättchen | 2 EL | optional, geröstet |
Zubereitung
- Spargelspitzen vorbereiten: Vom weißen Spargel die oberen 8–10 cm abschneiden — das sind die zarten Spitzen. Die unteren Stangen für eine Suppe oder ein anderes Gericht aufheben. Die Spitzen nur im unteren Drittel dünn schälen, die Köpfe bleiben ungeschält.
- Spargelspitzen garen: Einen breiten Topf mit Wasser füllen, Salz, Zucker und einen Spritzer Zitronensaft dazugeben und aufkochen. Die Spargelspitzen vorsichtig einlegen und bei schwacher Hitze 4–6 Minuten ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie sich beim Anheben mit einer Gabel leicht biegen, aber noch Widerstand bieten.
- Braune Butter zubereiten: Während der Spargel gart, die Butter in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Weiter erhitzen, bis die Butter goldbraun wird und nussig duftet — das dauert etwa 3–4 Minuten. Sofort vom Herd nehmen, damit sie nicht verbrennt. Wer möchte, röstet die Mandelblättchen kurz in der braunen Butter mit.
- Anrichten und servieren: Die Spargelspitzen mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und kurz abtropfen lassen. Auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit der braunen Butter beträufeln und mit frisch gemahlenem weißem Pfeffer würzen. Sofort servieren.
Variationen
Mit Sauce Hollandaise: Statt brauner Butter passt eine selbst gemachte Sauce Hollandaise hervorragend zu den Spargelspitzen. Die cremige Sauce und die zarten Spitzen sind ein Traumpaar der deutschen Küche.
Grüne Spargelspitzen: Grüner Spargel muss nicht geschält werden und gart noch schneller — 3–4 Minuten reichen. Für unser Grüner Spargel Rezept braten wir ihn direkt in der Pfanne an.
Gratiniert: Die gegarten Spargelspitzen in eine Auflaufform legen, mit geriebenem Parmesan und einem Schuss Sahne bedecken und bei 220 °C Oberhitze 5–8 Minuten überbacken.
Spargelspitzen im Speckmantel: Jeweils 3–4 Spargelspitzen mit einer Scheibe Frühstücksspeck umwickeln und in der Pfanne knusprig braten. Das Salzige des Specks kontrastiert wunderbar mit der feinen Süße des Spargels.
Was sind Spargelspitzen?
Als Spargelspitzen bezeichnet man die oberen 8–10 cm einer Spargelstange — den zartesten und aromatischsten Teil. Die Köpfe haben eine leicht geschlossene, knospenartige Form und eine besonders feine Textur. Im Handel werden Spargelspitzen oft separat verkauft, meist aus gebrochenen oder zu kurz geratenen Stangen, die für den Verkauf als Ganzes nicht geeignet sind.
Spargelspitzen eignen sich besonders gut als elegante Beilage, da sie schnell garen und auf dem Teller ansprechend aussehen. Sie brauchen nur einen Bruchteil der Garzeit einer ganzen Stange und sollten deshalb besonders schonend behandelt werden.
Wer die restlichen Spargelstangen verwerten möchte, kann daraus eine aromatische Spargelcremesuppe kochen — so wird nichts verschwendet.
Fun Facts
Spargel wächst in der Hauptsaison bis zu 7 cm pro Tag. Bei warmem Wetter muss er deshalb zweimal täglich gestochen werden, damit die Köpfe nicht aus dem Erdwall herauswachsen und sich verfärben.
Deutschland ist der größte Spargelerzeuger Europas. Allein in Niedersachsen, dem Spargelland Nummer eins, werden jährlich rund 25.000 Tonnen geerntet.
Der typische Spargelgeruch im Urin nach dem Essen entsteht durch den Abbau von Asparagusinsäure — allerdings können nicht alle Menschen diesen Geruch wahrnehmen. Ob man ihn riecht oder nicht, ist genetisch bedingt.
Wie lange muss man Spargelspitzen kochen?
Spargelspitzen brauchen deutlich weniger Zeit als ganze Stangen. Weiße Spargelspitzen sind in 4–6 Minuten gar, grüne schon in 3–4 Minuten. Die Spitzen sollten bei schwacher Hitze ziehen, nicht sprudelnd kochen — so bleiben sie zart und brechen nicht auseinander. Fertig sind sie, wenn sie sich leicht biegen, aber noch einen spürbaren Widerstand haben.
Muss man Spargelspitzen schälen?
Weiße Spargelspitzen werden nur im unteren Drittel dünn geschält. Die zarten Köpfe selbst bleiben ungeschält, da die Haut dort so fein ist, dass man sie beim Essen nicht bemerkt. Grüne Spargelspitzen müssen gar nicht geschält werden — hier ist die Haut durchgehend zart genug.
Was macht man mit dem Rest der Spargelstangen?
Die unteren Teile der Stangen sind für Suppen und Saucen ideal. Einfach in Wasser auskochen, abseihen und den Sud als Basis für eine Spargelcremesuppe verwenden. Alternativ die Stangen schälen, in Stücke schneiden und als eigenständige Beilage zubereiten — sie brauchen nur etwas länger als die Spitzen.
Warum gibt man Zucker ins Spargelwasser?
Ein Teelöffel Zucker im Kochwasser mildert die leichten Bitterstoffe, die vor allem in weißem Spargel enthalten sein können. Das Ergebnis ist ein feinerer, runderer Geschmack. Zusammen mit etwas Zitronensaft sorgt der Zucker außerdem dafür, dass der weiße Spargel seine helle Farbe behält.
Kann man Spargelspitzen am Vortag vorbereiten?
Das Schälen und Schneiden lässt sich gut vorbereiten. Die geschälten Spargelspitzen in ein feuchtes Küchentuch wickeln und im Kühlschrank lagern — so bleiben sie bis zum nächsten Tag frisch. Vom Vorkochen ist abzuraten, da aufgewärmter Spargel schnell matschig wird. Am besten die Spitzen erst kurz vor dem Servieren garen.