Pellkartoffeln sind in der Schale gekochte Kartoffeln, die erst nach dem Garen gepellt werden. Die Schale schützt beim Kochen das Aroma und die Nährstoffe – deshalb schmecken Pellkartoffeln intensiver als geschälte Salzkartoffeln und sind die perfekte Beilage zu Quark, Fisch oder Eintöpfen.

Zutaten für Pellkartoffeln

Zutaten für Portionen

ZutatMengeHinweise
festkochende Kartoffeln1 kgz. B. Linda, Nicola oder Sieglinde
Salz1 TLfür das Kochwasser
Kümmel1 TLoptional, ganz

Zubereitung

  1. Kartoffeln waschen: Kartoffeln unter fließendem Wasser gründlich abbürsten. Erdreste mit einer Gemüsebürste entfernen. Möglichst gleich große Kartoffeln auswählen, damit alle gleichzeitig gar werden.
  2. Aufsetzen und kochen: Kartoffeln in einen ausreichend großen Topf legen und mit kaltem Wasser bedecken. Salz und nach Belieben Kümmel zugeben. Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze mit leicht geöffnetem Deckel 20–25 Minuten köcheln lassen.
  3. Garprobe machen: Mit einem Messer oder einer Gabel in die größte Kartoffel stechen. Wenn die Kartoffel ohne Widerstand vom Messer gleitet, sind sie gar. Kleine Kartoffeln eventuell vorher herausnehmen.
  4. Abgießen und abdampfen: Kochwasser abgießen und die Kartoffeln bei geöffnetem Deckel kurz im heißen Topf ausdampfen lassen. Dieser Schritt macht die Schale trockener und erleichtert das Pellen.
  5. Pellen: Kartoffeln noch warm mit einem kleinen Messer pellen. Dafür die Schale am Ende leicht einritzen und abziehen. Wer empfindliche Finger hat, hält die Kartoffel mit einer Gabel oder einem Küchentuch fest.

Pellkartoffeln vs. Salzkartoffeln

Der Unterschied liegt in der Schale: Pellkartoffeln werden mit Schale gekocht und erst danach gepellt. Salzkartoffeln werden vor dem Kochen geschält und in Salzwasser gegart.

Pellkartoffeln behalten durch die Schale mehr Vitamine und Mineralstoffe, da diese beim Kochen nicht ins Wasser übergehen. Außerdem nehmen sie weniger Wasser auf und haben deshalb einen intensiveren, erdigen Kartoffelgeschmack. Salzkartoffeln sind dafür sofort servierfertig ohne Pellen.

Tipps zum Pellen

Der einfachste Trick: vor dem Kochen die Schale einmal rings um die Mitte leicht einritzen. Nach dem Kochen kurz in Eiswasser tauchen – die Schale lässt sich dann in zwei Hälften abziehen, fast wie ein Handschuh. Wer die Kartoffeln am Vortag für Bratkartoffeln vorbereitet, kann sie auch erst kalt pellen – das geht sogar noch leichter.

Variationen

Pellkartoffeln sind eine vielseitige Beilage. Am bekanntesten ist die Kombination mit Kräuterquark und Leinöl – ein Gericht, das besonders in Sachsen und Brandenburg Tradition hat. Ebenso beliebt sind Pellkartoffeln zu Matjesfilet mit grüner Sauce oder zu Königsberger Klopsen.

Übrig gebliebene Pellkartoffeln sind die ideale Grundlage für Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder selbst gemachte Gnocchi. Dafür die Pellkartoffeln am besten über Nacht im Kühlschrank aufbewahren – durch das Abkühlen wird die Stärke fester und die Weiterverarbeitung gelingt besser.


Wie lange kocht man Pellkartoffeln?

Je nach Größe 20–30 Minuten bei mittlerer Hitze. Kleine Kartoffeln sind nach 15–20 Minuten gar, große Exemplare brauchen bis zu 30 Minuten. Die sicherste Methode ist die Garprobe mit einem Messer: die Kartoffel ist fertig, wenn sie ohne Widerstand vom Messer gleitet.

Was ist der Unterschied zwischen Pellkartoffeln und Salzkartoffeln?

Pellkartoffeln werden mit Schale gekocht und erst danach gepellt. Salzkartoffeln werden vor dem Kochen geschält und direkt in Salzwasser gegart. Pellkartoffeln behalten mehr Nährstoffe und schmecken intensiver, weil die Schale als Schutzschicht wirkt.

Sind Pellkartoffeln gesünder als geschälte Kartoffeln?

Ja, Pellkartoffeln enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe, da die Schale beim Kochen verhindert, dass diese ins Wasser übergehen. Besonders Vitamin C und Kalium bleiben besser erhalten. Außerdem nehmen Pellkartoffeln weniger Wasser auf, wodurch die Nährstoffdichte höher ist.

Welche Kartoffelsorte eignet sich für Pellkartoffeln?

Festkochende Sorten wie Linda, Nicola, Sieglinde oder Annabelle sind ideal – sie behalten beim Kochen ihre Form und zerfallen nicht. Vorwiegend festkochende Sorten funktionieren ebenfalls gut. Mehligkochende Kartoffeln sind weniger geeignet, da sie leicht aufplatzen.

Soll man Pellkartoffeln mit kaltem oder heißem Wasser aufsetzen?

Immer mit kaltem Wasser aufsetzen. So erwärmen sich die Kartoffeln gleichmäßig von außen nach innen und garen durch. Bei heißem Wasser wird die Außenschicht zu schnell weich, während der Kern noch roh ist.

Muss man Pellkartoffeln nach dem Kochen abschrecken?

Es ist nicht zwingend nötig, erleichtert aber das Pellen. Kurzes Abschrecken mit kaltem Wasser stoppt den Garprozess und lässt sich die Schale leichter lösen. Alternativ reicht es, die Kartoffeln kurz ausdampfen zu lassen und noch warm zu pellen.

Wie lange halten sich gekochte Pellkartoffeln?

Im Kühlschrank halten sich Pellkartoffeln 3–4 Tage, am besten ungeschält und in einer abgedeckten Schüssel aufbewahrt. Die Schale schützt vor dem Austrocknen. Übrig gebliebene Pellkartoffeln eignen sich hervorragend für Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat am nächsten Tag.

Wie pellt man Pellkartoffeln am einfachsten?

Vor dem Kochen die Schale einmal rings um die Mitte einritzen. Nach dem Kochen kurz in Eiswasser tauchen und die Schale in zwei Hälften abziehen. Noch einfacher geht es mit abgekühlten Kartoffeln vom Vortag – die Schale löst sich dann fast von selbst.

Was passt am besten zu Pellkartoffeln?

Kräuterquark mit Leinöl ist der Inbegriff der einfachen deutschen Küche. Pellkartoffeln passen aber auch hervorragend zu Matjesfilet, Räucherlachs, grüner Sauce, Spiegelei oder als Beilage zu Eintöpfen und Fleischgerichten.