Hühnchen Café de Paris

Zarte Hähnchenbrust trifft auf eine der berühmtesten Buttersaucen der Welt. Die Café de Paris Sauce stammt aus Genf und begeistert mit ihrer vielschichtigen Komposition aus frischen Kräutern, Kapern, Sardellen und feinen Gewürzen. Dieses Gericht zeigt: Die legendäre Sauce macht nicht nur aus Steak etwas Besonderes.

Zutaten für Hühnchen Café de Paris

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
Hähnchenbrust4 Stückca. 180–200 g pro Stück
Pflanzenöl2 ELzum Braten
Salz und schwarzer Pfefferzum Würzen

Für die Café de Paris Sauce:

ZutatMengeHinweise
Butter80 gkalt, in Würfel geschnitten
Schalotten2 Stückfein gewürfelt
Knoblauchzehen2 Stückfein gehackt
Sardellenfilets4 Stückaus dem Glas, fein gehackt
Kapern1 ELfein gehackt
Dijon-Senf1 EL
Worcestershiresauce1 TL
Currypulver1 TLmild
Sahne200 mlmind. 30% Fett
Zitronensaft2 ELfrisch gepresst
frischer Thymian4 ZweigeBlättchen abgezupft
Petersilie3 ELfrisch, fein gehackt
Estragon1 ELfrisch, fein gehackt
Salz und Pfefferzum Abschmecken

Zubereitung

  1. Hähnchen vorbereiten: Die Hähnchenbrüste trocken tupfen und von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen.
  2. Hähnchen braten: Die Hähnchenbrüste von jeder Seite 4–5 Minuten goldbraun anbraten, bis die Kerntemperatur 75°C erreicht ist. Aus der Pfanne nehmen und unter Alufolie ruhen lassen.
  3. Basis der Sauce ansetzen: Die Hälfte der Butter in der selben Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Schalotten und Knoblauch darin 2 Minuten glasig dünsten. Sardellen und Kapern hinzugeben und kurz mitrösten.
  4. Sauce zubereiten: Senf, Worcestershiresauce und Curry einrühren. Mit Sahne ablöschen und aufkochen. Thymian zugeben und die Sauce bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten leicht einköcheln lassen.
  5. Sauce vollenden: Die restliche kalte Butter in Würfeln nach und nach in die Sauce einrühren, damit sie sämig und glänzend wird. Zitronensaft, Petersilie und Estragon unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Anrichten: Das Hähnchen aufschneiden oder im Ganzen auf Tellern anrichten. Die Café de Paris Sauce großzügig darüber gießen. Sofort servieren.

Beilagen

Zum Hühnchen Café de Paris passen Pommes Alumettes (dünne, knusprige Pommes frites) am besten – so wie es das Original-Restaurant in Genf serviert. Genauso gut schmecken Baguette, Bandnudeln oder Basmatireis, der die Sauce gut aufnimmt. Ein einfacher grüner Salat rundet das Gericht ab.

Die Geschichte der Café de Paris Sauce

Der Name klingt nach Paris – die Geschichte beginnt jedoch in Genf. Um 1930 kreierte Monsieur Boubier im „Restaurant du Coq d’Or“ eine aromatische Buttersauce aus einer geheimen Mischung aus Kräutern, Gewürzen und weiteren Zutaten. Das genaue Rezept gab er an seine Tochter weiter, die den Besitzer des benachbarten Café de Paris an der Rue du Mont-Blanc heiratete. Der neue Eigentümer Arthur-François Dumont hatte eine ungewöhnliche Idee: Er reduzierte die Speisekarte auf ein einziges warmes Gericht – Entrecôte mit dieser Buttersauce, grünem Salat und dünnen Pommes. Das Konzept schlug ein. Das Restaurant wurde zur kulinarischen Institution Genfs. Noch heute existiert es unter dem Namen „Chez Boubier, Café de Paris“ und serviert unverändert nur dieses eine Gericht. Das Originalrezept der Sauce ist bis heute ein streng gehütetes Geheimnis. Das Restaurant hat sogar ein offizielles Motto: „Toujours imitée, jamais égalée“ – immer nachgeahmt, nie erreicht.

Variationen

Wer keine Sardellen mag oder verträgt, kann sie einfach weglassen – die Sauce verliert dabei etwas Tiefe, bleibt aber aromatisch. Für eine leichtere Version lässt sich ein Teil der Sahne durch Hühnerbrühe ersetzen. Statt Hähnchenbrust schmeckt das Rezept auch sehr gut mit Schweinemedaillons oder Lachsfilet. Wer die Sauce von einem Fertig-Gewürzmix kennt: Mit frischen Zutaten ist der Unterschied enorm.


Was ist Café de Paris Sauce?

Café de Paris Sauce ist eine Buttersauce aus Genf, die seit den 1930er Jahren bekannt ist. Sie besteht aus Butter, frischen Kräutern wie Petersilie, Estragon und Thymian sowie Kapern, Sardellen, Senf und verschiedenen Gewürzen. Das exakte Originalrezept des Restaurants „Chez Boubier“ in Genf ist bis heute geheim.

Kann ich die Café de Paris Sauce vorbereiten?

Die Sauce schmeckt frisch zubereitet am besten. Sie lässt sich aber bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren und bei niedriger Hitze vorsichtig wieder erwärmen. Nicht kochen lassen, damit die Butter nicht ausflockt. Eine alternative ist, die Sauce als Kräuterbutter zu formen, einzufrieren und bei Bedarf über das heiße Hähnchen zu legen.

Was passt als Beilage zu Hühnchen Café de Paris?

Am besten passen dünne, knusprige Pommes frites (Pommes Alumettes) dazu – so wird es im Originalrestaurant in Genf serviert. Gut geeignet sind auch Bandnudeln, Basmatireis oder frisches Baguette. Ein grüner Salat oder gedünsteter Spargel ergänzen das Gericht angenehm.

Kann ich auch getrocknete Kräuter verwenden?

Frische Kräuter machen hier einen spürbaren Unterschied, da sie der Sauce ihre Lebendigkeit geben. Im Notfall können getrocknete Kräuter verwendet werden, die Menge dann aber halbieren. Getrockneter Estragon und Thymian funktionieren noch recht gut, bei Petersilie sollte man wirklich auf frische setzen.

Wozu dienen die Sardellen in der Sauce?

Die Sardellen geben der Sauce eine tiefe, würzige Note (Umami), ohne dabei fischig zu schmecken. Wer unsicher ist: Beim Kochen lösen sie sich vollständig auf und sind im fertigen Gericht nicht mehr erkennbar. Wer sie grundsätzlich nicht verwenden möchte, kann sie weglassen oder durch einen halben Teelöffel Worcestershiresauce ersetzen.

Wie erkenne ich, dass das Hähnchen durch ist?

Die sicherste Methode ist ein Fleischthermometer: Die Kerntemperatur sollte 75°C erreichen. Ohne Thermometer gilt: Das Fleisch bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten und dann anschneiden – der Saft sollte klar, nicht rosa sein. Hähnchenbrüste von 180–200 g brauchen in der Pfanne etwa 4–5 Minuten pro Seite.