New York Sour

Der New York Sour ist ein spektakulärer Whiskey-Cocktail mit einem eleganten Rotwein-Float, der dem Drink seine charakteristische Schichtoptik verleiht. Diese Kombination aus würzigem Rye Whiskey, frischem Zitronensaft und samtigem Rotwein schafft ein einzigartiges Geschmackserlebnis zwischen süß, sauer und herb. Ein visueller Höhepunkt an jeder Bar.

Zutaten für New York Sour

Zutaten für Cocktail

ZutatMengeHinweise
Rye Whiskey oder Bourbon60 mlhochwertiger Whiskey
Zuckersirup22,5 ml2:1 Verhältnis
Zitronensaft30 mlfrisch gepresst
Eiweiß1 Stückoptional, für cremige Textur
Rotwein15 mltrocken, Malbec oder Shiraz
Zitronenzeste1 Stückzum Garnieren
Cocktailkirsche1 Stückoptional

Zubereitung

  1. Dry Shake (optional): Falls Eiweiß verwendet wird: Whiskey, Zitronensaft, Zuckersirup und Eiweiß ohne Eis 15 Sekunden kräftig schütteln, um die Textur zu entwickeln.
  2. Shaken mit Eis: Eis zum Shaker hinzufügen und nochmals 15-20 Sekunden kräftig schütteln, bis die Mischung gut gekühlt ist.
  3. Abseihen: Die Mischung durch ein Barsieb in ein gekühltes Rocks-Glas mit frischem Eis abseihen.
  4. Rotwein floaten: Mit einem Barlöffel vorsichtig den Rotwein über die Löffelrückseite auf die Oberfläche des Cocktails gießen, sodass er als rote Schicht oben schwimmt.
  5. Garnieren und servieren: Mit Zitronenzeste und optional einer Cocktailkirsche garnieren. Sofort servieren und vor dem Trinken leicht umrühren.

Die wahre Geschichte des New York Sour

Trotz seines Namens stammt der New York Sour nicht aus dem Big Apple, sondern aus Chicago. Cocktail-Historiker David Wondrich führt die Entstehung auf die 1880er Jahre zurück, als innovative Barkeeper in der Windy City begannen, ihre Whiskey Sours mit einem „Claret Snap“ zu veredeln – einem eleganten Rotwein-Float.

In einem Interview mit der Washington Star vom 4. Dezember 1883 berichtete ein Chicagoer Barkeeper stolz: „Männer, die unsere Sours trinken, erwarten an jeder Bar Claret, und wenn er nicht drin ist, fragen sie danach. Es verbreitet sich jetzt, und andere Orte übernehmen unseren Flourish.“ Dieser namenlose „Künstler“ beanspruchte die Erfindung für sich, erwähnte aber auch, den Manhattan kreiert zu haben – was seine Glaubwürdigkeit etwas schmälert.

Der Cocktail war unter verschiedenen Namen bekannt: Continental Sour (wegen der französisch anmutenden Weinzugabe), Southern Whiskey Sour, Brunswick Sour oder schlicht Claret Snap. „Claret“ war damals die allgemeine Bezeichnung für Rotwein, unabhängig von seiner tatsächlichen Herkunft.

Erst nach der Prohibition setzte sich der Name „New York Sour“ durch. Wahrscheinlich machten Manhattan-Barkeeper den Drink so populär, dass er schließlich nach der Stadt benannt wurde, in der er seine größte Berühmtheit erlangte. Die erste schriftliche Erwähnung als „New York Sour“ findet sich 1885 im Boston Herald, das erste gedruckte Rezept erschien 1913 in „The Cocktail Book“.

Die moderne Renaissance

Die heutige Version mit Eiweiß entwickelte sich erst während der Cocktail-Renaissance der späten 1990er und frühen 2000er Jahre. Traditionell wurde entweder Eiweiß oder Rotwein-Float verwendet – nie beides zusammen. Möglicherweise war es die einflussreiche Che Bar in London, die erstmals beide Elemente kombinierte.

Der New York Sour ist heute ein IBA Official Cocktail und gehört zur Kategorie „New Era Drinks“. Die Kombination aus goldenem Whiskey, cremigem Eiweiß-Schaum und der roten Weinschicht macht ihn zu einem der visuell beeindruckendsten Cocktails überhaupt.

Variationen

Die Greenwich Sour ist eine moderne Variante aus Manhattan, die im berühmten Employees Only kreiert wurde und sowohl Eiweiß als auch Rotwein-Float kombiniert. Manche Barkeeper verwenden Port statt trockenen Rotwein für intensivere Aromen.

