Gin Fizz

Der Gin Fizz ist ein zeitloser amerikanischer Cocktail aus Gin, frisch gepresstem Zitronensaft, Zuckersirup und Sodawasser. Er wird kalt geshakt und ohne Eis ins Glas gegossen – das Soda sorgt dabei für eine charakteristische Schaumkrone. Mit nur vier Zutaten und fünf Minuten Zubereitung ist er einer der zugänglichsten Cocktails der Barkultur.

Zutaten für Gin Fizz

Zutaten für Portion

ZutatMengeHinweise
Gin45 mlLondon Dry Gin empfohlen
Zitronensaft30 mlfrisch gepresst
Zuckersirup10 mlSimple Syrup
Sodawasser80 mlkein Mineralwasser
Zitrone1 Scheibezur Garnitur

Zubereitung

  1. Shaker vorbereiten: Gin, frisch gepressten Zitronensaft und Zuckersirup in einen Cocktail-Shaker geben. Reichlich Eiswürfel hinzufügen.
  2. Shaken: Den Shaker fest verschließen und etwa 10–15 Sekunden kräftig shaken, bis der Shaker außen deutlich kalt und beschlagen ist.
  3. Abseihen: Den Drink durch ein Feinsieb in ein hohes Glas (Highball-Glas oder Collins-Glas) abseihen. Kein Eis ins Glas geben.
  4. Aufgießen: Langsam mit Sodawasser aufgießen. Nicht umrühren – das Soda bildet eine feine Schaumkrone, die erhalten bleiben soll.
  5. Garnieren: Mit einer Zitronenscheibe oder einem Streifen Zitronenzeste am Glasrand garnieren und sofort servieren.

Variationen

Der Gin Fizz lässt sich auf viele Arten abwandeln. Die bekannteste Variante ist der Silver Fizz: Ein frisches Eiweiß wird vor dem Shaken hinzugefügt. Es entsteht eine deutlich cremigere Textur und eine ausgeprägtere Schaumkrone. Wer diese Technik kennenlernen möchte, findet sie auch beim Clover Club, der ebenfalls mit Eiweiß geshakt wird.

Der Golden Fizz verwendet stattdessen ein Eigelb, der Royal Fizz ein ganzes Ei – beide Varianten machen den Drink sättigender und reichhaltiger. Beim Diamond Fizz ersetzt Sekt das Sodawasser, was den Cocktail festlicher und trockener macht.

Wer nach einer fruchtigen Version sucht: Ein Spritzer Himbeersirup anstelle des einfachen Zuckersirups gibt dem Gin Fizz eine sommerliche Note. Auch frische Kräuter wie Basilikum oder Thymian im Shaker mitgeshakt passen gut dazu.

Eine enge Verwandtschaft besteht zum Gin Sour – der Unterschied liegt im Sodawasser, das den Fizz spritzig macht. Wer Gin lieber mit Tonic bevorzugt, findet beim Gin Tonic Rezept einen weiteren Gin-Longdrink mit ähnlicher Frische.

Geschichte des Gin Fizz

Der Gin Fizz gehört zur sogenannten Fizz-Familie, einer Gruppe von Cocktails, die sich im späten 19. Jahrhundert in den USA aus den älteren Sours entwickelte. Das Grundprinzip – Spirituose, Zitronensaft, Süße, Sodawasser – war einfach und ließ sich mit vielen Basisspirituosen umsetzen. Gin erwies sich dabei als besonders geeignet: Seine botanischen Noten aus Wacholder, Zitrusschalen und Kräutern harmonieren natürlich mit Zitrone und Soda.

Die Hochphase der Fizz-Cocktails lag zwischen 1900 und den 1940er Jahren, mit New Orleans als Zentrum. In der dortigen Barszene war die Nachfrage so groß, dass Bars eigene „Shaker Boys“ im Schichtbetrieb beschäftigten, die nichts anderes taten als Fizz-Cocktails zu shaken. Eine besonders aufwendige Variante aus dieser Zeit ist der Ramos Fizz, dessen Originalrezept zwölf Minuten Shakezeit verlangte.

