
Lavendel Milkshake — blumig, cremig und wunderbar aromatisch. Lavendelsirup und Vanilleeis ergeben einen Shake, der nach Sommer in der Provence schmeckt. Wenige Zutaten, großes Aroma, fertig in 5 Minuten.
Zutaten für Lavendel Milkshake
| Zutat | Menge | Hinweise |
|---|---|---|
| Kugeln Vanilleeis | 4 Stück | |
| Milch | 200 ml | kalt, Vollmilch |
| Lavendelsirup | 2 EL | selbst gemacht oder gekauft |
| Honig | 2 EL | Blütenhonig |
| Vanilleextrakt | 1 TL | |
| Salz | 0.25 TL | |
| Sahne | zum Garnieren | |
| Getrocknete Lavendelblüten | zum Garnieren |
Zubereitung
- Mixen: Vanilleeis, kalte Milch, Lavendelsirup, Honig, Vanilleextrakt und Salz in den Mixer geben. Auf höchster Stufe mixen, bis alles cremig und gleichmäßig ist — etwa 20 bis 30 Sekunden.
- Abschmecken: Den Shake probieren. Lavendel ist intensiv — lieber mit weniger Sirup beginnen und bei Bedarf einen weiteren Löffel zugeben. Zu viel Lavendel schmeckt schnell seifig. Die Prise Salz rundet das Aroma ab und verhindert eine einseitige Süße.
- Farbe prüfen: Der Shake hat von Natur aus eine leicht blassviolette Farbe. Wer ein kräftigeres Violett möchte, gibt einen Tropfen lila Lebensmittelfarbe dazu — rein optisch, geschmacklich ändert sich nichts.
- Servieren: Den Lavendel Milkshake in hohe Gläser füllen. Mit einem Klecks Sahne und ein paar getrockneten Lavendelblüten garnieren. Sofort servieren.
Drei Wege, Lavendel in den Milkshake zu bringen
Es gibt drei verschiedene Methoden, jede mit eigenen Vor- und Nachteilen:
Lavendelsirup (empfohlen): Der einfachste Weg. Fertig kaufen oder selbst herstellen (Rezept unten). Gibt die beste Kontrolle über Dosierung und Süße. Keine Gefahr von Blütenstückchen im Shake.
Lavendel-Milch: Einen Esslöffel getrocknete Lavendelblüten in warmer Milch 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und abkühlen lassen. Ergibt ein subtileres, natürlicheres Aroma. Braucht aber Vorlaufzeit.
Direkt in den Mixer: Einen halben Teelöffel getrocknete Blüten direkt mitmixen. Am schnellsten, aber es bleiben kleine Blütenpartikel im Shake und die Dosierung ist schwerer zu kontrollieren.
Lavendelsirup selber machen
Lavendelsirup lässt sich in 10 Minuten herstellen: 100 g Zucker und 150 ml Wasser in einem Topf bei niedriger Hitze auflösen (nicht kochen). 2 Esslöffel getrocknete Lavendelblüten dazugeben und 4 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze mitziehen lassen. Vom Herd nehmen, die Blüten im Sirup lassen, bis er auf Raumtemperatur abgekühlt ist. Durch ein feines Sieb gießen. In einem sauberen Glas hält sich der Sirup im Kühlschrank bis zu 2 Wochen — und eignet sich auch für Limonaden, Cocktails und Desserts.
Variationen
Lavendel-Blaubeer: Eine Handvoll frische oder gefrorene Blaubeeren mitmixen — die Beeren ergänzen das blumige Aroma hervorragend und geben dem Shake eine natürlich violette Farbe, ganz ohne Lebensmittelfarbe.
White Chocolate Lavender: Zwei Esslöffel geschmolzene weiße Schokolade untermixen. Die Süße der weißen Schokolade harmoniert mit der blumigen Note des Lavendels und ergibt einen besonders eleganten Shake.
Lavendel-Zitrone: Den Saft und die Zeste einer halben Zitrone dazugeben. Die Säure hebt die Blumigkeit an und macht den Shake spritziger — eine beliebte Kombination auch in der Patisserie.
Earl Grey Lavendel: Einen Beutel Earl Grey in der warmen Milch mitziehen lassen. Das Bergamotteöl im Tee ergänzt den Lavendel um eine zitrus-rauchige Note.
Welcher Lavendel eignet sich zum Kochen?
Nicht jeder Lavendel ist essbar. Es gibt rund 30 Arten, aber nur eine eignet sich wirklich für die Küche:
Lavandula angustifolia (Echter Lavendel, auch Englischer Lavendel) ist die einzige Art mit einem milden, süßen Aroma — ideal für Milchshakes, Eis, Gebäck und Getränke. Die besten Sorten für die Küche heißen Munstead, Hidcote und Folgate. Beim Kauf auf die Bezeichnung Speiselavendel oder kulinarischer Lavendel achten.
