Mojito – Eine Hommage an Sommer, Sonne und Meer

Diese Cocktailkreation stammt aus dem karibischen Inselstaat Kuba und ist der wohl bekannteste Vertreter alkoholhaltiger Cocktails, deren Grundlage aus weißem Rum besteht. Das ursprüngliche Rezept ist nicht bekannt und undatierter Herkunft. Allerdings ist aus dem frühen 16. Jahrhundert eine ähnliche Rezeptur erhalten, die dem berühmten Seefahrer und Freimaurer Francis Drake zur Linderung seiner gesundheitlichen Probleme gereicht wurde. Aufgrund seines legendären und furchteinflößenden Rufes nannte man ihn auch, in Anlehnung an die Aussprache seine englischen Namens, „el Draque“, den Drachen. Sein favorisiertes Getränk wurde ebenso betitelt.
Mit zunehmender Produktion von Rum in der Karibik wurde der vormals genutzte leichte Zuckerrohrschnaps mit dem hochwertigeren Produkt ersetzt.
Aus welchem Grund sich der heutige Name Mojito für das Mischgetränk seit Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte, ist nicht klar. Eine besonders unter Mojito-Fans beliebte Annahme ist, dass damit die Verniedlichung von „mojo“ gemeint ist, womit im Afrikanischen eine Sammlung von Zauberutensilien bezeichnet wurde. Ein durchaus passender Name, denn übersetzt hieße der Mojito soviel wie „kleiner Zauber“.

Mojito – Die richtigen Zutaten sind gefragt

Zwar wird jeder innovative Barkeeper seine eigene, selbstredend originale Rezeptur des Mojitos besitzen, doch zum Leidwesen vieler Genießer ist das Ergebnis oft nur ein fader Misch aus günstigem dunklen Zucker, wässrig gestoßenem Eis und normaler Pfefferminze. Denn einzig original ist der Longdrink nur, wenn er auch aus den traditionellen Zutaten hergestellt wird. Der weiße kubanische Rum wurde bereits erwähnt und stellt die Grundlage dar. Hinzu kommt am besten frischer Limettensaft, echte Hemmingway-Minze, feiner weißer Rohrzucker, sowie „cracked Eis“ und Sodawasser. Auch werden diese Zutaten nicht gestoßen, sondern lediglich gut gerührt, damit die Minzblätter ihr zartes Aroma entfalten können. Abgerundet wird der perfekte Genuss natürlich durch passendes Zubehör. Darum wird der Mojito serviert mit einem Strohhalm extra für Cocktails und in einem speziellen Glas, das besonders dickwandig ist.

Der Mojito als Geschmackserlebnis für jede Auszeit

Auch wenn die Originalrezeptur zweifelsohne den perfekten Genuss für Kenner und Cocktail-Freunde darstellt, sind den Variationen und der Experimentierlust keine Grenzen gesetzt. Warum also nicht einmal eine alkoholfreie Variante ausprobieren? Kleine aber feine Unterschiede ergibt auch der Austausch einzelner Zutaten. So kann der Rum bei Bedarf auch einmal gegen einen guten Vodka oder Gin, und der Limettensaft gegen die deutlich saurere Zitrone ausgetauscht werden. Auch gegen weißen Rohrzucker, statt des braunen Vertreters, spricht grundsätzlich nichts. Als zusätzliche Note können auch ausgesuchte weitere Zutaten beigefügt werden. Blue Curacao oder ein Schuss Sirup können zu interessanten Ergebnissen führen. Wer es weniger prickelnd mag, darf zur Sahne greifen und wem die Mischung noch nicht fruchtig genug ist, könnte mit einem Spritzer Fruchtsaft auf den Geschmack kommen.
Ganz gleich, ob es sich nun um das Originalrezept handelt oder um eine individuelle Eigenkreation, der Mojito verbreitet gute Laune und macht Lust auf Urlaub. Mit einem kühlen Mojito, guten Freunden, dem passenden Ambiente und kubanischer Musik entsteht also immer und überall ein entspanntes Urlaubsfeeling.