Dieses einfache Kekse-Rezept ergibt knusprige Butterkekse aus Mürbeteig — zart, buttrig und perfekt zum Ausstechen. Mit wenigen Zutaten und ohne Backpulver gelingt der Teig schnell, und nach kurzer Kühlzeit lassen sich die Kekse in beliebige Formen bringen. Ob für die Keksdose, zum Verschenken oder einfach so: diese Kekse schmecken immer.

Zutaten für Kekse

Zutaten für Stück

ZutatMengeHinweise
Weizenmehl300 gType 405
Butter200 gkalt, in Würfeln
Puderzucker100 ggesiebt
Ei1 StückGröße M
Salz1 Prise
Vanilleextrakt1 TLoder Mark einer Vanilleschote

Zubereitung

  1. Teig anrühren: Butter, Puderzucker und Salz in eine Schüssel geben und mit den Fingern oder einer Küchenmaschine zu einer krümeligen Masse verkneten. Ei und Vanilleextrakt dazugeben und kurz einarbeiten, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  2. Mehl einarbeiten: Das Mehl hinzufügen und den Teig schnell zu einer glatten Kugel kneten — nicht zu lange arbeiten, damit der Mürbeteig mürbe und zart bleibt. Den Teig leicht flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  3. Backofen vorheizen: Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  4. Kekse ausstechen: Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 4 mm dünn ausrollen. Mit Ausstechern in die gewünschten Formen stechen und auf das vorbereitete Backblech legen — mit etwas Abstand zueinander.
  5. Backen: Die Kekse im vorgeheizten Ofen 10–12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldgelb sind. Die Mitte darf noch weich wirken — sie festigt sich beim Abkühlen.
  6. Abkühlen lassen: Die Kekse 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Erst jetzt werden sie richtig knusprig.

Variationen

Der Mürbeteig aus diesem Rezept ist eine vielseitige Basis. Mit wenigen Änderungen entstehen ganz neue Kekssorten:

Schokoladenkekse: 30 g Mehl durch ungesüßtes Kakaopulver ersetzen. Der Teig wird dunkel und bekommt einen intensiven Kakaogeschmack — ideal in Kombination mit weißem Schokoladenglasur.

Zitronenkekse: Abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone und 1 TL Zitronensaft unter den Teig kneten. Frisch, aromatisch und besonders im Frühling und Sommer beliebt.

Nuss-Kekse: 50 g fein gemahlene Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse unter das Mehl mischen. Das gibt den Keksen eine nussige Tiefe und einen leicht rustikalen Biss.

Verzierte Kekse: Nach dem Abkühlen mit Zuckerguss, Royal Icing oder Kuvertüre verzieren und nach Wunsch mit Streuseln, Schokoladenraspeln oder essbaren Glitzerperlen dekorieren.

Wer lieber weiche, amerikanische Kekse mag, findet mit unserem Cookies Rezept die passende Alternative. Für die Weihnachtszeit lohnt sich außerdem ein Blick auf das Plätzchen Rezept mit weiteren Ideen für festliches Gebäck. Eine edle Variante ohne Ausstecher sind die schottischen Shortbread — ebenfalls aus Mürbeteig, aber mit einem noch buttigeren Profil.

Die Geschichte des Kekses

Das Wort „Keks“ klingt bodenständig deutsch, stammt aber vom englischen „cakes“ ab. Im 19. Jahrhundert begannen britische Bäckereibetriebe, süßes, haltbares Kleingebäck im großen Stil zu produzieren. Das Unternehmen Huntley & Palmers aus Reading verschickte ab 1822 Kekse in dekorativen Blechdosen in die ganze Welt und machte das Fabrikgebäck gesellschaftsfähig.

In Deutschland wurde der Begriff 1915 im Duden aufgenommen. Schon 1891 hatte Hermann Bahlsen in Hannover seinen berühmten „Leibniz-Cakes“ auf den Markt gebracht — benannt nach dem Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz. Das quadratische Design mit 52 gezackten Zähnen ist bis heute unverändert.

Ursprünglich viel älter: Die ersten keksartigen Backwaren entstanden im 7. Jahrhundert in Persien, als Zucker in der Küche verbreitet wurde. Über die arabische Welt und Spanien verbreiteten sie sich im Mittelalter nach Europa. Heute isst jeder Deutsche im Schnitt rund 9 kg Kekse pro Jahr.


Wie werden Kekse knusprig?

Kekse werden knusprig, wenn der Teig nicht zu viel Flüssigkeit enthält und nicht zu dick ausgerollt wird — 3–4 mm sind ideal. Nach dem Backen müssen sie auf einem Gitter vollständig abkühlen, damit die Restfeuchte entweichen kann. Kekse mit hohem Butteranteil und ohne Backpulver werden besonders knusprig.

Warum werden meine Kekse nicht knusprig?

Häufige Ursachen: der Teig wurde zu kurz gebacken oder die Kekse zu früh abgenommen. Auch zu viel Flüssigkeit oder ein zu dicker Teig verhindern die Knusprigkeit. Wichtig ist außerdem luftdichte Lagerung — Feuchtigkeit aus der Luft macht selbst perfekt gebackene Kekse schnell weich.

Wie lange sind selbst gemachte Kekse haltbar?

In einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur halten sich selbst gemachte Kekse 2–3 Wochen. Blechdosen eignen sich besonders gut. Stark gewürzte Kekse wie Zimtsterne sollten nicht zusammen mit milden Sorten gelagert werden, da sich die Aromen übertragen.

Kann ich den Keksteig einfrieren?

Ja, Mürbeteig lässt sich gut einfrieren. Den Teig zu einer Rolle formen oder flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und bis zu 3 Monate einfrieren. Vor dem Backen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Mehr dazu im Keksteig Rezept. Auch fertig gebackene Kekse lassen sich problemlos einfrieren.

Was ist der Unterschied zwischen Keksen und Plätzchen?

Die Begriffe werden heute oft synonym verwendet. Traditionell bezeichnet Plätzchen eher kleines, flaches, ausgestochenes Gebäck — besonders zu Weihnachten. Keks ist der allgemeinere Begriff für süßes, trockenes Kleingebäck. In Österreich sagt man das Keks, in der Schweiz Guetzli oder Chrömli.

Welche Kekse sind besonders beliebt?

Zu den beliebtesten selbst gebackenen Keksen zählen Butterkekse, Vanillekipferl, Zimtsterne und Spritzgebäck. Für Weihnachten sind Ausstecher aus Mürbeteig, Kokosmakronen und Lebkuchen besonders beliebt. Industriell führen Leibniz-Butterkeks, Oreos und Shortbread die Verkaufscharts an.