Alle anderen Arten — Lavandin (Lavandula x intermedia), Schopflavendel (Lavandula stoechas) und Französischer Lavendel (Lavandula dentata) — enthalten deutlich mehr Kampfer und schmecken medizinisch, bitter oder seifig. Sie eignen sich für Duftsäckchen und ätherische Öle, aber nicht für Lebensmittel.
Wichtig: Niemals ätherisches Lavendelöl zum Kochen verwenden — es ist hochkonzentriert und kann selbst in kleinen Mengen gesundheitsschädlich sein. Kulinarischer Lavendel bedeutet immer getrocknete Blüten und Blätter, keine destillierten Öle.
Die Geschichte des Lavendels
Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist im gesamten Mittelmeerraum heimisch. Der Name leitet sich vom lateinischen lavare (waschen) ab — die Römer verwendeten Lavendel ausgiebig in ihren Bädern, sowohl als Duft als auch als Heilmittel. Schon die alten Ägypter nutzten ihn bei der Mumifizierung und als Räucherwerk.
Der griechische Militärarzt Dioskurides dokumentierte im Jahr 77 n. Chr. die Heilwirkungen des Lavendels: Er helfe bei Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen und Halsschmerzen und könne äußerlich Wunden reinigen. Diese Tradition der Verwendung als Heilpflanze zieht sich durch die Jahrhunderte — und ist der Grund, warum Lavendel heute noch eng mit Entspannung und Wohlbefinden assoziiert wird.
In der französischen Küche gehört Lavendel zum Herbes de Provence-Gewürzmix. Als eigenständige Zutat in Getränken und Desserts erlebte er seinen großen Durchbruch in den 2010er Jahren, als Lavender Lattes zum Wellness-Café-Trend wurden.
Was kann man gut mit Lavendel kombinieren?
Lavendel harmoniert besonders gut mit Vanille, Honig, Zitrone, Blaubeeren, weißer Schokolade und Erdbeeren. In Getränken funktioniert auch die Kombination mit Earl Grey oder Rosenwassr. Im Milchshake ist Vanilleeis der ideale Partner, weil es die Blumigkeit abrundet, ohne sie zu überlagern.
Welche Milch passt am besten zu Lavendel?
Vollmilch eignet sich am besten — das Milchfett bindet die Aromastoffe und macht den Geschmack runder. Hafermilch funktioniert als pflanzliche Alternative gut, weil sie einen leicht süßlichen Eigengeschmack mitbringt. Mandelmilch ist zu nussig und überlagert den Lavendel.
Welche Wirkung hat Lavendel auf den Körper?
Lavendel ist bekannt für seine beruhigende Wirkung. Studien zeigen, dass er Angstgefühle reduzieren und den Schlaf verbessern kann. Außerdem wirkt er leicht entzündungshemmend. In einem Milchshake sind die Mengen allerdings zu gering für eine spürbare therapeutische Wirkung — der Genuss steht hier im Vordergrund.
Ist Lavendelmilch gesund?
Lavendel selbst enthält Antioxidantien und hat milde beruhigende Eigenschaften. In Kombination mit Milch und Eis ist der Shake natürlich ein Genussmittel, kein Gesundheitsgetränk. Wer es leichter mag, kann fettarme Milch und weniger Eis verwenden.
Kann man jeden Lavendel zum Kochen verwenden?
Nein — nur Lavandula angustifolia (Echter Lavendel) ist für die Küche geeignet. Andere Arten wie Schopflavendel oder Lavandin enthalten zu viel Kampfer und schmecken bitter oder seifig. Beim Kauf auf die Bezeichnung Speiselavendel oder kulinarischer Lavendel achten.
Schmeckt Lavendel nicht nach Seife?
Nur wenn man zu viel verwendet oder die falsche Sorte nimmt. In der richtigen Dosierung (2 Esslöffel Sirup für 2 Portionen) schmeckt Lavendel blumig, leicht süß und erfrischend. Die Prise Salz im Rezept hilft zusätzlich, einen seifigen Nachgeschmack zu verhindern.
Wo bekommt man Lavendelsirup?
Lavendelsirup gibt es in Feinkostläden, Bioläden und online (z. B. von Monin). Man kann ihn aber auch einfach selbst herstellen: Zucker, Wasser und getrocknete Lavendelblüten aufkochen und abseihen — fertig in 10 Minuten.
Wie lange hält sich ein Lavendel Milkshake?
Am besten sofort trinken — das Lavendelaroma verfliegt bei Raumtemperatur. Im Kühlschrank maximal 2 Stunden haltbar, vor dem Trinken nochmal durchmixen.