Diese Thunfisch Pasta gelingt mit wenigen Zutaten aus dem Vorrat in unter 30 Minuten. Die würzige Tomatensauce mit Knoblauch, Kapern und Thunfisch macht diese Nudeln mit Thunfisch zu einem vollwertigen Hauptgericht ohne großen Aufwand. In Italien als Pasta al Tonno bekannt, hat das Gericht seine Wurzeln in der sizilianischen Küche – und schmeckt heute in ganz Europa.
Zutaten für Thunfisch Pasta
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Spaghetti | 400 g | oder Linguine, Penne |
| Thunfisch in Olivenöl | 2 Dosen | je 185 g, ca. 130 g Abtropfgewicht |
| gehackte Tomaten | 400 g | aus der Dose |
| Tomatenmark | 2 EL | |
| Zwiebel | 1 Stück | mittelgroß |
| Knoblauchzehen | 3 Stück | |
| Olivenöl | 3 EL | plus etwas zum Servieren |
| Kapern | 30 g | abgetropft |
| Chiliflocken | 1 TL | nach Geschmack |
| Salz und Pfeffer | nach Geschmack | |
| frische Petersilie | 0.5 Bund | oder Basilikum |
| Parmesan | 50 g | frisch gerieben, optional |
Zubereitung
- Nudelwasser aufsetzen: Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Spaghetti nach Packungsanweisung al dente garen. Kurz vor dem Abgießen etwa 150 ml Nudelwasser abschöpfen und beiseite stellen.
- Zwiebel und Knoblauch anschwitzen: Zwiebel fein würfeln, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel 3–4 Minuten glasig dünsten, dann Knoblauch und Chiliflocken zugeben und weitere 1–2 Minuten anschwitzen.
- Tomatenmark rösten: Das Tomatenmark in die Pfanne geben und unter Rühren 1–2 Minuten bei mittlerer Hitze anrösten. So verliert es die Säure und entwickelt ein intensiveres Aroma.
- Sauce köcheln lassen: Die gehackten Tomaten zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sauce bei niedriger Hitze 8–10 Minuten offen köcheln lassen, bis sie leicht eindickt.
- Thunfisch und Kapern einrühren: Thunfisch gut abtropfen lassen und mit einer Gabel grob zerdrücken. Thunfisch und Kapern in die Sauce rühren und 2–3 Minuten erwärmen. Nicht zu stark umrühren – der Thunfisch soll in Stücken bleiben.
- Pasta einrühren und servieren: Die abgetropften Spaghetti direkt in die Pfanne geben und mit der Sauce vermengen. Nach Bedarf etwas Nudelwasser zugeben, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Mit gehackter Petersilie bestreuen und optional mit Parmesan und einem Schuss Olivenöl servieren.
Variationen
Die Thunfisch Pasta lässt sich leicht abwandeln. Wer es cremiger mag, rührt am Ende 2–3 EL Frischkäse oder einen Schuss Sahne in die fertige Sauce. Für eine tomatenfreie Variante einfach Dosentomaten und Tomatenmark weglassen und stattdessen nur mit Olivenöl, Knoblauch und einem Schuss Weißwein arbeiten – das ergibt eine leichte Aglio-e-Olio-Variante mit Thunfisch.
Schwarze oder grüne Oliven passen hervorragend dazu und lassen sich gut mit den Kapern kombinieren oder ersetzen sie ganz. Wer frischen Thunfisch bevorzugt, schneidet ein Steak in Würfel, brät es kurz an und gibt es in die Sauce – der Fisch darf dabei leicht rosa bleiben.
Als Pasta eignen sich neben Spaghetti besonders gut Penne, Rigatoni oder Linguine. Röhrennudeln nehmen die Sauce besonders intensiv auf.
Herkunft der Pasta al Tonno
Die Wurzeln dieser Nudeln mit Thunfisch liegen in Sizilien und den süditalienischen Küstenregionen. Thunfisch war über Jahrhunderte ein zentrales Element der sizilianischen Ernährung. Die traditionelle Mattanza – der saisonale Thunfischfang – wurde von den Arabern auf die Insel gebracht und ist seit dem Mittelalter belegt.
Der arabische Geograf Muhammad al-Idrisi beschrieb im 12. Jahrhundert eine sizilianische Pasta-Spezialität namens „itriyya“ – lange, getrocknete Teigfäden, die von der Insel aus exportiert wurden. Die Verbindung aus Pasta und Thunfisch liegt geografisch und kulturell nahe: Beide Zutaten gehörten zur Alltagsküche der Küstenbevölkerung. Heute ist Pasta al Tonno in ganz Italien verbreitet und weit über die süditalienische Küche hinaus beliebt.
Welche Pasta passt am besten zu Thunfisch?
Am beliebtesten sind Spaghetti und Linguine, da sie sich gut mit der Tomatensauce verbinden. Röhrennudeln wie Penne oder Rigatoni nehmen die Sauce besonders intensiv auf und sind eine tolle Alternative für Nudeln mit Thunfisch.
Thunfisch in Öl oder in Wasser für die Pasta?
Für Thunfisch Pasta empfehlen wir Thunfisch in Olivenöl. Er ist aromatischer und macht die Sauce geschmeidiger. Thunfisch in Wasser funktioniert ebenfalls, dann einfach etwas mehr Olivenöl in die Pfanne geben.
Kann ich Thunfisch Pasta vorbereiten?
Die Tomatensauce lässt sich gut 1–2 Tage im Voraus kochen und im Kühlschrank aufbewahren. Die Pasta am besten frisch kochen und erst kurz vor dem Servieren mit der Sauce vermengen, damit sie nicht aufweicht.
Wie lange ist Thunfisch Pasta haltbar?
Im Kühlschrank hält sich die fertige Thunfisch Pasta in einem verschlossenen Behälter 1–2 Tage. Beim Aufwärmen einen Schuss Wasser zugeben, damit die Sauce wieder cremig wird. Einfrieren ist möglich, die Pasta-Textur leidet jedoch darunter.
Brauche ich Parmesan zu Thunfisch Pasta?
In der traditionellen italienischen Küche wird zu Fischgerichten kein Käse gereicht. Im Alltag machen es viele trotzdem – und es schmeckt. Wer es authentisch mag, lässt den Parmesan weg und gibt stattdessen mehr Olivenöl und frische Petersilie dazu.
Kann ich frischen statt Dosen-Thunfisch verwenden?
Ja. Ein Thunfischsteak (ca. 300–400 g) in Würfel schneiden, kurz in der Pfanne anbraten und dann in die Sauce geben. Der Fisch darf dabei leicht rosa bleiben – das ist gewollt und macht die Pasta besonders aromatisch.