Der Tequila Sunrise ist ein ikonischer Cocktail, der durch seinen spektakulären Farbverlauf von Gelb über Orange bis Rot an einen mexikanischen Sonnenaufgang erinnert. Diese einfache, aber elegante Kombination aus Tequila, frischem Orangensaft und Grenadine-Sirup wurde durch die Rolling Stones zur Legende und inspirierte sogar den gleichnamigen Eagles-Hit von 1973.
Zutaten für Tequila Sunrise
Zutat | Menge | Hinweise |
---|---|---|
Tequila Blanco | 50 ml | 100% Agave |
Orangensaft | 100 ml | frisch gepresst |
Grenadine-Sirup | 15 ml | Granatapfel-Sirup |
Limettensaft | 1 Spritzer | optional, frisch gepresst |
Eiswürfel | zum Servieren | |
Orange | 1 Scheibe | zur Dekoration |
Cocktailkirsche | 1 Stück | zur Dekoration |
Zubereitung
- Glas vorbereiten: Ein Highball- oder Longdrink-Glas mit Eiswürfeln füllen. Das Glas sollte gut gekühlt sein.
- Tequila und Orangensaft mischen: Tequila und frisch gepressten Orangensaft in das Glas geben. Optional einen Spritzer Limettensaft hinzufügen. Vorsichtig umrühren.
- Grenadine hinzufügen: Den Grenadine-Sirup langsam über den Rücken eines Barlöffels in das Glas gießen. Der Sirup sinkt nach unten und erzeugt den charakteristischen Sonnenaufgang-Effekt.
- Nicht umrühren: Das Getränk NICHT mehr umrühren, damit der Farbverlauf erhalten bleibt.
- Garnieren und servieren: Mit einer Orangenscheibe am Glasrand und einer Cocktailkirsche garnieren. Mit einem Strohhalm servieren und sofort genießen.
Die Geschichte des Tequila Sunrise
Die Entstehung des Tequila Sunrise ist von zwei faszinierenden Geschichten geprägt. Die ursprüngliche Version entstand in den 1920er Jahren in der Bar der Rennbahn von Agua Caliente in Tijuana, Mexiko. Während der amerikanischen Prohibition war dieser Grenzort ein beliebtes Ausflugsziel für US-Amerikaner, die dem Alkoholverbot entfliehen wollten. Der damalige Cocktail bestand aus Tequila, Zitronenlimonade, Grenadine, Crème de Cassis und Sodawasser.
Nach dem Ende der Prohibition 1933 verbreitete sich das Rezept in den USA, wurde aber stark vereinfacht. Amerikanische Barkeeper ersetzten die selbstgemachte Limonade durch Orangensaft und verzichteten auf den schwer erhältlichen Cassis-Likör.
Die moderne Version, die wir heute kennen, wurde 1969 von Bobby Lozoff im Trident Restaurant in Sausalito, Kalifornien, perfektioniert. Lozoff experimentierte mit Tequila-Cocktails, da Sausalito ein beliebter Zwischenstopp für Schmuggler war, die Marihuana aus Mexiko nach San Francisco brachten – und dabei auch eine Vorliebe für Tequila mitbrachten.
Die Rolling Stones und der Durchbruch
Der weltweite Durchbruch des Tequila Sunrise ereignete sich im Juni 1972 im Trident Restaurant. Konzertveranstalter Bill Graham hatte das Restaurant für eine private Party vor den Rolling Stones-Konzerten in San Francisco gemietet. Als Mick Jagger an die Bar kam und eine Margarita bestellte, fragte Bartender Bobby Lozoff: „Hast du schon mal einen Tequila Sunrise probiert?“
Jagger war begeistert, und die gesamte Band verfiel dem Cocktail. Der Drink wurde zu einem festen Bestandteil ihrer legendären „Exile on Main Street“-Tour 1972. Keith Richards nannte sie später in seiner Autobiografie „Life“ die „Cocaine and Tequila Sunrise Tour“. Die Zutaten für Tequila Sunrise wurden sogar in die offiziellen Tour-Reiter der Band aufgenommen.
Die Tour war berüchtigt für ihre Ausschweifungen: Verhaftungen, Tränengas, Aufstände, gefälschte Tickets, nächtliche Partys in der Playboy Mansion und Limousinen voller Tequila. Der Cocktail wurde zum Symbol für Rock’n’Roll-Exzess und Rebellion.
Von den Eagles zum Kulturgut
1973 verewigten die Eagles den Cocktail mit ihrem Hit „Tequila Sunrise“ aus dem Album „Desperado“. Der von Don Henley und Glenn Frey geschriebene Song erreichte Platz 64 der Billboard Hot 100 und machte den Cocktail endgültig zum kulturellen Phänomen.
Interessant ist, dass der Eagles-Song eigentlich vom Trinken von purem Tequila beim Sonnenaufgang handelt, nicht vom Cocktail selbst. Dennoch verstärkte der Hit die Popularität des Drinks erheblich. In den folgenden Jahrzehnten inspirierte der Tequila Sunrise weitere Songs, Filme und unzählige Popkultur-Referenzen.
