Der Bloody Mary ist ein herzhafter Cocktail aus Wodka und Tomatensaft, verfeinert mit Worcestershire-Sauce, Tabasco und Selleriesalz. Er gehört zu den wenigen savory Cocktails der Welt und gilt als der ultimative Brunch-Begleiter. Wer mag, gibt noch frisch geriebenen Meerrettich dazu – das gibt dem Drink einen extra Kick.
Zutaten für einen Bloody Mary
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Wodka | 4 cl | kalt gestellt |
| Tomatensaft | 10 cl | möglichst hochwertig, gut gekühlt |
| Zitronensaft | 1 cl | frisch gepresst |
| Worcestershire-Sauce | 3 Spritzer | |
| Tabasco | 2 Spritzer | nach Schärfepräferenz |
| Selleriesalz | 1 Prise | |
| schwarzer Pfeffer | 1 Prise | frisch gemahlen |
| Meerrettich | 1 TL | frisch gerieben, optional |
| Eiswürfel | reichlich |
Garnitur
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Selleriestange | 1 Stück | frisch, mit Blättern |
| Zitrone | 1 Scheibe | als Glasdekoration |
Zubereitung
- Glas vorbereiten: Ein Highball-Glas oder Longdrinkglas mit reichlich Eiswürfeln füllen und kurz kalt stellen.
- Zutaten verrühren: Wodka, Zitronensaft, Worcestershire-Sauce, Tabasco, Selleriesalz, Pfeffer und – wer mag – den frisch geriebenen Meerrettich in ein Rührglas mit Eiswürfeln geben. Gut verrühren.
- Tomatensaft einrühren: Den Tomatensaft hinzufügen und sanft spiralförmig von unten nach oben einrühren. Nicht shaken – Tomatensaft oxidiert beim Schütteln und entwickelt einen metallischen Beigeschmack.
- Abseihen und garnieren: Das Gemisch durch ein Barsieb in das vorbereitete Glas strainieren. Mit der Selleriestange und einer Zitronenscheibe garnieren und sofort servieren.
Variationen
Der Red Snapper ersetzt Wodka durch Gin – viele Barkeeper behaupten, das sei sogar das Originalrezept von Petiot. Die Bloody Maria verwendet Tequila Blanco statt Wodka und passt gut zu mexikanisch inspirierten Brunches. Wer es alkoholfrei mag, lässt den Wodka einfach weg – dieser Drink heißt dann Virgin Mary oder Bloody Shame und schmeckt überraschend vollmundig. Die kanadische Variante Bloody Caesar verwendet Clamato-Saft (eine Mischung aus Tomaten- und Muschelbrühe) statt reinem Tomatensaft.
Die Geschichte des Bloody Mary
Der Bloody Mary wurde um 1921 von dem französischen Barkeeper Fernand „Pete“ Petiot in der Harry’s New York Bar in Paris erfunden. Damals bestand das Rezept noch aus gleichen Teilen Wodka und Tomatensaft. Als Petiot 1934 in die King Cole Bar des St. Regis Hotels in New York City wechselte, verfeinerte er den Drink mit Worcestershire-Sauce, Tabasco sowie Salz und Pfeffer – die Version, die sich bis heute gehalten hat. Zu seinen Stammgästen in Paris sollen Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald gezählt haben.
Woher der Name stammt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Die bekannteste Theorie verweist auf Königin Maria I. von England (1516–1558), die während ihrer Herrschaft über 280 Protestanten hinrichten ließ und deshalb den Beinamen „die Blutige“ trug. Andere Quellen nennen eine Kellnerin namens Mary aus Chicago oder eine Gesellschaftsdame namens Mary Brown Warburton.
Fun Facts
Der Bloody Mary gilt als der bekannteste Kater-Cocktail der Welt – im Englischen auch „Corpse Reviver“ (Leichenerwecker) genannt. Ob er medizinisch wirklich hilft, ist wissenschaftlich nicht belegt; der Effekt gilt eher als psychologisch. Er ist einer der wenigen herzhaften Cocktails überhaupt und hält damit in der Cocktailwelt eine absolute Sonderstellung. Die ikonische Selleriestange als Garnitur soll erst in den 1960er Jahren erfunden worden sein, als ein Gast in einem Chicagoer Hotel einfach einen Sellerie aus der Salatbar nahm, um seinen Drink umzurühren. In amerikanischen Bars hat sich inzwischen ein regelrechter Wettbewerb um die ausgefallenste Garnierung entwickelt – von Speckstreifen über Garnelen bis hin zu Mini-Burgern am Glasrand.
Warum soll man einen Bloody Mary nicht schütteln?
Tomatensaft oxidiert beim Schütteln und entwickelt dabei einen unangenehmen metallischen Beigeschmack. Deshalb wird der Bloody Mary immer gerührt – am besten spiralförmig von unten nach oben, damit sich alle Zutaten gleichmäßig verbinden, ohne zu viel Luft einzuschlagen.
Was ist Selleriesalz und kann ich es ersetzen?
Selleriesalz ist eine Mischung aus gemahlenem Salz und getrocknetem Selleriesamen oder -pulver. Es gibt dem Bloody Mary eine charakteristische Würztiefe. Als Ersatz kann normales Meersalz verwendet werden – der Geschmack wird etwas flacher, funktioniert aber trotzdem gut.
Wie kann ich den Bloody Mary schärfer oder milder machen?
Die Schärfe lässt sich über die Menge an Tabasco und Meerrettich steuern. Für eine mildere Version einfach weniger Tabasco verwenden oder auf grünen Tabasco wechseln, der sanfter ist als der rote. Wer es besonders scharf mag, gibt zusätzlich frisch geriebenen Meerrettich oder eine Prise Cayennepfeffer dazu.
Wo stammt der Bloody Mary Cocktail her?
Der Bloody Mary wurde um 1921 in der Harry’s New York Bar in Paris vom französischen Barkeeper Fernand „Pete“ Petiot erfunden. Das verfeinerte Rezept mit Worcestershire-Sauce und Tabasco entstand 1934, als Petiot in die King Cole Bar des St. Regis Hotels in New York City wechselte.
Wann wurde der Bloody Mary Cocktail erfunden?
Die erste Version des Bloody Mary entstand um 1921 in Paris. Das bis heute bekannte Rezept mit allen Würzkomponenten wurde 1934 in New York City von Fernand Petiot weiterentwickelt.
Wer hat den Bloody Mary Cocktail erfunden?
Als Erfinder gilt der französische Barkeeper Fernand „Pete“ Petiot, der den Drink um 1921 in der Harry’s New York Bar in Paris kreierte. Der Hollywood-Entertainer George Jessel erhob ebenfalls Anspruch auf die Erfindung, konnte dies aber nicht eindeutig belegen.
Wie schmeckt ein Bloody Mary Cocktail?
Ein Bloody Mary schmeckt herzhaft, würzig und leicht scharf – ganz anders als die meisten Cocktails. Der Tomatensaft gibt eine vollmundige, leicht säuerliche Basis, Worcestershire-Sauce sorgt für Tiefe und Umami, Tabasco für Schärfe. Insgesamt ist er salzig-pikant mit einer leichten Zitrusnote.
In was für einem Glas wird ein Bloody Mary serviert?
Der Bloody Mary wird traditionell in einem Highball-Glas oder Longdrinkglas serviert, gefüllt mit reichlich Eiswürfeln. Die Selleriestange als Garnitur ragt dabei über den Glasrand hinaus und dient gleichzeitig als Rührer.