Die International Bartenders Association (IBA) hat den Gin Fizz als offiziellen Cocktail anerkannt und standardisiert: 45 ml Gin, 30 ml Zitronensaft, 10 ml Zuckersirup, Soda. Diese Mengen gelten heute als Goldstandard.


Was ist ein Gin Fizz?

Ein Gin Fizz ist ein Cocktail aus Gin, frisch gepresstem Zitronensaft, Zuckersirup und Sodawasser. Er wird mit Eis geshakt, dann ohne Eis ins Glas abgeseiht und mit Soda aufgegossen. Das Ergebnis ist ein leichter, sprudelnder Drink mit einer feinen Schaumkrone.

Was ist der Unterschied zwischen Gin Tonic und Gin Fizz?

Beim Gin Tonic wird Gin direkt mit Tonic Water aufgegossen – kein Shaken, kein Zitronensaft, und Tonic Water enthält Chinin, das dem Drink seine charakteristische Bitterkeit gibt. Der Gin Fizz hingegen wird geshakt und enthält frischen Zitronensaft sowie Zuckersirup, was ihn süß-säuerlich macht. Das Soda im Gin Fizz ist neutral, während Tonic Water einen ausgeprägten Eigengeschmack hat.

Wie schmeckt ein Gin Fizz Cocktail?

Ein Gin Fizz schmeckt frisch und spritzig mit einer ausgewogenen Balance aus Säure und Süße. Der Zitronensaft bringt eine helle, lebhafte Säure, der Zuckersirup rundet ab, und das Sodawasser sorgt für Leichtigkeit und Spritzigkeit. Die botanischen Noten des Gins – vor allem Wacholder und Zitrus – kommen klar durch, ohne aufdringlich zu wirken.

In was für einem Glas wird ein Gin Fizz serviert?

Ein Gin Fizz wird traditionell in einem Highball-Glas oder Collins-Glas serviert – einem hohen, schlanken Glas mit etwa 300–350 ml Fassungsvermögen. Die Höhe des Glases gibt dem Sodawasser Raum, eine Schaumkrone zu bilden, die zum Erscheinungsbild des Cocktails gehört.

Wo stammt der Gin Fizz her?

Der Gin Fizz stammt aus den USA und gehört zur Fizz-Familie, die sich im späten 19. Jahrhundert entwickelte. New Orleans war das Zentrum dieser Cocktailkultur, wo Fizz-Drinks zwischen 1900 und den 1940er Jahren ihre größte Popularität erlebten.

Wann wurde der Gin Fizz erfunden?

Der Gin Fizz entstand im späten 19. Jahrhundert in Amerika. Die Fizz-Familie als Cocktail-Kategorie entwickelte sich aus den Sours und wurde erstmals in Cocktailbüchern der 1870er und 1880er Jahre erwähnt. Die Hochphase lag zwischen 1900 und den 1940er Jahren.

Kann ich Limettensaft statt Zitronensaft verwenden?

Ja, Limettensaft funktioniert als Ersatz, ergibt aber einen anderen Cocktail – schärfer und weniger blumig als das Original. Mit Limette kommt der Drink dem Gimlet oder einem Gin-Daiquiri näher. Für den klassischen Gin Fizz ist frisch gepresster Zitronensaft der Standard.

Warum kein Mineralwasser beim Gin Fizz?

Mineralwasser enthält gelöste Mineralsalze, die den Geschmack des Cocktails beeinflussen und teils seifig oder metallisch wirken können. Sodawasser (reines, kohlensäurehaltiges Wasser ohne Mineralstoffe) ist neutraler und lässt die Aromen von Gin und Zitrone unverfälscht wirken. Außerdem ist Sodawasser in der Regel stärker karbonisiert, was bessere Spritzigkeit ergibt.