Bei der Weinauswahl sind Malbec, Shiraz oder Cabernet Sauvignon beliebt. Besonders interessant sind Whiskey-Fass-gereifte Rotweine, die geschmacklich perfekt zum Whiskey harmonieren. Statt Rye kann auch Bourbon verwendet werden, was dem Drink eine weichere, süßere Note verleiht.


Wo stammt der New York Sour-Cocktail her?

Der New York Sour stammt entgegen seinem Namen aus Chicago und wurde dort in den 1880er Jahren von Barkeepern erfunden. Chicago-Barkeeper begannen damals, Whiskey Sours mit einem „Claret Snap“ – einem Rotwein-Float – zu veredeln. Der Name „New York Sour“ setzte sich erst nach der Prohibition durch.

Wann wurde der New York Sour-Cocktail erfunden?

Der New York Sour wurde in den 1880er Jahren in Chicago erfunden. Die erste dokumentierte Erwähnung stammt aus einem Interview von 1883 in der Washington Star. Der Name „New York Sour“ erschien erstmals 1885 im Boston Herald, das erste gedruckte Rezept 1913 in „The Cocktail Book“.

Wer hat den New York Sour-Cocktail erfunden?

Ein namenloser Chicagoer Barkeeper beanspruchte 1883 die Erfindung des „Claret Snap“ für sich. Seine Identität ist unbekannt, und da er auch behauptete, den Manhattan erfunden zu haben, ist seine Glaubwürdigkeit fraglich. Wahrscheinlich entwickelten mehrere Chicago-Barkeeper parallel ähnliche Rezepte.

Wie schmeckt ein New York Sour-Cocktail?

Ein New York Sour bietet ein komplexes Geschmacksprofil: Zuerst schmeckt man die herben Tannine des Rotweins, dann folgt die ausgewogene Kombination aus würzigem Whiskey, spritziger Zitronensäure und süßem Sirup. Das Eiweiß verleiht eine cremige Textur. Das Ergebnis ist harmonisch zwischen süß, sauer und herb.

In was für einem Glas wird ein New York Sour-Cocktail serviert?

Traditionell wird der New York Sour „up“ in einer gekühlten Coupe ohne Eis serviert. Moderne Versionen werden oft in einem Rocks-Glas mit Eis gereicht. Wichtig ist, dass das Glas gekühlt ist und genug Platz für den charakteristischen Rotwein-Float bietet.

Wie gelingt der Rotwein-Float beim New York Sour?

Für den perfekten Float gießt man den Rotwein sehr langsam über die Rückseite eines Barlöffels auf die Cocktail-Oberfläche. Der Löffel sollte die Oberfläche fast berühren. Der Rotwein ist schwerer und schwimmt natürlich oben. Mit etwas Übung entsteht eine schöne Schichtung.

Kann ich statt Rye Whiskey auch Bourbon verwenden?

Ja, Bourbon funktioniert ausgezeichnet im New York Sour und verleiht dem Cocktail eine weichere, süßere Note als Rye Whiskey. Beide Varianten sind authentisch – verwenden Sie einfach einen hochwertigen Whiskey, den Sie auch pur trinken würden. Die IBA-Rezeptur erlaubt beide Spirituosen.

Welcher Rotwein eignet sich am besten für New York Sour?

Am besten eignen sich trockene, fruchtige Rotweine wie Malbec, Shiraz oder Cabernet Sauvignon. Vermeiden Sie zu schwere oder süße Weine. Besonders interessant sind Whiskey-Fass-gereifte Rotweine, die geschmacklich perfekt harmonieren. Verwenden Sie etwa 15ml – mehr kann den Cocktail dominieren.

Muss ich Eiweiß in den New York Sour?

Eiweiß ist optional, aber empfehlenswert für die cremige Textur und den charakteristischen Schaum. Traditionelle 1880er Versionen enthielten kein Eiweiß. Für vegane Alternativen kann Aquafaba (Kichererbsenwasser) verwendet werden. Ohne Eiweiß ist der Drink weniger cremig, aber trotzdem authentisch.

Was ist der Unterschied zwischen New York Sour und Whiskey Sour?

Der New York Sour ist eine Weiterentwicklung des Whiskey Sour mit einem Rotwein-Float als Hauptunterschied. Beide verwenden Whiskey, Zitronensaft und Zucker, aber der New York Sour erhält durch den Rotwein seine charakteristische Optik und zusätzliche Geschmackstiefe mit herben Weinnoten.

Warum heißt der Cocktail New York Sour und nicht Chicago Sour?

Obwohl der Cocktail in Chicago erfunden wurde, setzte sich der Name „New York Sour“ durch, weil er dort während und nach der Prohibition besonders populär wurde. New York war schon damals ein Zentrum der Cocktail-Kultur, und der Name blieb hängen. Cocktails wechseln oft ihre Namen, bis einer sich durchsetzt.


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