Ein Cocktail für die Ewigkeit – Sex on the Beach

Nichts lässt einen die Welt und die damit verbundenen Sorgen besser vergessen als ein guter Cocktail. Die Karten und Angebote fast aller Cocktailbars sind aufgrund der extremen Beliebtheit immer größer, umfassender und daher auch unübersichtlicher geworden. Wohin soll man sich also in Zeiten der, zugegebener Weise zumeist wohlschmeckenden, Reizüberflutung des Gaumens wenden? Natürlich zu den Klassikern!

Der Sex on the Beach

Einer dieser Klassiker, die man garantiert auch auf der Karte der letzten Cocktailbar in Hintertupfingen finden wird, ist der Sex on the Beach. Der Sex on the Beach ist ein relativ junger Klassiker unter den Klassikern. Es handelt sich um einen Cocktail mit einer klaren fruchtigen Ausrichtung, wobei die Süße eher als moderat zu beschreiben ist. Natürlich variiert dies je nach Rezeptur.

Bei wie so vielen anderen Cocktails trifft der Name den Geschmack und die Art des Getränks ziemlich genau. Die erwähnte Fruchtigkeit und die durch milde Süße bedingte Frische kommen, so kitschig und klischeehaft es klingen mag, dem Gefühl der trauter Zweisamkeit an einem einsamen Strand schon relativ nah. Spätestens nach dem ersten Schluck meint man eine laue Brise zu spüren.

Enstehungsgeschichte

Wie bei allen großen Errungenschaften, die die Denkweise der Menschen nachhaltig verändert hat, ist das erste Vorkommnis auch beim Sex on the Beach nicht 100% nachweisbar. Wie dem auch sei, der erste beweisbare Ausschank ist auf das Jahr 1987 zurück zu datieren. Protagonisten waren ein junger Barkeeper und eine Firma. Präzisiert ausgedrückt: Ted Pizio und Republic National Distribution. 1987 begann Republic National Distribution, damals noch ohne Republic im Namen, ein neues Produkt zu vertreiben. Es handelte sich um „Peach Schnapps“, was trotz der Bezeichnung „Schnapps“ dem deutschen Pfirsich Likör gleicht.

Um den Verkauf anzukurbeln und das neue Produkt am Markt zu etablieren beschloss National Distribution einen Verkaufswettbewerb abzuhalten. Dieser fand in Ft. Lauderdale zur Zeit der Spring Break statt. Die Bar, welche die größte Menge an „Peach Schnapps“ verkaufen würde, sollte einen Bonus von 1000$ erhalten. An dieser Stelle trat Ted Pizio ins Geschehen ein. Er mixte den Pfirsich Likör, Wodka, Orangensaft und Grenadine und fertig war der Sex on the Beach. Es bleibt unnötig zu erwähnen das Ted Pizio den Wettbewerb für seine Bar „Confetti’s“ mit großem Abstand zum Zweitplatzierten gewann.

Als Pizio immer größere Mengen der Mischung verkaufte, wurde er gefragt wie dieser Drink hieß. Assoziativ antwortete er aus Stehgreif: Sex on the Beach. Hierbei handelte es sich seiner Ansicht nach um die Hauptbeweggründe für die Spring Break nach Ft. Lauderdale zu kommen: Der Strand und der Sex!

Variationen

Den Sex on the Beach gibt es in zwei Hauptvariationen und in unzähligen eigenständigen und abgeänderten Kreationen. Die simplere von beiden Varianten ist eine Abänderung des traditionellen Rezeptes aus den 80er Jahren. Es beinhaltet Wodka, Pfirsich Likör, Orangensaft und Cranberrysaft. Die zweite und komplizierter wirkende Alternative wird mit Wodka, Chambord Likör, Melonen Likör, Ananassaft und Cranberrysaft zubereitet. Alle Zutaten werden in einem Shaker vermengt und anschließend serviert.

Bedeutung des Sex on the Beach

Der Sex on the Beach ist einer der wenigen Cocktails, die die Verkörperung eines Lebensgefühls darstellen und gleichzeitig vermitteln. Er ist das Streben nach Freiheit, nach Liebe, nach dem einen Moment an den man sich selbst im hohen Alter noch erinnern wird. Seine Farbe ist das wundervolle Licht am Ende eines harten Tages.