Der Melon Sour ist ein leuchtend grüner Cocktail, der fruchtige Süße mit spritziger Zitrusnote verbindet. Basis ist Midori, der japanische Melonenlikör, dessen intensive Farbe und aromatische Tiefe den Drink unverwechselbar machen. Frischer Zitronensaft und ein aufgeschlagenes Eiweiß sorgen für die typische Sour-Balance: cremiger Schaum oben, spritzig-fruchtiger Geschmack darunter.

Zutaten für den Melon Sour

Zutaten für Cocktail

ZutatMengeHinweise
Midori Melonenlikör60 mloder anderer Melonenlikör
Vodka30 mlneutral
Zitronensaft30 mlfrisch gepresst
Zuckersirup15 ml1:1, kalt
Eiweiß1 StückGröße M, pasteurisiert möglich
Eiswürfelfür den Shaker
Limette1 Scheibeals Garnitur

Zubereitung

  1. Dry Shake: Eiweiß in den leeren Shaker geben – ohne Eis. Den Shaker fest verschließen und etwa 15 Sekunden kräftig schütteln. Dieser Schritt baut den charakteristischen Schaum auf.
  2. Zutaten hinzufügen: Midori, Vodka, Zitronensaft und Zuckersirup zum aufgeschlagenen Eiweiß in den Shaker geben. Eine großzügige Portion Eiswürfel dazugeben.
  3. Wet Shake: Nochmals kräftig 10–12 Sekunden schütteln, bis der Shaker außen deutlich kalt ist. Das Eis kühlt den Drink und verfeinert die Schaumstruktur.
  4. Abseihen: Den Cocktail durch ein feines Sieb (Double Strain) in ein gekühltes Coupeglas oder Rocks Glass abseihen. Das Doppelsieben entfernt Eissplitter und sorgt für eine glatte Schaumdecke.
  5. Garnieren und servieren: Eine dünne Limettenscheibe auf den Schaum legen oder am Glasrand befestigen. Sofort servieren.

Variationen

Wer keinen Vodka verwenden möchte, kann stattdessen Gin nehmen – das ergibt einen botanisch-herben Melon Sour mit mehr Tiefe, ähnlich einem Gin Sour. Die Menge bleibt gleich.

Eine weitere Option: Den Vodka weglassen und die Menge Midori auf 90 ml erhöhen. Der Drink wird süßer und leichter – ideal für alle, die einen niedrigeren Alkoholgehalt bevorzugen.

Für eine Wassermelonen-Version lässt sich Midori durch Wassermelonenlikör ersetzen. Das Ergebnis schmeckt noch fruchtiger und erinnert an einen Watermelon Cooler, bekommt durch den Zitronensaft und das Eiweiß aber die typische Sour-Struktur.

Wer den Melon Sour ohne Eiweiß zubereiten möchte, lässt es einfach weg und mischt alle Zutaten direkt mit Eis. Das Ergebnis ist ein erfrischender Longdrink ohne Schaumkrone – weniger aufwendig, aber nicht weniger lecker.

Die Geschichte des Melon Sour

Der Melon Sour ist untrennbar mit Midori verbunden, dem strahlend grünen Melonenlikör von Suntory. Der japanische Spirituosenhersteller brachte das Produkt ursprünglich 1964 als „Hermes Melon Liqueur“ auf den Markt. Für den US-amerikanischen Markt wurde das Rezept überarbeitet und der Name in Midori geändert – das japanische Wort für „Grün“.

Den großen Durchbruch erlebte Midori am 25. Mai 1978 im legendären Studio 54 in New York City, wo Suntory eine Party zum Film Saturday Night Fever ausrichtete. Die auffällige grüne Farbe und der süßlich-exotische Geschmack passten perfekt zur Disco-Ära – der Likör wurde zum Symbol einer ganzen Epoche.

Der Sour als Cocktailkategorie existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert: Die Kombination aus Spirituose, Zitronensaft und Zucker gilt als eine der ältesten Cocktailformeln überhaupt. Bekannte Verwandte sind der Whiskey Sour und der Amaretto Sour. Beim Melon Sour übernimmt Midori die Rolle der aromatischen Hauptzutat – fruchtig, süß und von unverwechselbarer Farbe.


Wie schmeckt ein Melon Sour Cocktail?

Der Melon Sour schmeckt fruchtig-süß mit deutlicher Melonennote und einer frischen Zitruswürze. Das aufgeschlagene Eiweiß macht den Drink cremig und rund, der Zitronensaft sorgt für die typische Sour-Spannung. Insgesamt ist er eher auf der süßen Seite, was ihn zu einem sehr zugänglichen Cocktail macht.

In was für einem Glas wird ein Melon Sour Cocktail serviert?

Typischerweise wird der Melon Sour in einem Coupeglas serviert – das zeigt die Schaumkrone besonders gut. Alternativ ist ein Rocks Glass über frischem Eis möglich, wenn man einen eher lässigen Look bevorzugt. In beiden Fällen sollte das Glas gut gekühlt sein.

Was macht einen Sour Cocktail aus?

Ein Sour besteht aus drei Grundelementen: einer Basisspirituose (oder einem Likör), frischem Zitrus­saft und einem Süßungsmittel wie Zuckersirup. Diese drei Komponenten – sauer, süß, alkoholisch – bilden eine Balance, die den Sour seit dem 19. Jahrhundert zu einer der beliebtesten Cocktailkategorien macht. Moderne Sours wie dieser enthalten oft zusätzlich Eiweiß für eine samtige Textur.

Kann ich den Melon Sour ohne Eiweiß zubereiten?

Ja, der Melon Sour funktioniert auch ohne Eiweiß. Einfach alle Zutaten mit Eis in den Shaker geben, schütteln und abseihen. Der Drink verliert dann die Schaumkrone, schmeckt aber genauso fruchtig und erfrischend. Wer vegane Alternativen bevorzugt, kann Aquafaba (Kichererbsenwasser) in gleicher Menge verwenden – es schäumt ähnlich wie Eiweiß.

Wie trinkt man Melonenlikör pur?

Melonenlikör wie Midori wird pur kaum getrunken – er ist sehr süß und intensiv. Am besten kommt er in Kombination mit säurehaltigen Zutaten wie Zitronensaft oder als Teil eines Cocktails zur Geltung. Wer ihn dennoch solo probieren möchte, serviert ihn am besten gut gekühlt oder über Eis.

Ist der Melon Sour sehr süß?

Der Melon Sour ist spürbar süß, da Melonenlikör von Natur aus viel Zucker enthält. Der frische Zitronensaft gleicht das aus und verhindert, dass der Drink zu schwer wirkt. Wer weniger Süße bevorzugt, kann die Menge Zuckersirup weglassen oder den Zitronensaft auf 40 ml erhöhen.