Variationen
Der Tequila Sunrise hat viele Nachahmer inspiriert, bei denen die Basisspirituose ersetzt wird: Caribbean Sunrise mit Rum, Vodka Sunrise, Southern Sunrise mit Southern Comfort oder Malibu Sunrise mit Kokos-Rum.
Manche Bartender verwenden echten Granatapfelsirup statt künstlicher Grenadine oder fügen einen Spritzer Limettensaft hinzu, um die Süße zu balancieren. Die alkoholfreie Version („Virgin Sunrise“) mischt Orangensaft, Ananassaft und einen Teelöffel Zitronensaft mit Grenadine.
Entscheidend für einen perfekten Tequila Sunrise ist die Qualität der Zutaten: 100% Agave-Tequila, frisch gepresster Orangensaft und hochwertiger Grenadine-Sirup machen den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem außergewöhnlichen Cocktail.
Wo stammt der Tequila Sunrise-Cocktail her?
Der Tequila Sunrise stammt ursprünglich aus Mexiko. Die erste Version entstand in den 1920er Jahren in der Bar der Rennbahn von Agua Caliente in Tijuana. Die moderne Version wurde 1969 von Bobby Lozoff im Trident Restaurant in Sausalito, Kalifornien, entwickelt.
Wann wurde der Tequila Sunrise-Cocktail erfunden?
Die ursprüngliche Version entstand in den 1920er Jahren in Mexiko. Die heute bekannte moderne Version wurde 1969 von Bartender Bobby Lozoff perfektioniert und 1972 durch die Rolling Stones weltberühmt gemacht.
Wer hat den Tequila Sunrise-Cocktail erfunden?
Zwei Versionen existieren: Die ursprüngliche entstand in den 1920ern in einer Bar in Agua Caliente, Mexiko. Die moderne Version wird Bobby Lozoff zugeschrieben, der sie 1969 im Trident Restaurant in Sausalito entwickelte. Gene Sulit vom Arizona Biltmore beansprucht ebenfalls die Erfindung für die 1930er Jahre.
Wie schmeckt ein Tequila Sunrise-Cocktail?
Ein Tequila Sunrise schmeckt fruchtig-süß mit deutlichen Orangen- und Agaven-Aromen. Der Tequila verleiht eine würzige Note, während der Orangensaft für Frische sorgt und die Grenadine eine süße Granatapfel-Note beisteuert. Das Getränk ist ausgewogen und nicht zu alkoholisch.
In was für einem Glas wird ein Tequila Sunrise-Cocktail serviert?
Ein Tequila Sunrise wird traditionell in einem Highball- oder Longdrink-Glas serviert. Die hohe, schmale Form betont den charakteristischen Farbverlauf besonders schön und hält das Getränk optisch ansprechend.
Wie bekomme ich den perfekten Farbverlauf beim Tequila Sunrise?
Der Schlüssel liegt in der richtigen Technik: Grenadine-Sirup langsam über den Rücken eines Barlöffels ins Glas gießen, damit er sanft nach unten sinkt. Wichtig ist, nach dem Hinzufügen der Grenadine NICHT mehr umzurühren, sonst vermischt sich alles.
Welcher Tequila eignet sich am besten für Tequila Sunrise?
Verwenden Sie einen Tequila Blanco (weißer Tequila) aus 100% Agave. Blanco-Tequila hat einen frischen, würzigen Geschmack, der gut mit den fruchtigen Aromen harmoniert. Marken wie Jose Cuervo, Olmeca oder Sauza sind gute Optionen für diesen Cocktail.
Was ist Grenadine und kann ich sie ersetzen?
Grenadine ist ein süßer Sirup aus Granatapfelsaft. Für bessere Qualität verwenden Sie echten Granatapfelsirup statt künstlicher Grenadine. Notfalls können Sie Kirschsirup oder Himbeersirup verwenden, aber der Geschmack wird sich deutlich ändern.
Wie hängt der Tequila Sunrise mit den Rolling Stones zusammen?
1972 servierte Bartender Bobby Lozoff Mick Jagger seinen ersten Tequila Sunrise im Trident Restaurant in Sausalito. Die Band war so begeistert, dass der Cocktail ihre gesamte „Exile on Main Street“-Tour 1972 begleitete. Keith Richards nannte es später die „Cocaine and Tequila Sunrise Tour“.
Warum heißt der Cocktail Tequila Sunrise?
Der Name bezieht sich auf den charakteristischen Farbverlauf des Cocktails von Gelb über Orange bis Rot, der an einen mexikanischen Sonnenaufgang erinnert. Dieser Effekt entsteht, wenn die schwere Grenadine durch den Orangensaft nach unten sinkt.
Kann ich einen alkoholfreien Tequila Sunrise machen?
Ja! Für einen „Virgin Sunrise“ mischen Sie 75ml Orangensaft mit 40ml Ananassaft und einem Teelöffel Zitronensaft. Ins Glas mit Eis geben und Grenadine-Sirup wie gewohnt hinzufügen. Der Farbeffekt bleibt erhalten.